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THE
RAVEONETTES – Chain Gang Of Love (CD 2003)
(Columbia/Sony)
Irgendwann
vor einigen Wochen sah ich auf einem der vielen Musiksender, wahrscheinlich
bei der Sendung von Charlotte Roche, einen Videoclip der dänischen Band THE
RAVEONETTES, der sehr kraftvoll und laut war. Ich notierte mir gleich den
Bandnamen und kaufte mir dann dieses Album der Gruppe…ein absoluter
Glücksgriff, wie sich schnell herausstellte, denn die CD ist ein echter
Knaller, voller Power, lauter Gitarren und zuckersüßer Melodien, die man
unter den verzerrten Gitarren schnell entdeckt. Im Zuge des Erfolges von
Bands wie The Strokes und White Stripes dürften auch THE RAVEONETTES gute
Chancen haben, ein breites Publikum anzusprechen, obwohl sie eigentlich zu
schräg für den Popmarkt sind. Klingt alles ziemlich nach der
Erfolgsgeschichte von The Jesus And Mary Chain in den 80ern, oder?
„Automatic“ von den Engländern ist dann auch gleich der treffende Vergleich,
denn THE RAVEONETTES könnten die Jesus And Mary Chain des neuen Jahrtausends
werden. Lange hat mich kein Gitarrenalbum so sehr begeistert, wie dieses.
Wer dazu auch noch ein wenig die guten alten The House Of Love mag,
abgerundet mit einer Prise 60s Westcoast-Rock´n´Roll, liegt hier
goldrichtig. Jeder einzelne Song hat etwas ganz eigenes, mal kreischend und
schnell, mal bluesig-ruhig, mal einfach poppig, aber immer gut.
Wahrscheinlich ist „Chain Gang Of Love“ das lauteste Popalbum des Jahres
2003, auf jeden Fall ist es aber eines der besten. Der gute alte Indie-Rock/Pop
lebt also immer noch…gut so! (A.P.) |