BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE

WILD SWANS – The Peel Session (12“ 1982)

(Zoo Records)

WILD SWANS veröffentlichten 1982 eine 12“ auf Zoo Records, Revolutionary Spirit, die ein kleiner Independent Hit in England wurde. Die Gruppe spielte intelligente Popmusik, wie es die englische Presse damals beschrieb, vergleichbar vielleicht mit den frühen New Order und auch mit manchen eingängigen Sachen von The Cure. Wunderschöne, einprägsame Melodien, in denen immer eine gewisse Schwermut mitklang. Der Gesang scheint etwas Ian McCulloch von Echo And The Bunnymen angelehnt zu sein.

„No Bleeding“ ist ein wunderschöner Mid-Tempo Song, der es ohne weiteres mit Sachen mit „The Killing Moon“ (Echo And The Bunnymen) aufnehmen kann. Der Sänger bringt die Melancholie eines Abschiedes, der doch die Hoffnung auf ein Wiedersehen behält, überzeugend rüber. „Enchanted“ hat ein gewisses Morrissey-Feeling, vor allem im Gesang, allerdings stammt der Song aus einer Zeit, wo an den Kultstatus der Smiths noch lange nicht zu denken war, somit darfman den Song nicht als Abklatsch hinstellen Vielleicht waren die WILD SWANS sogar die besseren Smiths. „Thirst“, der dritte Song auf dieser Peel Session, ist ein atmospärisches Instrumental, das den frühen New Order alle Ehre machen würde.

Wer ruhige, echte, d.h. authentische Wavemusik mag, sollte, so er denn das Glück hat, diese Platte irgendwo zu finden, sofort zugreifen. (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden