BACK AGAIN: WAVE / GOTHIC / DARK WAVE
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ECHO AND THE BUNNYMEN – Live In Liverpool ECHO AND THE BUNNYMEN – Live In Liverpool (DVD 2002) (Cooking Vinyl)
Das Cover der DVD ist ganz im Stil der frühen Alben der Band gestaltet und lässt Erinnerungen an die gute alte Zeit des New Wave aufkommen. Auch die Musik wurde zum Glück nicht zu sehr auf modern getrimmt, so dass die Fans der Originalwerke voll auf ihre Kosten kommen. Die Bühnenshow ist zurückhaltend, im Hintergrund laufen einige Videoprojektionen, dazu ein bisschen Licht und eine ziemlich cool rüber kommende Band, deren Sänger immer noch eine Wahnsinnsausstrahlung hat. Bei Songs wie „Lips Like Sugar“, „Bring On The Dancing Horses“, „Over The Wall“ oder „The Back Of Love“, fühlt man sich gleich rund 20 Jahre jünger. Wenn dann aber absolute Klassiker wie „Ocean Rain“, „The Cutter“ und „The Killing Moon“ angestimmt werden, möchte man fast weinen, obwohl, das muss ich zugeben, „The Killing Moon“ nicht so monumental kommt, wie auf dem Album. Trotzdem bleibt dieses Lied aber einer der größten Popsongs überhaupt! Die Gitarrenklänge schneiden sich wie gespannter Draht mitten ins Gehirn, besonders auch bei „The Cutter“. Einer der genialsten Gitarren-Wave Songs überhaupt ist das leider häufig unterschätzte „Villiers Terrace“. Das ganze Konzert ist gut geschnitten, vom Sound her einwandfrei und mit einigen optischen Effekten verfeinert. Eine große Show darf man nicht erwarten, dafür aber eine ausgesprochen atmosphärische Umsetzung. Als Bonus gibt es noch Liveversionen von „Crocodiles“ und „Zimbo (All My Colours)“, die optisch jedoch nur mit den Hintergrundvideos (nehme ich mal an) unterlegt sind und keine Livebilder zeigen. Das ist allerdings besonders schön, da die Hintergrundvideos unzählige Szenen der frühen ECHO AND THE BUNNYMEN enthalten. Weiterhin gibt es noch die Videoclips zu „It´s Alright“ und „Make Me Shine“ zu bewundern, so dass diese DVD ein rundum schönes Teil ist. Jetzt wäre es auch noch wünschenswert, wenn die früheren Videos auch noch auf DVD veröffentlicht würden. Wer ECHO AND THE BUNNYMEN bisher nicht kennt, sollte sich ruhig diese Scheibe zulegen, denn im Prinzip ist es auch eine „Greatest Hits“ Zusammenstellung. Immerhin gehört die Band neben The Jesus And Mary Chain und The Smiths zu den Begründern des heutigen Brit-Pop, und für mich persönlich sind sie sogar größer als die unsterblichen Chameleons. (A.P.) ECHO AND THE BUNNYMEN – BBC Radio 1 Live In Concert (CD 1991) (Windsong/Pinnacle) Als ich heute Morgen beim Anziehen nebenbei irgendeinen Musiksender im Fernsehen laufen hatte und da die Engländer Coldplay gezeigt wurden, hatte ich den unwiderstehlichen Drang, gleich eine ECHO AND THE BUNNYMEN CD einzulegen und griff zu diesem 1988er Live-Konzert. Zu der Zeit waren die Mannen um Sänger Ian McCulloch in England wirklich groß und spielten zudem noch in der Originalbesetzung. Zu Recht hat die Band vor einigen Monaten einen Preis als Band bekommen, dafür, dass sie junge Bands in den vergangenen Jahrzehnten maßgeblich beeinflusst und inspiriert hat. Das hier vorliegende Konzert wurde im Januar 1988 in Liverpool aufgenommen und enthält knapp eine Stunde lang jede Menge Hits und Bandklassiker in Top-Soundqualität. Mit „Rescue“, „Back Of Love“, „Seven Seas“, „Bedbugs And Ballyhoo“, „The Cutter“ und „Lips Like Sugar“ sind eine Menge echter Gitarren-Wave-Megahits der 80er Jahre vertreten, die ein ganzes Genre geprägt haben, dazu noch Fan-Favoriten wie „Heaven Up Here“, „Zimbo“, „Show Of Strength“ und einige weitere. Da kann man als Liebhaber der Gruppe aus Liverpool doch gar nichts mehr falsch machen. Ein solides Livealbum ohne Makel von einer der besten Bands überhaupt. (A.P.)
ECHO AND THE
BUNNYMEN – Ocean Rain (LP/CD 1984)
Nach den drei sehr erfolgreichen Alben „Crocodiles”, „Heaven Up Here” und „Porcupine” und diversen Singlehits, war die Erwartung an „Ocean Rain” sehr groß. ECHO AND THE BUNNYMEN konnte sie 1984 jedoch vollständig erfüllen und legten zwar das glatteste und poppigste Album bis dahin ab, ohne jedoch in seichte Popgefilde abzudriften. Mit „Silver“ und „Seaven Seas“ sind neben einigen etwas experimentelleren Songs zwei absolute Ohrwürmer vertreten. Der unübertroffene Höhepunkt ist jedoch der Klassiker „The Killing Moon“, der definitiv zu den größten Popsongs aller Zeiten gehört. Alleine deshalb ist „Ocean Rain“ eine Pflichtplatte, nicht nur für Fans von Gitarren-Wave, sondern für jeden Menschen, der nach dem perfekten Popsong sucht. Hier ist ein Beispiel dafür!!! „Ocean Rain“ ist zwar nicht das beste ECHO-Album (das ist, zumindest für mich, „Heaven Up Here“), aber auf jeden Fall ein Meisterwerk der 80er Jahre. (A.P.) ECHO AND THE BUNNYMEN - Heaven Up Here (CD 1981) (Korova/Wea) Nach dem erfolgreichen Debut-Album "Crocodiles" legten ECHO AND THE BUNNYMEN bereits 1981 ihr zweites Werk vor, welches wohl als ausgereiftestes der Band gelten darf. "Crocodiles" war ein eher songorientiertes Album, während "Heaven Up Here" als ganzes sehr homogen wirkt, ohne ein Konzeptalbum zu sein. Es ist wohl auch das am wenigsten poppige, dafür aber wavigste und somit eines der besten. Selbst die Meisterwerke "Porcupine" und "Ocean Rain" konnten diese 1981er Platte nicht mehr übertreffen. Mit Titeln wie "Show Of Strength", "Over The Wall" oder der wunderbaren Single "A Promise" waren ECHO AND THE BUNNYMEN neben den Chameleons die einflußreichste und kommerziell erfolgreichste Gitarren-Wave-Band der frühen 80er. Diese Platte gehört in jede New Wave Sammlung. (A.P.) |