BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE

INDEX SIGN – Second Exposure
INDEX SIGN - ...Entrance

INDEX SIGN – Second Exposure (LP 1982)

(No Fun Records)

Obwohl diese Platte auf dem Hans-A-Plast Label No Fun erschienen ist, kann man INDEX SIGN nicht guten Gewissens in die NDW Rubrik einsortieren, denn weder vom Sound, noch von der Sprache (Englisch) her, haben sie was mit NDW zu tun. Vielmehr spielt die Band eindeutig England-beeinflussten Gitarren-New Wave, der aus heutiger Sicht schon beinahe ein paar Gothic-Rock Anklänge hat. „Gift Of Beauty“ oder „Decisions“ könnten problemlos auf einem Sampler der „Ghostrider Of German Gothic“-Reihe erscheinen, ohne irgendwie negativ zwischen den anderen Titeln aufzufallen.. Wer eine etwas poppigere Variante der frühen Marquee Moon und Leningrad Sandwich mag, dürfte hier gut bedient werden. Manchmal fühle ich mich auch frühe englische Post-Punk-Bands erinnert oder auch an die Franzosen Les Provisoires, nur das INDEX SIGN nicht ganz so schräg waren. Ich habe die Platte seit Ewigkeiten nicht mehr gehört und mir war gar nicht mehr bewusst, was für eine Perle ich da im Schrank stehen habe. Auch hier gilt, wie bei vielen Gruppen aus den frühen 80ern: wenn jemand Kontakt mit den ehemaligen Bandmitgliedern haben sollte, wären wir für jede Info dankbar! Bis dahin, sollten sich alle Freunde von frühen deutschen New Wave Klängen auf Flohmärkten nach dieser Platte umsehen, extrem teuer sollte sie eigentlich nicht sein, denn selbst unter Sammlern sind INDEX SIGN nicht besonders bekannt. (A.P.)


INDEX SIGN - ...Entrance (LP 1981)

(No Fun Records)

Deutsche Band, erschienen 1981 auf dem Hannoveraner No Fun Label und trotzdem weder NDW, noch Punk, von beidem aber doch ein bisschen, allerdings mit englischen Texten. Da kann es sich doch nur um New Wave handeln, oder? Genau, auf „...Entrance“ bietet die längst vergessene Band guten Wave-Sound, der manchmal ein bisschen herumexperimentiert, aber auch die Punkwurzeln nicht völlig verleugnet. Manches klingt ein wenig nach frühen Werken von Patti Smith, aber auch deutsche Bands wie Leningrad Sandwich und White Russia kommen mir manchmal in den Sinn. Das Album ist durchgehend anhörenswert, enthält allerdings keinen richtigen „Knaller“, von dem man sagen würde, die Band hätte sich damit unvergesslich gemacht. Ehrlich gesagt, finde ich diese erste LP der Band noch etwas unausgegoren, ihren richtigen Stil hat die Band erst mit ihrem zweiten, wirklich guten, Album „Second Exposure“ gefunden. Alles, was das zweite Album ausmacht, ist zwar auch schon auf „...Entrance“ zu finden, aber eben noch nicht ganz ausgereift. Tracks wie „Machines“ können aber trotzdem überzeugen. Insgesamt kann man diese Platte als „typisches“ Produkt ihrer Zeit beschreiben, trockener, solider New Wave, der sich zwar nicht aus der Masse ähnlicher Veröffentlichungen hervorhebt, aber schon andeutet, was aus der Band noch werden sollte. (A.P.)