| ZITA SWOON – Life = A Sexy Sanctuary (DCD
2002) (Strange Ways/Indigo)
Ich
muss ehrlich zugeben, dass ich noch nie von ZITA SWOON gehört habe, obwohl
die Band wohl schon recht lange durch die Gegend spukt und sogar
Querverbindungen zu Deus aufweisen kann. Ich bin nicht ganz sicher, wie man
das beschreiben soll, was es auf „Life = A Sexy Sanctuary“ zu hören gibt,
denn einer bestimmten Stilrichtung kann man es kaum zuordnen und der Begriff
„Independent“ ist heute auch kaum noch aussagekräftig. Ich würde der Musik
mal ganz frech die Atmosphäre der 80er Jahre zuschreiben, weniger wegen des
Sounds, als wegen der „Frechheit“, alle möglichen Stile miteinander zu
vermischen, von Wave über Pop und Rock bis zu Funk. Mal klingt es wie David
Bowie, mal wie Jazz Butcher, mal wie Pigbag oder Rocky Horror Picture Show
und dann doch wieder ganz anders. Insgesamt sind die Songs durchaus
eingängig, aber nicht spektakulär genug, um wirklich Aufsehen in größeren
Dimensionen zu erreichen. Es soll jetzt wirklich nicht negativ klingen, aber
dies hier ist Musik zum Nebenbeihören am Samstagvormittag, wenn man die
Wohnung aufräumt. Eingängig, aber nicht aufdringlich und bestimmt nicht so
seicht, wie das, was sich so in den Charts und im Format-Radio tummelt. Für
alle Fans gibt es eine Bonus CD mit jeder Menge Remixen des Songs „The
Bananaqueen“, die teilweise sehr unterschiedlich sind und eigentlich fast
wie unterschiedliche Songs klingen. Schließlich darf man sich noch den
dazugehörigen Videoclip ansehen, so dass diese Veröffentlichung eine runde
Sache wird. (A.P.) |