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THE MARK OF
CAIN – Battlesick (LP/CD 1989)
(Normal
Records/Rough Trade)
In
den letzten rund 25 Jahren hat man viele gute australische Bands gehört,
angefangen bei den Saints und Birthday Party. Die meisten hat man, häufig
zu Unrecht, schnell wieder vergessen, so auch THE MARK OF CAIN, die 1989
in Australien ihr Debutalbum vorgelegt haben, das in Deutschland von
Normal Records lizenziert wurde. Als erstes fällt das schön gestaltete
Digipak der CD-Version auf. Musikalisch lässt sich die Band schwer
einordnen, denn es werden verschiedenste Einflüsse verarbeitet und am
Ende kommt ein relativ harter Düster-Rock heraus, der ohne jede
Weinerlichkeit oder Selbstmitleid auskommt. Man nehme Joy Division und
Birthday Party, packe einen Schuss frühe Ausgang hinzu und verfeinere das
Ganze mit einer kleinen Prise Die Haut. Schade, dass die Gruppe sich in
Europa nicht durchsetzen konnte, denn ich hätte gerne mehr so coole Songs
wie „Wake Up“ oder „Dead Man´s Mail“ gehört. Wer auf dunklen
Gitarren-Rock steht, der mehr vom Punk- als vom Gothic-Rock beeinflusst
ist, dürfte hier genau richtig sein. Auch wer eine rockigere Variante von
Im Affekt oder den frühen Arts & Decay ein Ohr leihen würde, macht
hier nichts falsch. Mit den Hamburgern Buxom Coxcomb oder George &
Martha brauche ich THE MARK OF CAIN wohl nicht vergleichen, die kennt
wahrscheinlich sowieso keiner mehr. „Battlesick“ sollte man auf Flohmärkten
nicht stehen lassen! (A.P.)
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