BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE
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DEINE LAKEIEN -
Generators DEINE LAKEIEN - Dark Star DEINE LAKEIEN - Generators (M-CD)Ein feiner Hauch von Zimt und NelkenDeine Lakaien melden sich mit neuer Single „Generators“ zurück
Mit dem in
diesem Jahr veröffentlichten zweiten Soloalbum „The Sweet Life“
meldet sich Alexander Veljanov stimmlich wieder im Musikgeschäft zurück
und lässt den geneigten Hörer in einen Hauch dieser sanften Düsternis
und Traumvorstellungen eintauchen, die man von den Lakaien her kennt, und
die markante Stimme wieder erklingen. Und nun im Oktober die Botschaft,
die sich in den Indie - Kreisen wie ein Lauffeuer ausgebreitet hat: DEINE
LAKEIEN sind zurück! Die brandneue Single „Generators“ steht seit
wenigen Tagen in den Musikregalen. „Also, erst mal vorweg, lange Intervalle zwischen den einzelnen Alben der Lakaien sind nicht gerade eine Seltenheit. Sicherlich waren drei Jahre jetzt wirklich sehr lange. Dennoch waren Alexander und ich in dieser Zeit keinesfalls untätig. Alexander schrieb und erdachte sein Soloalbum ‚Sweet Life’, dass unheimlich aufwändig gewesen ist. Ich hatte bereits nach der Kasmodiah Tour Ideen für neue Lakaien Texte gehabt, schrieb aber erst mal für Helium Vola. Erst ab Pfingsten rückten die Lakaien dann wieder in den Vordergrund,“ erklärt Ernst Horn diese längere gemeinsame Pause. „Generators“ scheint anzuknüpfen an alt bekannte Lakaien Melodien wie „Wasted Years“ oder „Lonely“. Genauso schwermütig erklingt die sanfte Stimme Veljanovs hinter den auf einander abgestimmten Arrangements aus indischen Tablas und Global Beats. Eine Art, die nicht sehr Lakaien typisch erscheint. „Ich wollte mit Generators ein wenig gegensteuern das stimmt. Eigentlich ist dieser Song aber schon ein sehr Lakaien typischer, und war als solcher auch gedacht. Textlich wird mit ihm angesprochen, was wir für viele unserer Hörer bedeuten. Immer wieder hat man uns in den letzten Jahren gesagt, dass wir für viele eine Art Zuflucht darstellen und dass obwohl unsere Lieder oftmals recht traurig sind. Sie fühlen sich in ihnen geborgen, und das habe ich zum Thema dieses Stückes gemacht,“ erklärt Ernst Horn. Der zweite Titel „May be“ hingegen betört den Hörer durch einen ruhigen, fast schwebenden Klangteppich, gepaart mit dezent eingesetzten gebrochenen Beats. „Der Text ist wiederum sehr grüblerisch, wobei ich hier aber auch Modelle der Mystik vor Augen hatte. Etwa die Bundeslade, von der es heißt, sie befinde sich an dem Ort, wo sich die Gravitationskräfte von Mond und Erde aufheben. Vielleicht. May be. Vielleicht aber auch nicht, du siehst nur, was du sehen kannst. May be. Dadurch hat sich letztendlich etwas sehr Humorvolles und Leichtes eingeschlichen. Das tut ziemlich gut zu sehen, da ich in den letzten Monaten sehr überarbeitet war und lange niedergeschlagen. Mittlerweile hat sich Ironie breit gemacht, die es mir erlaubt Dinge nicht so verbissen zu sehen,“ gesteht Horn. Der dritte Track „Life is“ ist wohl der experimentellste Song dieser Single, in typischer Lakaienmanier hat Ernst Horn hier sämtliche Töne und Tongefüge versucht zu einer Einheit zusammenzumixen. Fast erscheint es, klanglich wie textlich, wie eine Anknüpfung an den Klassiker „Reincarnation“ zu sein: „Life is...“ „Ich wollte da einfach mal ein bisschen rumspielen! Im Text heißt es Life is a sexual transmitted desease“ Das Leben ist eine sexuell übertragbare Krankheit. Dieser Refrain reduziert die viel weiter ausholenden Lyrics auf einen materialistischen Slogan. Alexander schreit diese Zeilen, was wunderbar passt. Während die anderen Songs sehr sanft sind, kommt hier eine andere Farbe hinzu,“ meint Ernst Horn. Das besondere an diesen Songs und der Single ist zusätzlich, dass sie auf dem im Frühjahr 2002 erscheinenden neuen Album mit Ausnahme von Generators nicht zu hören sind. Wo die Botschaft des Songs Generators auf dem neuen Album aufhört, werden andere den Faden aufnehmen und dann auch politischer sein als sonst. Die Fans und
Kritiker dürfen gespannt sein... (Maximilian Nitzschke) DEINE LAKAIEN – Dark Star (LP/CD 1991) (ClassX Records/Efa)
Keine Frage, die Kompositionen des studierten Musikers Ernst Horn sind einfach grandios und die Stimme von Alexander Veljanov ist unwidersprochen stilprägend. Obwohl alle Platten von DEINE LAKAIEN wirklich gut sind und ihnen der kommerzielle Erfolg absolut zu gönnen ist, haben sie ihr Meisterwerk schon mit „Dark Star“ abgeliefert. Wahrscheinlich ist dies ihr wavigstes Album, während später eher eine Mischung aus Pop und experimentellen Klängen dominierte. Die komplette erste Seite der LP (bzw. die erste Hälfte der CD) ist feinster Electro-Wave, der kaum mit anderen Bands vergleichbar ist. Der Titeltrack „Dark Star“ ist ein treibender Song, „Reincarnation“ hat sich schnell zum Dark-Wave-Klassiker entwickelt und „Down Down Down“ ist ein kraftvoller Wavesong allererster Güteklasse. Mit „Ulysses“ zeigt sich die etwas experimentellere Seite der Band, bis heute sicher einer der besten Songs von DEINE LAKAIEN. Nebenbei bemerkt war die Livepräsentation des Songs 1991 im Bochumer „Zwischenfall“ eines der intensivsten Liveereignisse, die ich je erlebt habe. Mit „The Night Of Love“ folgt ein weiterer schöner Wave-Song, bevor mit „Frühlingstraum“ und „Made In Heaven“ LAKAIEN-typisches aus den Boxen klingt. Beschlossen wird das Album mit „Love Me To The End“, was nicht nur der beste DEINE LAKAIEN Titel, sondern auch eine der gefühlvollsten Wave-Balladen überhaupt ist. Für mich haben Horn und Veljanov sich mit diesem Song unsterblich gemacht! Keine Frage, „Dark Star“ ist ein wegweisendes Album und wahrscheinlich eine der wichtigsten deutschen Dark-Wave Platten überhaupt. (A.P.) |