BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE

SKEKSIS – Zombielieder / Phase Gelb (CD 2005)

(www.skeksis.de )

Wenn eine Band schon einen so ungewöhnlichen Namen wie SKEKSIS hat, der sich aus den Worten Skepsis und Keks zusammen setzt und wenn diese Band dann auch noch dem Rezensenten als Bestechung einen keks mitschickt, erwartet man von der Msuik auf der selbst produzierten CD auch etwas besonderes. Das bekommt man dann auf „Zombielieder / Phase Gelb“ auch geboten, nämlich eine Sammlung sehr unterschiedlicher Songs, die sich stilistisch aus allen möglichen Genres bedienen, ohne diese einfach zu kopieren, wobei die basis im Großen und Ganzen New Wave ist...in allen seinen Spielarten.

„Neonapoleonistisch“ jklingt gleich zum Anfang ein wenig wie die frühen Throwing Muses...bis hin zum Songtitel. Starker Anfang, der gleich vom „Zombielied“ fortgesetzt wird. Das könnten wavige Rosenstolz sein, was absolut positiv gemeint ist. Wie etwas glattere Stimmen Der Stille (kennt die noch jemand?) erscheint „Mich An Mich“ und „Perfect Splashdown“ ist angenehm poppig, fast schon eine kleine Hymne. Dunkler im Stile von Siouxsie Sioux oder Lene Lovich kommt „Electric Bird“ aus den Boxen, eher durchwachsen hingegen und in meinen Ohren der schwächste Song des Albums ist „Stern“ und bei „Zungenbiss“ geht es ein wenig in Richtung Dark Wave. „Soul Lotion“ ist sehr eingängig, leidet aber ein wenig an der eigenwilligen Betonung des englischen Textes, wobei die Frage ist, ob das mit Absicht so gesungen ist. Treibend und auch sehr eigen ist „Phase Gelb“ mit einigen Bläsereinsätzen...klingt beinahe entfernt ein bisschen wie The Teardrop Explodes. So abwechslungsreich geht es auch bei den restlichen Songs weiter.

Eine sehr vielseitige und eigenwillige Band, die wunderbaren Indie-Pop mit einer gehörigen Portion New Wave irgendwo zwischen den erwähnten Stimmen Der Stille, Throwing Muses und Rosenstolz spielt, oder auch Alternative-Pop mit Siouxsie And The Banshees-Anklängen, der auch mal was von Lene Lovich hat. Ein wirklich sympathisches Album, das sehr natürlich wirkt und in Zeiten, in denen deutschsprachige Popmusik wieder oben in den Charts steht, ähnlich eigenständig und gut wie Klee ist.Die Stimme der Sängerin Zoe Side macht die Güte des Albums zwar nicht alleine aus, hat aber einen überragenden Anteil daran. Sollte man im Auge und Ohr behalten! (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden