BACK AGAIN: WAVE / POP

UNTOTEN - Herrschaft der Vampire
UNTOTEN - Grabsteinland
UNTOTEN VS. SOKO FRIEDHOF - Dresscode Black II
UNTOTEN - The Look Of Blasphemie

UNTOTEN - VAMPIRE BOOK
UNTOTEN - KISS OF DEATH (Re-Release)

UNTOTEN - SCHWARZE MESSE - Kritik 1
UNTOTEN - SCHWARZE MESSE - Kritik 2
UNTOTEN - KISS OF DEATH
UNTOTEN - AB KEINE ANGST VELUZIFER
UNTOTEN - MAULTOT

UNTOTEN – Herrschaft der Vampire (CD 2004)

(Sonic Malade / Soulfood)

Supergeil, muss man einfach haben. So einfach könnte man es ausdrücken. Wie immer zu Halloween bringen die UNTOTEN aus Berlin ihr neues, alljährliches Album auf dem Markt und wie jedes Mal gleicht es seinem Vorgänger nicht, wie immer ist eine Entwicklung zu beobachten. Die „GRABSTEINLAND“-Trilogie erfährt nunmehr ihren zweiten Teil. Das Grabsteinland ist ein Phantasieland, belebt von Wölfen und anderen dunklen Gestalten. Um dieses Land wurde eine Geschichte gesponnen und die wird nun auf drei Alben erzählt. Beobachtete man es auf dem Vorgänger schon, hat man den Weg des düsteren Chansons weiter verfolgt und intensiviert. Das liegt zuallererst mal an der Stimme von Greta Csatlós, die sich immer mehr in Richtung Marlene Dietrich oder Zarah Leander entwickelt. Interessant ihr Weg, wenn man ihn von den Anfängen bis heute verfolgt – trashiges Kreischen, teils recht kindlicher Gesang und nun diese fast tiefe, feste Stimme. Analog dazu ist aber auch die Musik noch „größer“ geworden. Die Gitarre ist wieder mehr in den Vordergrund gerutscht, die Songs sind monumentaler in ihrer Instrumentierung geworden und nicht zuletzt sogar eingängiger. Gothic zwischen Fröhlichkeit und dem untot-morbiden Charme, den man so an der Band liebt, gepaart mit orchestralen Collagen und einem bisschen Elektronik. Wie gesagt: Supergeil, muss man einfach haben. (H.H.)


UNTOTEN – Grabsteinland (CD 06.10.2003)

(Sonic Malade/Soulfood/www.untoten.com)

Und wieder ist ein Jahr vorbei und mit wunderschöner Regelmäßigkeit erscheint ein neues Album der Berliner Band UNTOTEN und mit wunderschöner Regelmäßigkeit weiß man nicht, was einen hier erwartet. „Grabsteinland“ ist der erste Teil einer Trilogie, die sich mit diesem Wunschort beschäftigt. Der Eingang zu diesem Land liegt in Berlin und ist eine Art Fluchtpunkt, der den Weg aus der unschönen realen Welt in ein Land der Fantasie darstellt. Musikalisch beschreitet man neue Wege, wobei das gar nicht mal so richtig ist. Vielmehr besinnt man sich ein wenig auf die Zeit von „Hab keine Angst Veluzifer“, es geht ruhiger zu, besinnlicher, mit einem tiefen Blick ins Innere und auch sehr akustisch. Eine perfekte Mischung aus melancholischer Schwermütigkeit und dann hin und wieder ungewohnten Klängen, wie zum Beispiel bei „NibelungenTreue“, das ich irgendwo im undefinierten Feld zwischen Chanson und Musical ansiedeln würde. Mehr denn je erscheint das neue Album wie ein Konzeptalbum, was es ja auch sein soll. Es beginnt mit dem gruseligen Intro „Wie klein diese Welt“, als drittes folgt das schönste Stück der CD, nämlich „Grabsteinland (Wach auch)“, das Soundtrack-Charakter hat und einen richtig vollen Klang hat. Das „Rabenlied“ wirkt dagegen zerbrechlich mit Spinett und Streichern entführt es in mittelalterliche Welten. Dazu gibt es dann noch einen Remix von „Willst du?“, einem der beliebtesten UNTOTEN-Stücken der neueren Phase, was im Grunde das einzig wirklich tanzbare an „Grabsteinland“ ist. Überhaupt dominieren mittelalterlich-klassische Sounds, ohne aber an all die derzeit so modernen Mittelalterbands zu erinnern. Vielmehr zelebrieren UNTOTEN die tiefe Traurigkeit und beflügeln die Fantasie, streicheln und pflegen die Melancholie. Man fühlt sich auf dem Weg ins Grabsteinland gut begleitet. Definitiv eines der besten Alben des Jahres, eines der vielseitigsten auf alle Fälle. Dazu bietet die CD dann noch ein fettes 24-seitiges Booklet mit allen Texten und den aktuellen Promofotos, die auch so richtig schön stylish sind. Und wie immer ist es so, dass man das Album mehrmals hören muss, bevor es sich endgültig im Herz festsetzt. Also, was sind die Anspieltips auf dem neuen Album? „Grabsteinland (Wach auf)“, „Siehst du es denn nicht (Ach du)“ und natürlich „Willst Du? (Remix)“. (H.H.)


UNTOTEN VS. SOKO FRIEDHOF – Dresscode Black II (CD Nov. 2002)

(Sonic Malade/Efa)

Das Duo Greta Csatlos und David A. Line war schon immer für Überraschungen gibt. David A. Line ist sowohl bei den UNTOTEN, als auch zusammen mit DJ Demian und Anni bei der elektrolastigen SOKO FRIEDHOF. Was lag da näher, als beide Bands einmal für ein Album zu kreuzen und ein clubtaugliches Album zu produzieren. Hierbei gibt es Titel zu hören, die bislang unveröffentlich waren, oder neu gemixt wurden oder von denen es völlig neue Versionen gibt. Der Fokus wurde hier tatsächlich auf Party gelegt, wobei natürlich eine DJ Ötzi-haftigkeit weit weit weit entfernt liegt. Es geht hier um dunkle, schwarze Parties. So ist auch „Dresscode Black II“ kein Mainstream-Album. Es ist auch keines, bei dem man sich in eine Ecke kuschelt und sich den Klängen hingibt, sondern ein Album, dass zum Bewegen auffordert, zum Aus-Sich-Rauskommen. Für die UNTOTEN ist „Dresscode Black II“ eigentlich nur eine tanzbare Ausführung ihrer alten Alben und für SOKO FRIEDHOF“ ist diese Platte eine Annäherung an ihre ersten beiden Alben. Immerhin gibt es wieder Samples aus Filmen und tanzbare Rhythmen. Meine Favorites sind „The Look Of Blasphemie (Remix)“ und „Willst Du? (Todesangst)”. Letzteres begeistert mich derart, dass ich mir sicher bin, dass es sich in meinen Top 3 der besten Songs des Jahres 2003 wiederfinden wird. Übrigens, beim Booklet hat man sich wieder einmal viel Mühe gegeben. Auf 24 Seiten gibt es nicht nur die Texte zu den Songs und einigen Artworks, sondern auch mehr als 100 Photos von der Tour mit Fans und Backstage-Impressionen. Damit beweisen die UNTOTEN auch ihre sagenhafte Fan-Nähe, was noch zusätzlich sympathisch macht. Im Frühjahr 2003 dann soll auch das richtig neue UNTOTEN-Album mit Namen „Grabsteinland“ auf den Markt kommen. (H.H.)


UNTOTEN – The Look Of Blasphemie (CD Oktober 2001)

(Sonic Malade/Efa)

Und wieder ist ein Jahr rum und die UNTOTEN bringen ein neues Album auf den Markt. Überraschungen sind bei den beiden Berlinern Programm, bislang hat jedes Album einen neuen Klang und neue Grundmanifeste und auch mit „The Look Of Blasphemie“ haben sie es wieder geschafft. Ich muß einfach mal zwei Begriffe in den Raum schmeissen. Der eine lautet: „Pop“. „The Look Of Blasphemie“ ist das bislang poppigste Album der Band. Dazu sei zum Beispiel der Track „Why Do Bats Fall in Love“ erwähnt, der irgendwie ein wenig an die „Anything“-Zeiten von The Damned erinnert. Der andere Begriff lautet „hexenhaft“. Greta´s kristallene Kindsstimme, die sie hier noch akzentuierter und facettenreicher nutzt, gibt den Stücken eine Art schneidenen Hexentouch. Auch gibt sie sich noch erotischer, als sie es sonst schon getan hat. Die UNTOTEN, bislang immer auf dem Weg zu Deutschlands bester Gothic-Band, haben ihr Ziel erreicht. Man fragt sich bei diesem Album, was noch danach kommen soll. Meine persönlichen Lieblingstracks sind das erwähnte „Why Do Bats Fall In Love“ sowie das sehr geniale und tanzbare „Let Me Love You (In Times Of Pain)“ mit einer herausragenden Bassdrum. Weiterhin fantastisch das traurige „Stay“. Übrigens gibt es ab dem 15. Oktober 2001 die offizielle Website der UNTOTEN unter der Adresse www.untoten.com. Don´t miss it! (H.H.)


UNTOTEN - Vampire Book (CD 2000)

Vampire Book(Sonic Malade / Efa)

Die UNTOTEN sind wirklich fleißig und bringen in regelmäßigem Abstand neue CDs auf den Markt. Gleich der erste Song ist ein echter Hit mit Titel "Abdomination". "Bite Me (Take Me To The Limit)" ist ein schneller, elektronischer Track, am besten gefällt mir aber der Track "Love Spell", trauriger Pop mit Siouxsie And The Banshees-Ambiente. Die letzten drei Stücke der CD bilden eine Einheit, eine sogenannte "Mini-Oper" und erzählen die Geschichte der Ungarin Lady Bathory, die anscheinend eine Vampirin war. So sollte Gothic in unserer modernen Zeit klingen. Obwohl es tiefschwarz und gruftig ist, wirkt alles sehr ernst und nicht albern, up to date und nicht veraltet. Überhaupt wird die Musik immer synthetischer, erotischer, gemeiner, melodischer, fremder, kurz gesagt: Wunderschön und doch so erschreckend. Die UNTOTEN aus Berlin sind ein echtes Ereignis und haben bislang noch niemals enttäuscht. Im Netz sind sie übrigens zu finden unter http://www.untoten.com.(H.H.)


Kiss Of DeathUNTOTEN - Kiss Of Death (Re-Release) (CD)

(Sonic Malade/Efa)

VÖ: April 2000

Das beste Album der UNTOTEN "Kiss Of Death" ist beim neuen Vertrieb der UNTOTEN noch einmal neu veröffentlicht worden. Eine Kritik zum Album könnt Ihr weiter unten lesen (HIER klicken). Es gibt noch weitere Neuigkeiten aus dem Umfeld der Band zu berichten, so gibt es zum Beispiel ein neues Projekt mit Namen SOKO FRIEDHOF, welches sich mit Elektronik-Musik befasst. Das daraus entstandene Album nennt sich "Grabschönheiten" und der Song "Blutende maria" ist schon vor der Veröffentlichug ein Hit in den entsprechenden Clubs gewesen. Außerdem entwirft Sängern Greta Csatlos kleine Skulpturen aus schwarzem Ton, die man bei SONIC MALADE ordern kann (sonicmalade@transmedia.de). Außerdem ist sie auch noch Goth-Comiczeichnerin, ihr Werk heißt "Sexmania", Untertitel "Blutende Maria", das neue Werk heißt "Schwarze Messe". So gibt es immer mehr zu ordnern, Dinge, die sich allesamt lohnen. 


UNTOTEN – Schwarze Messe (CD 1999)

(Sonic Malade/Efa)

UntotenDie UNTOTEN veröffentlichen ihre Alben mit der Präzision  eines Uhrwerks, in jedem Herbst darf man sicher sein, dass es etwas Neues von unseren Berliner Lieblingen gibt. Sie haben sich ihren Erfolg auch wirklich verdient, denn von Anfang an haben sie alles selbst in die Hand genommen und eine klare musikalische Entwicklung erlebt, die sie um die Jahrtausendwende herum zu einer der wichtigsten Deutschen Undergroundbands gemacht hat.

„Schwarze Messe“ aus dem Jahr 1999 bietet musikalisch nun genau das, was der Titel verspricht und was mit dem Nachfolgealben „Vampire Book“ und „The Look Of Blasphemie“ perfektioniert wurde, nämlich finstere Gothic-/Dark-Wave-Songs, die sich von dem meisten, was heute so bezeichnet wird, meilenweit abheben. Dabei braucht die CD allerdings, mehr als die Vorgänger, eine gewisse Zeit, um sich im Ohr fest zu setzen, denn die ersten fünf Songs fangen etwas schleppend und ziemlich schwermütig an, bis dann mit dem sechsten Song „Black Blood“ ein echtes UNTOTEN-Meisterwerk auf den Hörer losgelassen wird. In irgendeiner Besprechung wurde das Lied mit den göttlichen Mephisto Walz vergleichen und so ganz schief liegt man damit nicht. Mit „Church Of Littleton“ ist auch einer der bis heute größten Clubhits der Berliner auf dem Album, in dem das Schulmassaker im amerikanischen Örtchen Littleton thematisiert wird. Nicht zuletzt durch diesen Song sind die UNTOTEN in Deutschland richtig bekannt geworden und bis heute dürfte es einer der beliebtesten unter den Fans sein.

Es ist wohl nicht ganz falsch, wenn man behauptet, das „Schwarze Messe“ ein Wendepunkt in der Bandgeschichte darstellt, zum einen, weil es das düsterste Album ist und zum anderen, weil es den Durchbruch, zumindest in der schwarzen Szene, bedeutete. Für das beste UNTOTEN-Album halte ich es allerdings bei weitem nicht. (A.P.)


UntotenUNTOTEN - Schwarze Messe (CD)

(Sonic Malade / Efa)

Da ist sie wieder, meine liebste Band aus Berlin, die ich seit der ersten CD verfolge und mag und bei der ich bis heute vergeblich auf einen Live-Auftritt in Hamburg gewartet habe, aber das soll sich laut Info-Beipackzettel im Jahr 2000 ändern. UNTOTEN hat endlich einen großen Vertrieb gefunden und mit EFA sicherlich einen guten Griff getan. Die Band ist immer noch genauso düster, wie man es seit den letzten CDs gewohnt ist, schwebende, gruselige Klangwelten entführen uns in Geisterschlösser und erzeugen eine Gänsehaut nach der anderen. Greta Csatlos behauptet sich auch hier wieder als Queen oder gar Göttin des Gothics. Ich weiß, ich bin hemmungslos subjektiv, aber es gibt nichts schlechtes über UNTOTEN zu sagen. Es gibt einen Haufen wunderbarer neuer Songs, einige instrumental, dann gibt es ein wunderschönes Lied namens "Black Blood" und ein monumentales "Church Of Littleton", wobei man auch sieht, daß die Band aktuelle Dinge aufgreift, aber auf eigene Weise interpretiert. Es bleibt mir nichts anderes zu sagen, daß UNTOTEN absolute Pflicht sind und noch niemals enttäuscht haben! (H.H.)


UntotenUNTOTEN - Kiss Of Death (CD)

(Sonic Malade, Postfach 529, 10127 Berlin, Germany)

Es gibt wieder neues von dem "Label eures Mißtrauens", wie es sich selbst nennt. Das ist auch durchaus berechtigt, denn man kann niemals vorher wissen, was SONIC MALADE nun wieder ausstößt. In diesem Falle ist es die neue CD von UNTOTEN, ich sage es unumwunden: Es ist die beste Berliner Band, die ich kenne. Das liegt ganz einfach daran, daß UNTOTEN sich nicht festlegen läßt. Was als (ziemlich origineller) Trash begann, entwickelte sich mit der Zeit zu einer Musik, die ich irgendwie nicht so richtig beschreiben kann. Die Trasheinflüsse sind sehr stark in den Hintergrund getreten, heute klingt UNTOTEN mehr wie Siouxsie And The Banshees (z.B. bei "Sperm Finger"), manchmal wie Cocteau Twins, aber nicht so weichgespült. Irgendwie schwebt über allem der Hauch des Morbiden, eine Art Teufelsatem, der sich im übrigen auch auf die Texte niederschlägt und diese blutrot färbt. Diese sind übrigens dieses Mal in englisch gehalten (was ich zugegebenermaßen etwas bedauere). Doch es geht weiterhin um etwas bizarre Dinge, wie z.B. dem Herrn der Fliegen, Jack The Ripper und in "Welcome Space Brothers" wird man textlich fast an Kassierer´s "Ausserirdischer, wo befindet sich dein After..." erinnert. Abschließend muß ich Euch nochmal das Programm von SONIC MALADE wärmstens ans Herz legen, es gibt prima CDs, morbide T-Shirts und auch Vinyl-EPs. Unter den Telefon-Nummer 030-6241515 könnt Ihr näheres erfahren und bestimmt auch eine Bestell-Liste ergattern! (H.H.)


UNTOTEN - Hab keine Angst Veluzifer (CD)

(Sonic Malade, Postfach 529, 10127 Berlin, Germany)

UNTOTEN aus Berlin haben auf ihrem letzten Tonträger brutalen Hardcoregrindtrash mit krasser Kreischstimme und größter Härte vorbeigebracht. Doch was einen hier nun auf "Hab keine Angst Veluzifer" um die Ohren weht, ist, ich kann es nicht anders ausdücken, schlichtweg genial und das ist noch milde ausgedrückt!!! Musikalisch hat sich die Band um fast 180 Grad gedreht und ist nun ziemlich melodisch und dunkel geworden. Nicht bei allen Songs natürlich, bei eingen hört man die gewohnt (aber auch guten) UNTOTEN kreischen. Das Label nennt diese Richtung auf der neuen CD den "New Wave Of Grind" und das ist nicht falsch. "Warten auf den Tod" z.B. ist extrem düster und deprimierend, aber trotzdem irgendwie nicht klischeemäßig durch die gute Stimme von Greta Csatlós. Und dann muß man auf alle Fälle noch die schönen Texte erwähnen, die es allemal wert sind, sie genau durchzulesen! Selten hat mich eine CD derartig begeistert und das sind hier jetzt keine hohlen Sprüche!!! Das Berliner Label SONIC MALADE (Untertitel: Kranke Musik für kranke Zeiten) macht sich und hat mit dieser CD einen absoluten Trumpf in der Hand. Es bleibt zu hoffen, daß diese CD hier nicht allzusehr im Untergrund bleibt, sondern etwas bekannter wird. (H.H.)


UNTOTEN - Maultot (CD)

(Sonic Malade)

Endlich kommt auch im Trash-Bereich mal wieder was richtig gutes und vor allem originelles auf CD raus. Die UNTOTEN aus Berlin bestehen aus drei Leuten mit Greta Csatlós am Baß und am Gesang, tönend und krächzend wie eine Furie und noch David A.Line an der Gitarre und Kelly Kaliber an den Drums. Was die Musik eigentlich in erster Linie anders macht, ist die sonst wohl recht selten verwendete deutsche Sprache, die man aber meistens trotz allem nicht versteht. Die Band hieß früher ZIZA, war eine Punkband und kommt aus dem Ruhrpott, heute ist der Name halt wie oben genannt umgeändert, man wohnt in Berlin und nach Veröffentlichung der ersten CD "In den Mund genommen, Poser" kommt hier nun die zweite CD, die leider mit nur knapp 25 Minuten viel zu kurz ist, dafür aber umso heftiger, kreischende, treibende Metalgitarren zu einer, es wurde zwar im Info schon zu oft verwendet, aber trotzdem kaum anders zu beschreiben, Kreissägenstimme seitens Greta, die bei "Rassist" klingt wie eine furienhafte und höchst verqualmte und versoffene Nannini. Ihr seht mich mal wieder richtig begeistert und die CD kommt mit einem echten Pflaster über dem Mund. Überhaupt sieht die CD recht trashig einfach aus, nur schwarzweiß-kopiertes Cover und ein kopiertes DIN A4-Blatt als Textblatt, aber genau daß gibt der CD das Ansehen einer echten Independent-Produktion, denn Trashbands mit Hochglanz-20-Seiten-Booklets sind irgendwie auch nicht so richtig glaubwürdig. (H.H.)


Und sowas mögen wir auch sehr gern, wenn im Info-Blatt der CDs Zitate aus unserem BACK AGAIN vermerkt sind.
Untoten