BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE
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Ein Interview mit
CURIOUS im Sommer 2004
Über Panische Gitarristen, Rotwein mit Wayne Hussey und HTML-Feen... Ein Interview mit CURIOUS im Sommer 2004 Als vor einigen Monaten Genetic Music angekündigt hat, dass sie nun auch gitarrige CDs auf den Markt werfen wollen und dann auch noch mit dem Debutalbum einer ehemaligen Cure-Cover-Band namens CURIOUS beginnen wollen, war ich erstmal skeptisch. Andererseits war man von Genetic-Rhona und –Rainer ja stets guten Geschmack gewohnt und als mir der Sänger der Band eine Vorab-CD zugeschickt hat, waren alle Zweifel wie weg geblasen. Wunderschöner Gitarren-Wave-Sound im Stile der 80er Jahre, dem man die Vorliebe für The Cure zwar noch anhört, der aber gleichzeitig schon eine Menge Eigenständigkeit und vor allem wunderbare Melodien versprüht. Interessant war natürlich auch die Bandbesetzung mit drei Männern und drei durchweg attraktiven jungen Damen. Die Neugier war also geweckt und ich beschloss, ein kleines Email-Interview zu machen, dass die Bandmitglieder freundlicherweise fix und ausführlich beantworteten. Leider war ich bei der Veröffentlichung dann nicht ganz so fix, aber hier ist nun das Interview mit CURIOUS... Back Again (BA): Ihr habt als Cure-Coverband angefangen, wie kam es dazu und wie lange habt Ihr das gemacht? Olli: Ich gab Moci und Suzi eine Demo von einem Spaß Projekt mit dem Song „Cold“ von The Cure auf einer Party in der Weberei in Gütersloh. Diese schäbige Aufnahme gefiel den beiden und da wir alle große Cure Fans waren, wollten wir es mit einer eigenen Band versuchen. Schnell hatten wir Konzerte im PC 69, Felsenkeller in Höxter und Spunk in Herford und eine hervorragende Resonanz. Die Cover-Zeit endete 2000 nach dem Konzert mit The Mission, wir mussten uns einfach weiter entwickeln. Suzie: Was jetzt aber nicht bedeutet, dass Moci und ich auf schäbige Musik stehen, wir waren einfach nur betrunken auf dieser berüchtigten Party. BA: Wann und warum kam es dazu, dass Ihr eigene Songs geschrieben und aufgenommen habt? Spielt Ihr heute noch Cure-Coverversionen? Suzie: Irgendwann ist das reine covern von Stücken anderer Leute - so toll diese Musik auch sein mag - einfach nicht mehr befriedigend. Die Cover-Zeit hat zwar echt Spaß gemacht, aber wie Olli schon sagte, will man sich ja auch mal weiterentwickeln und die eigene Musik zu spielen ist doch etwas ganz anderes als sich mit den Lorbeeren anderer zu schmücken. BA: Die Besetzung mit drei Damen und drei Herren ist erstens recht umfangreich und zweitens auch heute noch in der Szene ungewöhnlich...wie kam es dazu? Olli: Die Gründungsmitglieder von Curious waren Moci, Suzi und ich. Nachdem sich die Besetzung mehrmals änderte kamen später Marie als Keyboarderin und Patrick und Marco als Gitarristen hinzu. Da ich persönlich im Allgemeinen besser mit Damen als Herren auskomme, war es für mich genau das richtige in so einer Besetzung zu spielen. Marco: Und natürlich erregt das immer ein wenig Aufsehen in einer gemischtgeschlechtlichen Formation auf die Bühne zu gehen. Ich persönlich finde das sehr interessant. Es sorgt für ein bunteres und vielfältigeres Erscheinungsbild.
Olli: Ich bin durch The Cure in die Wave-Szene im zarten Alter von 16 gekommen, das war also vor mittlerweile 15 Jahren (schluck). Weiter inspiriert haben mich Sisters, Duran Duran oder OMD, aber auch poppigere Sachen wie zum Beispiel A-ha. Außer den toupierten Haaren habe ich immer versucht, meinen eigenen Stil zu finden. Viele sehen mich vielleicht als Robert Smith-Kopie, denen kann ich aber versichern, das zu meiner Zeit Ende der 80er sehr viele mit solchen Haaren herum liefen (Waver) , das habe ich bis heute mitgenommen. Band Erfahrung hatte ich noch keine, ich hatte im heimischen Zimmerchen immer Cure Songs nachgeträllert. Marco: In die Wave-Szene bin ich ein wenig durch die Entwicklung von Tiamat Mitte der 90er geraten. Düstere und atmosphärische Klänge haben mich schon immer in allen möglichen Musikstilen inspiriert. Dennoch fühle ich mich keiner Szene direkt verbunden und bin nach wie vor allen musikalischen Einflüssen sehr offen. Das hat sich auch in meinen bisherigen Bands gezeigt. Die Palette geht von verschiedenen Cover-, Metal- und Jazzrockbands bis zu einem aktuellen Trommelprojekt, in dem wir afrikanische Rhythmen trommeln und trällern. Suzie: Bis auf unsere Gitarristen stammen wir praktisch alle aus der Gothic-Szene, wobei wir uns momentan eher davon wegbewegen. Moci und ich haben früher zusammen in einer Gothic-Metal-Band gespielt und in einer kurzlebigen Frauenband. Moci: Kurz, aber gut ;-) BA: Wie kam es dazu, dass Euer Debutalbum ausgerechnet bei Genetic Music erscheint, einem Label, das ja sonst eher im Minimal-Electro-Bereich aktiv ist? Olli : Ich hatte sehr viele Label mit unserer Demo „Falling“ beworben. Nach einigen Interessenten, die aber nie ihre Versprechen halten konnten bzw. unseriöse Angebote machten, kontaktierte ich Genetic, da ich auf ihrer Page auch die Rubrik New Wave fand. Rainer rief am selben Tag noch zurück und zeigte Interesse an unserer Musik und meinte sie würden in Zukunft sowieso etwas in Richtung melancholischen Gitarren-Wave planen. Nach einigen Wochen, die wir weiter im regelmäßigen Kontakt standen besuchte er unser Konzert im Spunk in Herford und war auch live von uns recht angetan. Wieder nach einigen Wochen trafen wir uns mit Rainer und Rhona in Münster beim Undercover of Darkness und waren uns einig, gemeinsame Wege zu gehen. Für uns spielte dabei eine wesentliche Rolle, dass wir uns auf Anhieb sehr gut mit den beiden verstanden. BA: Wie darf man sich Eure Liveshow vorstellen, bei sechs Leuten auf der Bühne dürfte es hin und wieder ganz schön eng werden, oder? Olli: Allerdings. Kleine Bühnen lieben wir nicht sonderlich, ich habe auch gerne etwas Bewegungsfreiraum, aber man muss es so nehmen, wie es kommt… Marco: Beim letzten Gig in Hannover war es echt verdammt eng dort oben. Da gab es auf meiner Seite so ne blöde Säule, die da so rum stand und mir den Zugang zum Bühnenrand verwehrt hat. Als Musiker will man sich doch bewegen!!! Suzie: Ja, da die meisten der Bühnen auf denen wir zurzeit spielen eher eng sind, ist es oft ein lustiges Getümmel. Zum Glück kann mir niemand in die Quere kommen. Ich muss mein Set zwar manchmal auf kleinen Bühnen dann schön quetschen, aber dafür kann mich niemand über den Haufen rennen. Und wer weiß, vielleicht werden die Bühnen ja auch irgendwann mal etwas größer... BA: Seht Ihr euch selber eher als Live- oder Studioband? Marco: Also auf jeden Fall als Liveband. Das ist doch das, was am meisten Spaß macht. Das ganze drum herum und immer wieder diese Spannung ob auch diesmal alles klappt. Mit dem Sound, der Publikumsresonanz, die eigenen Songs präsentieren zu können und ob Ollis Frisur wieder ihren gewohnten "Stand" hat... Moci: Auch die Aufnahmen haben Spaß gemacht, zwar war es zuweilen ziemlich stressig, alles so hinzubekommen, wie man wollte - manchmal artete das in echte Wutanfälle aus! - aber im Nachhinein ist es sehr cool, wie man sieht, wie sich die Songs nach und nach zusammenfügen und schließlich hat man dann die eigene CD in der Hand - ein tolles Gefühl. BA: Gibt es witzige, peinliche oder auch ernste Anekdoten in der Bandgeschichte, die die Leser unbedingt erfahren sollten? Wie war es zum Beispiel, als Vorgruppe von The Mission zu spielen. Olli: Witzig war schon, dass Suzi und Moci nach einem Konzert von The Mission von Wayne in den Tourbus zum Bierchen eingeladen wurden. Suzi erzählte beiläufig, dass wir zum damaligen Zeitpunkt eine Cure-Cover-Band seien was Wayne sehr interessant fand und uns zu einem Gig in die Zeche nach Bochum einlud. Den Vogel jedoch schoss unser damaliger Gitarrist ab, der nicht zum Konzert erschienen ist, weil er wohl die Panik hatte. Glücklicherweise sprang kurzfristig ohne zu proben unser Ex- Gitarrist Christoph ein, der eigentlich nur als Zuschauer mit gekommen war….Weiterer Höhepunkt war, dass uns Wayne abgemischt hatte und uns beim eigenen Konzert einen Song gewidmet hat. Suzie: Tja, ich glaube speziell von dem Mission Auftritt können wir alle ein Liedchen singen. Es war übrigens Rotwein, Olli, kein Bierchen, im Tourbus - dezenter aber entscheidender Unterschied. Einerseits war es natürlich der Hammer als Vorband von Wayne Hussey gastieren zu dürfen. Der Anruf seines Managers damals, der auf dem AB von Moci sagte: “Ihr wollt, äh sollt mit The Mission spielen..“ klingelt heute noch in meinen Ohren, auch wenn wir anfangs ernsthaft gezweifelt haben, ob uns da nicht jemand verarschen will. Aber anderseits war der Abend auch etwas überschattet davon, dass unser Gitarrist aufgrund seiner Probleme nicht erschienen ist. Nach diesem Abend fiel dann auch die Entscheidung, eigene Songs zu schreiben, da man mehr als Cover-Band wohl erst mal nicht erreichen kann. Marco: Na ja, oder in Iserlohn vor Marc Burgess, als du Dich verfahren hast und verloren schienst, Olli, und wir schon per Handy der Polizei eine Suchmeldung durchgegeben haben. BA: Ihr habt eine sehr schön gestaltete Website...wie wichtig sind solche modernen Medien wie Internet/Email, Mobiltelefone, DVD etc. für eine aufstrebende Band? Olli: Sehr wichtig. Hätte ich keine E-Mails, würde ich meine Anfragen an Magazine, Labels wohl per Post rausschicken, die gesamte Kommunikation ist viel einfacher, schneller und billiger zu handhaben. Wichtig hierbei ist auch die Homepage einer Band, neue Hörer können sich umfassend über die jeweilige Band informieren und auch in einige Stücke bei Bedarf hineinhören. Glücklicherweise hat Marie ein goldenes Händchen in Sachen Gestaltung von Websites. Suzie: Sehe ich genauso, ohne Homepage, und die dadurch ermöglichten Kontakte geht heute im Prinzip gar nichts mehr. Unsere Html-Fee Marie hat da eine ganz nette Seite gezaubert, denk ich. DVD, na ja, unsere erste DVD wird wohl allerdings noch ein bisschen auf sich warten lassen. BA: Die Texte auf der Debut-CD „The Intimate Stranger“ wurden überwiegend von den Damen der Band geschrieben...ungewöhnlich, dass der Sänger sich da so zurück hält... Olli : Da ich mich hauptsächlich um das Vorkomponieren von Songs auf dem Keyboard kümmere und nebenbei auch noch Booking und Promotion gemacht hatte, lag es nahe, das die sehr englisch begabten Mädels die Texte schreiben, Ausnahme ist „Disaster“ vom neuen Album. Würde ich dies auch noch machen, hätte ich wohl ein Zeitproblem. Suzie kann so als Schlagzeugerin auch ihren Teil beitragen, ihre Texte wurden am häufigsten von mir verwendet. Marie schrieb komplett Song und Text von „Beyond The Veil“ und „Falling“ für das Album. In Zukunft wird auch mehr von den Gitarristen kommen, was das komponieren von Songs angeht. Ich werde auch mehr Zeit haben Songs zu schreiben, denn um das Booking kümmert sich mittlerweile eine Booking-Agentur und um Promotion das Label. Moci: Wenn die Songs komplett vom Sänger im dunklen Kämmerlein geschrieben würden, wäre es doch eher ein Ein-Mann-Projekt als eine Band. Daher finde ich es sehr positiv, dass sich die Bandmitglieder sowohl am musikalischen als auch am lyrischen Schaffensprozess beteiligen. Dazu kommt, dass unsere Texte dann nicht mehr nur aus dem persönlichen Bereich des Autors stammen, sondern sich durch Olli als dritte Person eine zusätzliche Dimension ergibt. So kann die Band und vielleicht auch der Hörer leichter einen Bezug zu den Texten finden.
Marco: Als Band treten wir insgesamt eher unpolitisch auf und lassen die Musik für sich sprechen. Ich könnte mir persönlich jedoch auch einen stärken Einfluss und Ausdruck für gesellschaftliche und politische Themen vorstellen. Dabei möchte ich mich allerdings nicht als Meister Weltverbesserer auf die Bühne stellen, sondern die Dinge, die um mich herum passieren und auf mich einwirken in der Musik oder in Textform verarbeiten. Das Politische daran ist dann für mich, auf bestimmte Missstände, Probleme und Ansichten Stellung zu nehmen oder bestehende Ansichten in Frage zu stellen. Mich beschäftigen da zum Beispiel Fragen, wohin es mit der so genannten Leistungs- und Konsumgesellschaft geht, oder ob den Menschen in diesem Land ihre Wertigkeit und Sinnhaftigkeit allein durch Arbeit, Sex und Erfolg suggeriert wird. Was ist eigentlich Glück und welche Vorstellungen gibt es davon, es zu erreichen? Natürlich finde ich es gut wenn sich Bands oder eine Szene auch mit kritischen und politischen Fragen auseinandersetzt. Am meisten interessiert mich dann die Gestaltung dieser Themen in Form von Musik, Ausdruck und Text. Zu dieser "braunen" und rechten Problematik sollte eine Szene und auch diverse Bands eindeutig Stellung beziehen. Das fehlt mir bei so einigen Combos doch arg! Suzie: Politische Themen sind immer ein gefährliches Terrain. Wenn man politische Texte schreibt, sollten zumindest alle Bandmitglieder bezüglich eines Themas übereinstimmen. Da bleiben dann nur wieder allgemein gültige Bereiche, wo sich eh alle einig sind und dann sind sie nicht mehr wirklich kritisch - ich meine, dass wir gegen Nazis, Krieg, Gewalt und George Bush sind, ist für mich selbstverständlich. Also habe ich bis jetzt ehrlich gesagt erst gar nicht versucht, dieses Terrain zu betreten, da Olli bestimmt ein Problem mit meinen dann vielleicht auch durchaus männerfeindlichen Texte hätte.J.... Moci: Obwohl man diese „selbstverständlichen“ Dinge natürlich nicht oft genug sagen kann, denn leider sind sie oft gar nicht so selbstverständlich... allerdings stellt sich zunächst die Frage, was für einen Anspruch wir an die Band haben, wollen wir nur unterhalten oder die Leute berühren oder gar wachrütteln? Dazu haben wir innerhalb der Band noch gar nicht wirklich gesprochen. Ich persönlich halte es für wahnsinnig schwer, einen gesellschaftskritischen oder politischen Song zu schreiben, der nicht naiv oder klischeehaft rüberkommt. Das braucht vermutlich auch ein gutes Stück Lebenserfahrung... Naja, einen Song wie „Sunday bloody Sunday“ schüttelt man nicht einfach aus dem Ärmel ;-) Übrigens ist diese Politikverdrossenheit nicht auf die schwarze Szene beschränkt. Zu der Frage, ob ein Mensch überhaupt unpolitisch sein kann: ich denke, wenn man in einer demokratischen Gesellschaft lebt und dies weiter tun möchte, muss man seine Meinung äußern – denn das ist es ja nun mal, was eine Demokratie ausmacht. Und Schweigen heißt dabei Zustimmung, zur Mehrheit, zum Wegschauen, und vielleicht zu irgendetwas, was man gar nicht will. Aber ohne große Reden zu schwingen – bei der „Lage des Landes“ und einem Blick auf die Gehaltsliste kann einem schon die Lust darauf vergehen. BA: Wie entstehen Eure Songs? Jammt Ihr im Proberaum und hofft, dass dabei etwas heraus kommt, was man weiter entwickeln kann, oder gibt es einzelne Leute, die zu Hause ganze Songs ausarbeiten und dann der Band vorstellen? Olli : Bei den Arbeiten zum Album „The Intimate Stranger“ war es so, dass ich die meisten Songs zu Hause am Keyboard vorbereitet habe, den anderen bei der Probe vorgestellt habe und die anderen dann ihre Instrumente zu den Stücken einfügten. Dabei harmonisieren wir sehr gut miteinander und Moci ist mir eine große Hilfe beim Ausfeilen der Songs. Moci: Das könnte man dann natürlich auch jammen nennen, denn jeder probiert aus und überlegt sich eigene Parts. Dabei kann man sich gut inspirieren lassen und vor allem Ideen zusammentragen. Es kommt auch sehr darauf an, sich ein bisschen Zeit zu nehmen und Feedback von den anderen zu kriegen, damit nicht jeder müde vor sich hin klampft... BA: Wie zufrieden seid Ihr mit Eurer Debut-CD „The Intimate Stranger“ und welche Erwartungen habt Ihr daran? Marco: Kurz gesagt, ist das Album für mich insgesamt eine runde Sache geworden. Ich mag vor allem die Atmosphäre der Stücke sehr gerne. Suzie: Sehr zufrieden. Dafür das alles praktisch in Eigenproduktion entstanden ist- Dank Mocis unheimlicher Gabe – können wir durchaus stolz darauf sein.. Was wir zu erwarten haben, werden wir sehen. BA: Wie sind sie kurz- und langfristigen Pläne für die Band? Olli: Über unser Debüt Album und das Label etwas bekannter innerhalb der Szene zu werden, allerdings spielen wir auch in Zukunft viel außerhalb der schwarzen Szene im Rock-Bereich einige Konzerte und Festivals und hoffen auch dort unsere Hörer zu finden. Suzie: Neue Songs machen, Konzerte geben und alles was dann noch so kommen mag. BA: Hätte ich noch was Wichtiges fragen sollen oder habt Ihr unseren Lesern noch etwas zu sagen? Olli: Wer nun Interesse hat, kann gerne unsere Homepage www.curious-band.de besuchen, in die neuen Songs unter Sounds hören. Bezogen werden kann das Album bereits unter info@geneticmusic.de oder www.amazon.de , am 26.07 war offizielle Veröffentlichung. Vertrieben wird das Album außerdem über SX Distribution (www.sxdistribution.de) und über einige Kontakte unseres Labels ins Ausland. Wir danken für das Interview und wünschen Back Again weiterhin alles Gute!!!! Suzie: Es wird Zeit, dass es Sommer wird! Olli : Ist es doch jetzt !!!!! Nun, inzwischen ist der Sommer längst vorbei und der graue November steht vor der Tür. Das Interview allerdings wurde tatsächlich bereits im Juli geführt, erscheint aber aufgrund akuter Dämlichkeit des Redakteurs (A.P.) erst jetzt. Wirklich schlimm ist das jedoch nicht, denn genau die regnerischen, grauen, kühlen Herbsttage lassen das Album doppelt gut wirken. Sehr erfreulich ist, dass die Bandmitglieder von CURIOUS im Interview deutlich Stellung zum Thema Politik beziehen und eine Meinung dazu haben. Wie oft musste ich bei „Szene“-Bands erleben, dass sich keiner äußern wollte, um bloß nichts Falsches zu sagen... Bleibt nur zu sagen, dass es schön ist, mal wieder eine Band zu hören, die uns „alten Wavern“ die Ohren verwöhnt und die man jederzeit anhören kann, ähnlich, wie es bei The Essence immer war. Dank also an die Mädels und Jungs von CURIOUS und nochmals Sorry, dass es mit der Veröffentlichung des Interviews so ewig gedauert hat. (A.P.) CURIOUS – The Intimate Stranger (CD 2004) (Genetic Music/SX Distribution)
In welche musikalische Richtung es geht, dürfte beim Bandnamen und der Vergangenheit als Cure-Coverband von vorneherein klar sein, hier wird „gewavet“, was die Verstärker hergeben und die guten alten 80er Jahre sind plötzlich wieder präsent. Für alte Säcke wie Haiko und mich ist das natürlich Balsam für die Ohren, denn der ganze heutige „Future-Pop“- und Gothic-Metal“-Dreck geht einem doch schnell auf die Nerven. Stattdessen präsentieren sich CURIOUS als richtige Band, mit Schlagzeug, Gitarren, Bass und Keyboards und natürlich dem smithigen Gesang. Das Tempo ist meist mittelschnell, die Melodien gehen sofort ins Ohr, die Stimmung ist melancholisch und die Songs klingen wie aus einem Guss, so dass es schwer ist, einzelne hervor zu heben. „The Intimate Stranger“, übrigens mit einem sehr schönen Cover versehen, lässt sich einfach gut in einem Stück durchhören, wieder und wieder. Für mich klingt das Album zudem weniger nach The Cure, sondern eher nach The Essence und Sad Lovers And Giants (und nun behaupte bloß niemand, dass The Essence nur eine Cure-Kopie sind!), oder nach den leider längst vergessenen Spät80er/Früh 90er Bands Cy Shem und Screaming Fools aus Hamburg. Und dass man mit dieser Art von Gitarren-Wave mit flächigen Keyboards und zuckersüßen Melodien auch heute noch die Hörer erreichen kann, haben Whispers In The Shadow, Escape With Romeo und eben Cold bewiesen. Vielleicht hätte man bei der Produktion noch etwas mehr rausholen können, wenn man, statt es selbst zu machen, jemanden mit etwas mehr Erfahrung an die Regler gelassen hätte. Es ist doch immer von Vorteil, wenn jemand von außerhalb der Band beim Abmischen dabei ist, aber das ist wirklich nur als klitzekleiner Kritikpunkt gemeint. Bis es sich mal ergibt, die Band live zu erleben, was bestimmt sehr unterhaltsam ist, da sich jeweils drei Männlein und Weiblein auf der Bühne tummeln, wird die CD bei mir mit Sicherheit regelmäßig laufen. (A.P.) |
| KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |