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FLESH FOR LULU – Big Fun
City
FLESH
FOR LULU – Blue Sisters Swing
FLESH FOR LULU – Big Fun City (LP 1985)
(Statik
Records)
Mit
„Big Fun City“, dem Nachfolgealbum zur erfolgreichen Debut-LP setzten FLESH
FOR LULU ihren Weg konsequent fort und haben wieder einmal eine tolle Platte
geschaffen, die so richtig für den guten alten 80er-Gitarren-Wave-Sound mit
leichten Gothic-Rock-Anklängen und grandiosen Melodien steht. Wer die „Blue
Sister Swing“-EP kennt, weiß, was ihn hier in etwa erwartet, rockige
Gitarren, irgendwo zwischen Psychedelic Furs, Wall Of Voodoo, Iggy Pop und
Billy Idol. Heutige Dark-Waver werden damit wohl wenig anfangen können, weil
die Musik so überhaupt nicht klischeehaft gruftig ist, aber wir haben als
Waver für diese Art von Musik gelebt und dazu getanzt, natürlich mit wilden
Frisuren und nicht einfach mit einer Metaller-Matte. Jeder Song klingt
anders und doch irgendwie immer ganz nach FLESH FOR LULU. Leider habe ich
die Band nie live erleben dürfen, aber da ging bestimmt ordentlich die Post
ab und bei Songs wie „Vaguely Human“ hat der Saal vor der Bühne
wahrscheinlich gekocht und die Meute hat geschlossen gepogt. Für Leute wie
mich, die sich rettungslos in 80er-Nostalgie verloren haben, ist eine Platte
wie „Big Fun City“ eine Art Lebenselexier. (A.P.)
FLESH
FOR LULU – Blue Sisters Swing (Mini LP 1985)
(Hybrid Records/Virgin)
„Blue
Sisters Swing“ gehört noch zu den früheren Werken von FLESH FOR LULU, die
seltsamerweise in Deutschland nie richtig bekannt wurden und heute nur noch
von wenigen „alten“ Leuten gekannt und geliebt werden. Mitte der 80er Jahre
haben sie jedoch regelmäßig Platten veröffentlicht und die New Wave-Gemeinde
ordentlich aufgemischt. Dabei haben sie eine ganz eigene Mischung aus
Gitarren-Rock, New Wave, Gothic-Rock und Stadion-Rock entwickelt, irgendwo
zwischen U2, Nick Cave And The Bad Seeds, Inca Babies und Psychedelic Furs.
Gleich der Opener „Seven Hail Marys“ rockt richtig gut los und ist
gleichzeitig ein Ohrwurm erster Güteklasse. Ich würde den Titel sogar als
kleinen 80er-Jahre Klassiker bezeichnen. Mit „Death Shall Come“ fühlt man
sich in die endlosen Wüsten eines Roadmovies versetzt und „I May Have Said
You´re Beautiful, But You Know I´m Just A Liar“ lässt den Hörer in selige
Birthday Party-Zeiten zurück schwelgen. Ähnlich geht es bei „Who´s In Danger“
weiter, bevor „Black Tattoo“ am Ende noch mal richtig losrockt.
Klasse Platte, die auch
nach bald 20 Jahren nichts von ihrer Energie verloren hat und nicht nur gut
ist, wenn man mal einen Nostalgietag einlegt. (A.P.) |