| O BABY SUPERSTITION PEEPSHOW TINDERBOX HYAENA ONCE UPON A TIME - THE SINGLES JUJU KALEIDOSCOPE JOIN HANDS SIOUXSIE AND THE BANSHEES O Baby (MCD 1995) (Polydor) Eigentlich sollte man dieses Machwerk ja keines Wortes würdigen, aber einige Worte der Warnung sollten fairerweise sein. Das das neue Material von SIOUXSIE kommerziell sein würde, war ja ziemlich klar, aber das es so schlimm werden würde, hatte selbst ich als notorische Pessimist nicht erwartet. Das neue "O Baby" ist leider dermaßen miserabel, das man schon sehr viel Phantasie braucht, um das noch Independent zu nennen. Denn es ist alles, nur das nicht. Klar, Musiker entwickeln sich, verändern sich wie alle Menschen, aber das sich die Punk- und Gothic-Heroe in ein Trallala-Singsang-Happy-Chartbreaker-Girl (welch Wortkreation!) verwandeln würde, hätte ich selbst nach dem ohnehin schon sehr kommerzigem "Face To Face", welches ich übrigens noch recht gut finde, nicht geglaubt. Ich argwöhne, daß hier höhere Mächte im Spiel sind, will sagen, irgendwelche Labelbosse. Ich weigere mich zu glauben, daß dieser Müll auf SIOUXSIE´s Mist gewachsen ist. So, jetzt wird die Maxi-CD weggeräumt, sie kommt gleich neben Cure´s "Wish" und Sister´s "Temple Of Love ´92". (B.I.) SIOUXSIE
AND THE BANSHEES – Superstition (LP/CD 1991) (Wonderland/Polydor)
SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Peepshow (CD 1988)
SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Tinderbox (CD 1986)(Wonderland/Polydor) Mit Tinderbox vollzogen SIOUXSIE AND THE BANSHEES nach Hyaena endgültig die Wende zur Popband. Der Wave vergangener Tage war zwar noch durchzuhören, vor allem natürlich durch SIOUXSIE´s prägnante Stimme, vom Punk und Gothic der Anfangstage war aber nichts mehr zu hören. Mit Candyman und vor allem Cities In Dust enthält Tinderbox zwei recht erfolgreiche Single-Auskopplungen. Vor allem das Video von Cities In Dust lief bei den damals existenten Musikkanälen rauf und runter. Mit diesem durchgehend angenehm anzuhörenden Album sind SIOUXSIE AND THE BANSHEES endgültig erwachsen geworden. Die CD enthält gegenüber der LP fünf weitere Titel, nämlich die komplette Cities In Dust 12 und die B-Seite der Candyman 12. (A.P.) SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Hyaena (CD 1984)(Wonderland/Polygram) Mit der 1983er Single Dear Prudence eröffneten sich SIOUXSIE AND THE BANSHEES den Weg in kommerziell erfolgreichere Gefilde und nach dem eher mittelmäßigen Live-Album Nocturne wurde es Zeit ein neues Studioalbum aufzunehmen. 1983/84 erfanden irgendwelche Journalisten ein sogenanntes Neo-Psychedelica-Revival, zu dem auch The Glove´s Blue Sunshine und Cure´s The Top gerechnet wurden und eben auch Hyaena. Bezeichnend ist, daß an allen drei Alben Robert Smith beteiligt war, dessen Gitarrenstil hier recht prägend zum Vorschein kam. Letztendlich ist Hyaena natürlich nichts anderes als ein Popalbum mit vielen Wave-Einflüssen und tatsächlich ein paar psychedelischen Momenten. Auch wenn SIOUXSIE SIOUX es nie eingestanden hat, war Smith´s Einfluß auf die Platte sicherlich nicht gering. Eröffnet wird die Platte vom hymnenhaften Dazzle, auch als Single ausgekoppelt, das zu meinen ewigen SIOUXSIE-Favoriten gehört. Die andere Single Swimming Horses weiß ebenso zu gefallen, wie der unter Fans beliebte Bandklassiker Bring Me The Head Of The Preacherman. Mit We Hunger und Belladonna sind weitere Titel vertreten, die locker das Zeug zur Single-Auskopplung gehabt hätten. Lange Zeit war Hyaena mein liebstes SIOUXSIE-Album. Das hat sich zwar etwas zugunsten von Juju verschoben, aber dennoch lege ich Hyaena noch häufig auf, denn man kann das Album locker am Stück durchhören. Letztendlich hat diese Platte den Weg gewiesen, den SIOUXSIE AND THE BANSHEES einige Jahre später mit Peepshow perfektioniert haben. Die Zeiten, der wilden, punkigen SIOUXSIE SIOUX waren hier längst vorbei und die Phase der unnahbar scheinenden Diva begann. Mit Tinderbox und Peepshow folgten noch zwei tolle Platten, unterbrochen von der Coverversionen-Platte Through The Looking Glass, bevor mit Superstition leider das Ende der Gruppe eingeläutet wurde, das mit der guten The Rapture-Platte nur noch halbherzig aufgehalten wurde. (A.P.) SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Once Upon A Time - The Singles (CD 1981)(Polydor) Nach dem vierten SIOUXSIE Album Juju wurde es Zeit, die Singles, die teilweise nicht auf den Alben enthalten waren, mal kompakt zusammenzufassen. Von der ersten Single Hong Kong Garden und den beiden Nachfolgern The Staircase (Mystery) und dem genialen Playground Twist zu den Wave-Klassikern Happy House, Christine und Israel bis hin zu Arabian Knights und Spellbound sind alle frühen Hits enthalten, dazu noch die Frühwerke Love In A Void und Mirage (die beide nicht auf der gleichnamigen Videocompilation drauf sind, dafür findet sich dort aber der Clip zu Red Light). Zu dieser Zeit schlossen SIOUXSIE AND THE BANSHEES mit ihrer Punk- und New Wave-Phase schon fast ab, es folgte ein Jahr später noch A Kiss In The Dreamhouse, bevor man sich mit Hyaena noch etwas halbherzig, danach mit Tinderbox jedoch vollkommen dem anspruchsvollen Pop zuwendete. Da einige Titel dieser Compilation auf den normalen Alben nicht zu finden und außerdem alle Texte abgedruckt sind, darf Once Upon A Time in keiner SIOUXSIE-Sammlung fehlen. (A.P.) SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Juju (LP1981/CD1989) (Polydor) Als
SIOUXSIE-Fan seit fast 15 Jahren habe ich es erst vor kurzem geschafft,
mir nach und nach mal die Veröffentlichungen als CDs nach zu kaufen,
deshalb auch erst jetzt eine Kritik zu diesem beinahe besten Album der
Band. Mit „Kaleidoscope“, „Juju“ und „A Kiss In The
Dreamhouse“ kamen Anfang der 80er drei Alben der Band nacheinander
heraus, die alle das Prädikat New Wave-Klassiker verdienen. Mit diesen
Platten haben SIOUXSIE AND THE BANSHEES das Wave Genre geprägt, wie kaum
eine andere Gruppe, abgesehen vielleicht von The Cure und Joy Division.
Waren auf den ersten Alben „The Scream“ und „Join Hands“ noch die
Punkwurzeln spürbar, so kam „Kaleidoscope“ unterkühlt-minimalistisch
daher und „A Kiss In The Dreamhouse“ schon deutlich eingängiger,
bis hin zu den reifen Popalben „Tinderbox“ und „Peepshow“.
„Juju“ ist die perfekte Mischung aus all dem. Einerseits noch rauh und
wild, andererseits schon melodiös. Mit „Spellbound“ und „Arabian
Knights“ sind auf der Platte zwei grandiose und auch kommerziell
erfolgreiche Charthits vertreten. Dazu die Wave-Klassiker „Monitor“
und „Halloween“ und einer der vielleicht besten SIOUXSIE-Songs überhaupt:
„Into The Light“, der meiner Meinung nach zu unrecht kein Klassiker
geworden ist. Mit „Night Shift“ ist auch ein weiterer SIOUXSIE-Song
hier erstmals erschienen, der sich mit seiner dunklen Atmosphäre neben
„Israel“ zu einem der beliebtesten Live-Songs der Band entwickelt
hatte. Auch mit den restlichen drei Songs „Sin In My Heart“, „Head
Cut“ und „Voodoo Dolly“ bleibt die Qualität der Platte erhalten, so
daß es sich bei „Juju“ definitiv um eines der drei wichtigsten und
besten SIOUXSIE-Alben handelt, die in jeder Wave-Sammlung enthalten sein
sollten! (A.P.)
SIOUXSIE AND THE BANSHEES - Kaleidoscope (CD 1980)(Polydor) Neben Cure waren SIOUXSIE AND THE BASNHEES wohl die prägendste Band für den Wave der frühen 80er. Nach dem punkigen The Scream und dem frühen Gothic-Rock Werk Join Hands begann mit Kaleidoscope 1980 SIOUXSIEs New Wave Phase, was einerseits sicherlich an den Bandumbesetzungen lag, andererseits aber auch an der zu dieser Zeit vorherrschenden Loslösung von ausverkauften Punkidealen. Nicht unterschlagen sollte man auch die Tatsache, daß aus den Bandmitgliedern schlicht und einfach bessere Musiker geworden waren. Kaleidoscope eröffnet SIOUXSIEs Wave Trilogie, die mit dem genialen Juju und der perfekt produzierten A Kiss In The Dreamhouse fortgesetzt wurde. Für mich sind das die drei besten SIOUXSIE Platten, nicht jeder wird so denken. Kaleidoscope ist minimalistisch, manchmal sogar kalt, brachte aber mit Happy House und Christine zwei zeitlose Hitsingles vor, die auch heute noch gerne in guten (!) Wave-Discotheken eingesetzt werden. Das beliebteste Lied unter Fans dürfte hier natürlich Red Light sein, ein schlicht und einfach perfekter New Wave Song. Als Live Klassiker hat sich Paradise Place erwiesen, aber auch die übrigen Lieder fügen sich nahtlos in die Reihe der schon erwähnten ein. Damit gehört Kaleidoscope sicherlich zu den Klassikern des New Wave, auch wenn mir persönlich Juju noch ein bißchen besser gefällt. (A.P.) SIOUXSIE
AND THE BANSHEES – Join Hands (LP/CD 1979/1989) (Polydor)
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