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LACRIMOSA
– Alles Lüge
LACRIMOASA -
Inferno
LACRIMOSA -
Satura
LACRIMOSA - Einsamkeit
LACRIMOSA
– Angst
LACRIMOSA
– Alles Lüge (MCD 1994)
(Hall Of
Sermon/SPV)
Mit der Maxi-CD „Alles Lüge“
veröffentlichten LACRIMOSA noch einmal den, durch den dritten
Zillo-Sampler bekannten Titel, der in den Discos schon einen großen
Erfolg hatte. Man kann ja von LACRIMOSA halten, was man will, aber die
Melodie dieses Titels ist einfach gut und wenn man in die Disco geht,
achtet man nicht so auf die Texte, die mir persönlich doch etwas zu
aufgesetzt wirken, dafür kenne ich Tilo Wolff aber zu wenig, um ein
abschliessendes Urteil abgeben zu können. Der sogenannte „Sanguis
Mix“ des Titelstücks ist durch seine Metalgitarre und Möchtegern-Härte
dann allerdings doch arg mißglückt. Der „Dirus Mix“ von Diener
Deines Geistes beginnt verheißungsvoll im Stile amerikanischer
Gothicrock-Bands, geht dann aber in ein Billy Idol-mäßiges
Durchschnittsstück über. Könnte ohne Probleme im Tagesprogramm jedes
Radiosenders laufen. Mit „Ruin“ ist letztendlich noch ein neues Stück
auf dieser Maxi vertreten. „Ruin“ klingt dann auch wieder eher so, wie
man es von LACRIMOSA erwartet. Ruhig, schleppend und textbetont, obwohl
ich nicht weiß, was ich mit einer Textzeile wie „doch mit keinem Blick
hast du mich erhört“ anfangen soll. Irgendwie ist das alles nicht so
meine Musik, aber andererseits kann ich mir die CD problemlos anhören,
ohne mich zu langweilen. Ein Produkt, das wohl hauptsächlich auf den
Disco- und Radioeinsatz abzielt. (A.P.)
LACRIMOSA
– Inferno (1995)
(Hall of
Sermon/eastwest)
Mit
„Inferno“ liegt das vierte Album von LACRIMOSA vor, und bei LACRIMOSA
hat sich einiges getan. Auf der einen Seite ist man teilweise deutlich
rockiger geworden, auf der anderen Seite hat Tilo Wolff hier zum ersten
mal mit dem Barmbeker Symphony Orchester einige Songs mit Unterstützung
eines kompletten Orchesters eingespielt. Mit „No blind eyes can see“
ist hier auch zum ersten Mal ein Song vertreten, der nicht von Tilo
gesungen wird, sondern von Anne Nurmi, die seitdem zum zweiten festen
Mitglied bei LACRIMOSA geworden
ist. „No blind eyes can see“ ist neben „Copycat“ auch einer der
ersten englischsprachigen Songs der Band. „Copycat“ fällt noch von
daher auf, das er schon hart an der Grenze zum Metal ist, sozusagen der härteste
LACRIMOSA-Song
bisher. Bleibt abschließend zu sagen, daß auch "Inferno"
wieder ein sehr gutes Gothic-Rock Album geworden ist und das Tilo Wolff es
versteht, die orchestralen Parts mit den rockigen gut zu verknüpfen.
Tracklist: Intro, Kabinett der
Sinne, Versiegelt glanzumströmt, No blind eyes can see, Schakal, Vermächtnis
der Sonne, Copycat, Der Kelch des Lebens
(PCR)
LACRIMOSA
– Satura (1993)
(Hall of
Sermon/eastwest)
Das
dritte Album von LACRIMOSA paßt meiner Meinung nach nicht ganz in die
Reihe der Veröffentlichungen. Klar ist hier immer noch zu erkennen, wer
diese Stücke geschrieben hat, aber irgendwie klingt das Album anders als
nach den ersten beiden erwartet. Mag daran liegen, daß das ganze Album
etwas experimenteller klingt, mit Instrumenten und Sounds, die bisher noch
nicht auf LACRIMOSA-Alben
zu hören waren, vielleicht liegts auch nur daran, daß ich beim ersten hören
von „Satura“ das Folgealbum schon kannte, aber bis heute bin ich der
Meinung, das „Inferno“, das vierte Album, die logischere Entwicklung
nach „Einsamkeit“ gewesen wäre. Trotzdem hat Tilo Wolff auch hier
wieder ein Meisterwerk abgeliefert. Die Musik ist, wie gewohnt, recht düster
und man ist der alten Instrumentierung treu geblieben. Die Texte sind wie
gewohnt sehr tiefsinnig und es gibt wahrscheinlich zu den meisten mehrere
Interpretationsmöglichkeiten. Alles in allem ein weiteres sehr gutes
Gothic(-Rock) Album der Band.
Tracklist: Satura, Erinnerung,
Crucifixio, Versuchung, Das Schweigen, Flamme im Wind
(PCR)
LACRIMOSA
- EINSAMKEIT (CD)
"Einsamkeit"
ist das zweite Album von LACRIMOSA, das schon etwas rockiger geworden
ist. Es dominieren noch die bekannten Instrumente vom ersten Album,
allerdings wird hier auch schon des öfteren Bass- und E-Gitarre
eingesetzt. Während das erste Album "Angst" anscheinend von Tilo Wolff
fast im Alleingang eingespielt wurde (es werden keine Musiker im Booklet
erwähnt), wirkten bei "Einsamkeit" mehrere Musiker mit. Die
Spielzeit der einzelnen Songs liegt immer noch durchschnittlich bei fast
acht Minuten, allerdings wurde den Texten mehr Aufmerksamkeit geschenkt.
Es gibt weniger und kürzere Instrumentalpassagen. Besonders
hervorheben möchte ich hier noch Track sechs, "Bresso", der für mich zu
einem der besten Lacrimosa-Songs gehört. Alles in
allem eine gute und auch nachvollziehbare Weiterentwicklung zum ersten
Album.
Tracklist: Tränen der Sehnsucht (Part I
& II); Reissende Blicke; Einsamkeit; Diener eines Geistes; Loblied auf
die Zweisamkeit; Bresso
(PCR)
LACRIMOSA
– Angst (CD 1991)
Lacrimosa
ist wohl die bekannteste Gothic-Rock-Band in Deutschland. Auch ich habe
meine ersten Annäherungen an die Gothic-Szene durch LACRIMOSA erfahren.
Obwohl man bei den ersten Alben noch nicht von Band sprechen kann, da
LACRIMOSA nur aus Tilo Wolff besteht. "Angst" ist
das erste Album aus dem Jahre 1991. Damals klang LACRIMOSA noch
entschieden anders als heute. Die Musik ist ziemlich düster, es wird
viel Piano und orgelartige Keyboards eingesetzt und die Texte sind recht
knapp gehalten. Allerdings ist immer zu erkenne, das es LACRIMOSA ist, egal ob man nun die neueren Sachen kennt und dann in ein altes
Album reinhört oder umgekehrt.
Tracklist:
Seele in Not; Requiem; Lacrima
Mosa; Der Ketzer; Der letzte Hilfeschrei; Tränen der Existenzlosigkeit
(PCR)
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