BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE

OF A MESH – Broken
OF A MESH – s.t.

OF A MESH – Broken (12“EP 1987)

(???)

Auch die zweite, und leider schon letzte, eigene Vinyl-Veröffentlichung der Amis OF A MESH kann durchgehend überzeugen und ist ein gesuchter Death-Rock-Klassiker, der es beinahe mit der „Strobelight Funeral“ EP von Screams For Tina aufnehmen kann. Insgesamt scheinen die Songs etwas melodiöser geworden zu sein und die verhallten Gitarren lassen hier und da an frühe Fields Of The Nephilim denken, allerdings verbietet sich ein direkter Vergleich, da der Gesang doch völlig anders ist. Der nämlich hat gelegentlich etwas von Echo And The Bunnymen, alles in allem also eine mehr als gelungene Mischung, die mich traurig werden lässt, dass ich solche Original-Bands damals nicht live erleben durfte. Trotz der eingängigeren Melodien gegenüber der Debut-Maxi, fehlt es hier auch nicht an der Härte, was einmal mehr zeigt, dass in den USA die Punk- und die Gothic-Szene weitaus mehr vermischt war, als in Europa. Wie immer kann man nur sagen: auf Flohmärkten oder Plattenbörsen zugreifen, wann immer die Platte zu finden ist. (A.P.)


OF A MESH – s.t. (12“ 1986)

(Black Afternoon Records)

OF A MESH gehören zu den kultig verehrten, aber über die Kernszene nie wirklich bekannt gewordenen Bands im Genre des Death-Rock. Mitte der 80er Jahre veröffentlichten sie zwei Maxis und einige Demotapes, sowie einen Song auf dem „Sorority“-Sampler.

Die unbetitelte 12“ von 1986 enthält 3 Songs, die allesamt lupenreiner Death-Rock im Stile der 80er Jahre sind. Das macht die Scheibe natürlich zu einem gesuchten und zumindest in Europa teuren Sammlerstück, das locker neben den Platten von Bands wie Fade To Black, The Plague, Voo-Doo Church, Funeral Party oder Ex-Voto bestehen kann. Ich denke mal, live kam der raue Gitarrensound noch genialer rüber, als auf Platte, aber auch hier werden Liebhaber von US-Gothic-Rock Tränen der Freude in die Augenwinkel bekommen.

Durch den gelegentlichen Einsatz einer Violine erinnert der Sound hin und wieder an die Engländer Sunglasses After Dark, die ja auch zu den besseren Bands des Genres gehörten.

Wie immer bei derartigen Vinyl-Schätzchen gilt: zugreifen, auch, wenn der Preis wahrscheinlich etwas ärgerlich sein dürfte, aber allzu häufig wird man die Scheibe nicht zu Gesicht bekommen. (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden