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FIELDS OF THE NEPHILIM
– Fallen - Kritik 1
FIELDS OF THE NEPHILIM – Fallen - Kritik 2
FIELDS OF THE NEPHILIM –
Fallen (CD 2002)
(Oblivion Records/SPV)
Jaja,
lange war das Album angekündigt, doch Herr McCoy und seine Mitstreiter
brauchten halt viel Zeit, um dieses Album fertig zu stellen, oder auch
nicht. Wie in der „Fachpresse“ Orkzillducer ausgiebig berichtet, weigert
Herr McCoy sich, Interviews zu dem Album zu geben, da er damit nicht
zufrieden ist und von der Plattenfirma nicht mal ein Vorabexemplar bekommen
hat und seine eigenen Lieder eigentlich auch gar nicht wieder erkennt. Was
für Drogen nimmt dieser Mann? Ich meine, selbst, wenn die jetzt
veröffentlichten Mixe nicht seinem Traum von einem Album entsprechen, ist
dieses provokative Beleidigtsein doch nur lächerlich. Wie auch immer, die
Plattenfirma ließ sich nicht mehr länger hinhalten und hat das Album nach
einer Vorabsingle nun auf den Markt geworfen. Unzählige FIELDS Fans werden
einen Dauer-Orgasmus haben. Da ich nie zu den ganz großen Verehrern dieser
Band gehörte (obwohl ich sie trotzdem immer gut fand), ging ich etwas
vorsichtiger an die Platte heran, zumal ich sie zu einem wirklich guten
Preis in der „Strictly Limited Edition“ erstehen konnte. Hier gefällt schon
mal das Äußere. Die normale CD in der normalen Hülle befindet sich in einer
Samt bespannten und Gold bedruckten Schachtel, die zusätzlich noch eine
Bonus-CD mit drei Titeln enthält, sowie drei aktuelle Bandfotos. Das ist
schon mal ganz hübsch und für 13,99 € auch im Preis annehmbar, zumal das
Teil mit Sicherheit bald ein Sammlerstück sein wird. Ach ja, Musik ist ja
auch noch auf der CD...
Einerseits kann ich
verstehen, dass Herr McCoy mit den nun veröffentlichten Mixen nicht ganz
zufrieden ist, denn die Fassungen der Songs klingen sehr rau, fast wie etwas
aufpolierte Demos. Das scheint zunächst nicht sehr professionell von der
Plattenfirma, andererseits könnte das aber ein genialer Schachzug sein, denn
gerade die nicht so perfekten Songs machen den Reiz dieser CD aus und ich
kann mir vorstellen, das viele Leute gerade das toll finden. Ich gehöre
dazu, denn glatt polierte Hochglanzproduktionen mag ich gar nicht.
Stattdessen klingen die Lieder hier absolut ursprünglich und sind wohl mehr
Gothic-Rock, als die FIELDS es noch auf ihrem bisher letzten Studioalbum
„Elysium“ praktiziert haben (wobei „Elysium“ natürlich trotzdem ein
Meisterwerk ist).
Musikalisch befinden sich
FIELDS OF THE NEPHILIM heute irgendwo zwischen ihren alten Werken und dem
McCoy Projekt The Nefilim, das heißt, alles ist deutlich härter, als früher,
ohne jedoch allzu sehr in Metal-Gefilde abzugleiten. Auch, was das Artwork
angeht, ist man sich treu geblieben, so dass die alten Fans eigentlich
bedenkenlos zugreifen dürfen. Ein bisschen hege ich ja die Hoffnung, dass
durch dieses Album der derzeit von Electro- und Future-Pop-Geseiere
klassische Gothic-Rock ein Revival erleben wird. Wünschenswert wäre es
allemal. Was soll man sonst hierzu schreiben? Wer die FIELDS früher mochte
und wer auf etwas härteren Gothic-Rock steht, mit Gothic-Metal aber nix
anfangen kann, wird hier perfekt bedient. Ob „Fallen“ ein Klassiker von der
Größe der Alben „The Nephilim“ und „Elysium“ wird, muss sich erst noch
zeigen. Zumindest hat die Band sich eindrucksvoll zurück gemeldet.
Trotz (oder gerade wegen)
der ganzen Streitereien hat die CD ihre Existenzberechtigung und es würde
mich nicht wundern, wenn bald eine „Digitally Remastered Version“ oder so
des Albums rauskommen würde, da kann man dann nämlich bei den Sammlern
gleich noch einmal abkassieren... (A.P.)
FIELDS OF THE NEPHILIM –
Fallen (CD 2002)
(Oblivion Records/SPV)
Nach
über einem Jahrzehnt ein neues Album von Fields of the Nephilim (www.fieldsofthenephilim.co.uk)
oder soll es nur als ein solches verkauft werden? Man hört und liest
überall, dass Carl McCoy, Kopf der Band, sich weigert, diesen Release zu
autorisieren und anhand des vorliegenden Ergebnisses mag ich das auch gern
glauben. Das Album mit einer Länge von 40 Minuten, bei dem von den 10 Songs
2 Songs ("Darkcell AD" und "One More Nightmare") schon vor länger Zeit als
Maxi veröffentlicht wurden und 2 weitere Songs ("Dead To The World" und "Premonition")
nichts weiteres als Intros zu den darauf folgenden Liedern zu verstehen
sind, wirkt unfertig und unproduziert. Einfach nur Stückwerk. Die Qualität
der Alben "The Nephilim" und "Elizium" wird in keinster Weise erreicht. Es
drängt sich verstärkt der Eindruck auf, dass die Plattenfirma schnell
Einnahmen generieren möchte und es gibt leider einige Szene Zeitschriften,
die dieses Stückwerk auch noch enorm pushen. Demjenigen, der an den Kauf
dieses Albums denkt, kann ich nur dringendst empfehlen, sich dieses Album
vorher genau anzuhören, denn außer "Hollow Doll" mag ich keinen wirklich
guten Song entdecken. Schade, da ist eine Chance vertan worden. Bleibt nur
zu hoffen, dass Carl McCoy mit einer anderen Plattenfirma noch einmal
richtig zurückkommt. (deathwalker)
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