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THE CREATURES – Godzilla
THE CREATURES . Hai!
THE
CREATURES - U.S. Retrace
THE
CREATURES - Sequins In The Sun
THE CREATURES - 2nd Floor
THE CREATURES - Now Buy Zulu
THE CREATURES - Prettiest Thing
THE
CREATURES - Sad Cunt
THE CREATURES – Godzilla (2 x MCD + Video-CD 2003)
(Sioux Records/Artful Records)
Mit
„Hai!“ haben die CREATURES ein fantastisches viertes Album vorgelegt.
Überzeugen tut auch die Singleauskopplung „Godzilla“, die gleich in drei
unterschiedlichen Versionen erhältlich ist. Zum einen gibt es die
„normale“ Maxi CD, die den bekannten „Radio Edit“ von „Godzilla“ enthält,
einen leicht schrägen, rhythmischen und sehr typischen CREATURES-Song, der
sich von technoiden Remixen früherer Singles gut abhebt und auch einem
Massenpublikum gefallen könnte. Dazu gibt es auf dieser CD zwei weitere
Tracks, die nicht auf dem Album zu finden sind, nämlich das sicherlich
durch den Aufnahmeort in Japan beeinflusste „The Temple Of Dawn“, ein sehr
atmosphärischer, leicht experimenteller Song und „Attack Of The Super
Vixens“, das inhaltlich an „Godzilla“ anschließt, aber ansonsten auch ein
bisschen an das erste Album „Feast“ erinnert. Sehr gut und gewohnt
rhythmisch mit Siouxsie´s unverwechselbarer Stimme versehen.
Die zweite „Godzilla“ Veröffentlichung ist eine Video-CD, die natürlich
den ausgesprochen gelungenen Clip zu dem Song enthält, einmal in der
normalen Version, und zum anderen in einer Instrumental-Version. Die
Mischung aus Szenen aus klassischen „Godzilla“-Filmen und stilistisch
angepasstem Filmmaterial von Siouxsie ist wunderbar, zumal sie beinahe
wieder so aussieht, wie zu ihren Hochzeiten Mitte der 80er Jahre. Für die
Hardcore-Fans und Sammler gibt es dann noch eine MaxiCD mit Remixen. Da
ist zum einen der „Budgie´s Tokyo Fist Mix“. Sehr schräg, sehr
experimentell, sehr gut! Dazu gibt es die Instrumentalversion, die wir
schon von der Video-CD kennen und die geniale „Tokyo Session“, die optisch
auch auf der Bonus-DVD des „Hai!“-Albums schon gewürdigt wurde. Für Fans
definitiv ein Muss, denn diese Performance ist absolut mitreißend.
CREATURES-Fanatiker kaufen natürlich alle drei Veröffentlichungen, obwohl
natürlich das gesamte Material auch auf eine einzelne CD gepasst hätte,
aber wer will das Siouxsie und Budgie schon übel nehmen? (A.P.)
THE CREATURES – Hai! (DCD/CD+DVD/DLP)
(Sioux Records)
Viel
zu lange musste man auf das neue, inzwischen vierte Album von THE
CREATURES warten. Immerhin ist das Meisterwerk „Anima Animus“ bereits Ende
des letzten Jahrtausends erschienen und so waren meine Erwartungen an die
neuen Ergüsse einer der wenigen Bands, von denen ich wirklich alles
sammle, riesig…und ich wurde nicht enttäuscht. „Hai!“ ist ein weiterer
Geniestreich, der jeden bisherigen CREATURES-Fan definitiv begeistern
wird. Zudem werden viele Siouxsie-Liebhaber, denen „Anima Animus“ zu
„modern“ klang, sicherlich versöhnt, denn „Hai!“ ist wieder Rhythmus pur,
weitgehend ohne irgendwelche technoiden Einflüsse. Zur Inspiration und zu
den Aufnahmen begaben Siouxsie und Budgie sich nach Japan und arbeiteten
dort mit dem bekannten Taiko-Drummer Leonard Eto zusammen, der dem Album
eine unglaubliche Power verschafft. Das Zusammenspiel von Eto und Budgie
ist schlichtweg genial, und das Siouxsie´s Gesang einfach unvergleichlich
und Stil bildend war und ist, kann wohl niemand ernsthaft bezweifeln. Die
fernöstlichen Einflüsse sind nicht zu überhören und machen „Hai!“ zum wohl
rhythmischsten Album der CREATURES seit ihrem Start 1981 und ich bin fast
geneigt, zu sagen: zum besten! Kein anderes Album der Gruppe habe ich in
so kurzer Zeit so häufig angehört, weil es neben der großartigen
Percussion durchaus auch eingängig ist und mich hier und da von der
Stimmung her an „A Kiss In The Dreamhouse“ erinnert, was wohl vor allem am
wieder eher „wavigen“ Gesangsstil liegen mag. Insofern dürften auch
Siouxsie And The Banshees-Fans, die sich bisher gegen die CREATURES
gesträubt haben, hieran Gefallen finden. Einzelne Tracks hervorzuheben
fällt schwer, ein Hit ist auf jeden Fall gleich der Opener „Say Yes!“ und
auch die Singleauskopplung „Godzilla“ ist ein Ohrwurm. Das coole Video
dazu zeigt Siouxsie nach vielen Jahren erstmals wieder so, wie wir sie
alle lieben, nämlich als „Königin des New Wave“, auch, wenn sie das
heutzutage wahrscheinlich nicht mehr so gerne hört. Mit der
Siouxsie-Revival Tour und dem Sound dieses Albums zeigen Siouxsie und
Budgie aber deutlich, dass sie die guten Dinge der Vergangenheit durchaus
schätzen und weiter verarbeiten. Trotzdem klingt „Hai!“ absolut zeitgemäß
und dürfte ein großer Erfolg für THE CREATURES werden.
Wie gewohnt, erscheint auch „Hai!“ in verschiedenen Formaten, die zwar die
Sammler viel Geld kosten, aber alle ihre Daseinsberechtigung haben. Zum
einen gibt es das Album als CD mit einer Bonus-CD, die Instrumentaltitel
enthält, dann in einer Edition mit einer DVD, die Ausschnitte aus einer
Drumsession von Budgie und Leonard Eto zeigt, was wirklich mitreißend ist.
Dass Vinyl, hier in Form einer Doppel-LP, immer eine Existenzberechtigung
hat, sollte sowieso keine Frage sein. Wer nur eine Ausgabe kaufen will,
sollte natürlich auf die CD+DVD-Veröffentlichung zurückgreifen, die
meisten der ganz treuen Fans werden sowieso alle drei Editionen kaufen und
damit glücklich sein. (A.P.)
THE
CREATURES - U.S. Retrace (MiniCD 2000)
(Sioux
Records/Instinct Records)
Für
alle, die die geniale CREATURES-10“ „Eraser Cut“ nirgendwo mehr finden
können, gibt es hier eine CD-Wiederveröffentlichung für den
amerikanischen Markt incl. einiger zusätzlicher Stücke. Musikalisch
kombinieren Siouxsie und Budgie hier die besten Elemente aus ihrer ganz frühen
Phase („Wild Things“-EP), dem „Feast“-Album und der End-80er Platte
„Boomerang“, alles jedoch im modernen Sound unserer Zeit. Insofern ist
„Eraser Cut“ ein Bindeglied zwischen den 80ern und den späten 90ern für
die Band gewesen und passt in keine der Perioden richtig hinein. Das geniale
„Pinned Down“ zeigt alle Stärken des heißgeliebten Duos, nämlich
wunderbare rhytmische Tracks verbunden mit Siouxsie´s unverwechselbarer
Stimme. Was soll man sonst zu dieser Veröffentlichung schreiben....die
treuen Fans müssen sie sowieso haben, alle anderen sollten versuchen, die
CD irgendwo aufzutreiben, denn wer weiss, ob sie nicht mal ein gesuchtes und
teures Sammlerstück wird. Musikalisch sind die CREATURES sowieso eine
Klasse für sich. Nicht Siouxsie und Budgie klingen wie irgendwelche anderen
Gruppen, sondern andere müssen sich an ihnen messen lassen. Auch live
sollte man sich die Gruppe nicht entgehen lassen, wenn man die Gelegenheit
dazu hat. (A.P.)
THE
CREATURES - Sequins In The Sun (CD 2000)
(Sioux
Records, www.thecreatures.com)
Nach
der „Zulu“ Live CD schon wieder eine Live CD von Siouxsie und Budgie?
Was soll das denn? Wollen die so einfach wie möglich Kohle machen? Könnte
man denken, ist aber nicht so, denn diese CD ist gut, besser sogar als
„Zulu“, was beileibe kein schlechtes Live-Album ist. Hier hören wir den
Mitschnitt eines 99er Auftrittes beim (so glaube ich zumindest) Glastonbury
Festival. Der Sound der Aufnahme ist sehr gut und irgendwie, nun
ja...“warm“, nicht so roh und rauh, wie bei Livemitschnitten häufig üblich.
Es zeigt sich, daß hier sehr gute Musiker am Werke waren (incl. Jane
Pickup und Rob Holliday). Neue
Songs gibt es natürlich nicht zu hören, aber die Versionen der bekannten
Tracks sind allemal lohnenswert, auch, wenn man die Studiosachen und
„Zulu“ alle schon hat. Von „Disconnected“ über „Turn It On“ und
„Pluto Drive“ bis zum gigantischen „Exterminating Angel“ (inzwischen
einer meiner Lieblingssongs aller Zeiten) ist ein guter Querschnitt durch
die CREATURES-Veröffentlichungen der vergangenen Jahre zu hören. Mit der
kreischenden Gitarre bei „Pinned Down“ dürften sogar Fans, denen
Siouxsie heute nicht mehr „gothic“ genug ist zufriedengestellt werden.
Erinnert mich irgendwie ein bißchen an alte Danielle Dax Sachen. Da
„Sequins In The Sun“ eigentlich
eine reine „Gifthorse“ Fanclub Veröffentlichung ist, dürfte die
CD bald zu einem gesuchten Sammlerstück werden. Probiert trotzdem mal, das
Teil unter o.a. www.-Adresse zu ordern, es lohnt auf jeden Fall! (A.P.)
THE CREATURES - 2nd Floor
(12" 1999) (Sioux Records)
"2nd Floor" ist eine Auskopplung aus dem
erfolgreichen CREATURES-Album "Anima Animus", die in kleiner Auflage in den USA
erschienen ist, wohl hauptsächlich für Promotionzwecke und für DJs, darauf läßt
zumindest schließen, daß die Maxi nur ein neutrales schwarzes Cover mit einem Aufkleber
hat.
Neben der Album-Version gibt es noch den "Girl
Eat Boy Remix" von "2nd Floor" und das sehr rhythmische "Turn In
On". Insgesamt eine Platte, die eher für Fans und Sammler interessant ist.
Die Mixe sind sehr elektronisch-technoid und
tanzbar, an die "alten" Siouxsie And The Banshees erinnert nur noch Siouxsie´s
Stimme und das ist gut so. THE CREATURES haben ihren eigenen Stil gefunden, ohne ihre
Vergangenheit zu verleugnen, was man daran sehen kann, daß bei Konzerten immer wieder
alte Klassiker gespielt werden.
"2nd Floor" würde musikalisch gut zu
einem Film wie der modernen Vampirgeschichte "Kiss My Blood" passen, der sich
von Story und Optik her von den Klassikern des Genres gelöst hat und neue Perspektiven
eröffnet, dazu passt eben auch solch moderne Musik. (A.P.)
THE CREATURES - Now Buy Zulu (MCD 1999)
(Sioux Records)
Diese Mini-CD war eigentlich nur auf
Konzerten der Band und im bandeigenen Mailorder erhältlich und als Appetizer zum
Zulu Livealbum gedacht. Für Sammler ist das Teil natürlich unverzichtbar, da
drei Livetracks drauf sind, die nicht auf Zulu"sind. Zum einen But
Not Them vom allerersten CREATURES Release Wild Things von 1981, dann
das kraftvolle Pinned Down und die Velvet Underground Coverversion Venus
In Furs. Was kann man mehr sagen, als: sehr powervoller CREATURES Livesound mit
Siouxsies unverwechselbarer und unwiderstehlicher Stimme und Budgies hypnotisierenden
Rhythmen. (A.P.)
THE CREATURES - Prettiest Thing (MCD 1 + 2 1999)
(Sioux Records)
Siouxsie und ihr Mitstreiter Budgie sind 1998
und 1999 sehr produktiv gewesen, neben vielen Konzerten haben sie auch eine Reihe von
wirklich guten Platten gemacht, dabei auch immer etwas für die richtigen Fans, was nicht
jeder kauft.
Prettiest Thing ist eine Auskopplung
aus dem grandiosen Anima Animus Album und wie gewohnt erscheinen eine normale
Maxi und eine zusätzliche Remix-Maxi, neben diversen Vinyl-Versionen.
Als The Creatures waren die Musiker schon immer
Experimenten gegenüber offen, und so lassen sie den Titel von verschiedenen Leuten
remixen, was sehr unterschiedliche Versionen ergibt, von wavig über poppig bis hin zu
technoid-tanzbar. Jeder wird seine Lieblingsversion finden, aber letztendlich holen sich
die treuen Fans doch alle Formate, was bei den CREATURES aber niemals Betrug ist, denn
für das viele Geld wird immer was geboten (farbiges Vinyl, sehr unterschiedliche
Versionen, Bonustracks...). Ich werde wohl nie etwas schlechtes über Siouxsie schreiben
können, aber das will ich ja auch gar nicht... (A.P.)
THE
CREATURES – Sad Cunt (7“ 1998)
(Sioux
Records)
Nach
dem Ende von Siouxsie And The Banshees Mitte der 90er Jahre hatte man lange
nichts von der Ausnahmesängerin gehört. 1998 beschlossen Siouxsie Sioux
und Budgie, ihr bereits Anfang der 80er gegründetes Projekt THE CREATURES
wieder aufleben zu lassen und gründeten ihr eigenes Label SIOUX RECORDS,
auf dem 1998 die erste Vinyl-Single „Sad Cunt“ erschien, die in
Deustchland ziemlich unterging. Heute gehört die Platte unter Fans zu den
gesuchtesten Sammlerstücken, auch wenn sie 2000 für Fanclubmitglieder als
MCD neu aufgelegt wurde.
Auf „Sad
Cunt“ verbinden die beiden perfekt ihren ganz frühen, rein rhythmischen
Sound mit modernen Klängen, über denen Siouxsie unverkennbare Stimme
liegt. „Sad Cunt“ ist ein großartiger New Wave Song, der an
CREATURES-Klassiker wie „Pluto Drive“ anschließen kann. Die B-Seite
enthält einen Remix des Titels, der schon die Verbundenheit zum
Techno-Genre andeutet, die in den folgenden Jahren mit unzähligen Remixen
konsequent ausgebaut wurde. (A.P.) |