BACK AGAIN: WAVE / POP

CHANDEEN - Spacerider - Love At First Sight (CD)

(Synthetic Symphony/SPV)
Auch CHANDEEN hat es nun von Hyperium zu SPV verschlagen. Die Gruppe kenne ich bereits aus ihren Tape-Tagen, habe sie aber während ihrer Heavenly Voices-Zeit eher geringinteressiert verfolgt, auch wenn mir die Lieder, die ich gehört habe eigentlich ganz gut gefallen haben. Gespannt legte ich also das neue Album ein und war von dem instrumentalen Intro-Stück erstmal schwer geschockt. Langweiligste und seichte Popmusik, mit leichte an die 70er erinnernden Space-Gitarren. Etwas angenehmer wird es dann beim Titelsong, der mit hübschen Frauengesang aufwarten kann und teilweise sehr minimalistisch arrangiert ist, allerdings stört der Rhythmus ein wenig, ich glaube, man nennt das Trip Hop oder so. Es folgen weitere schöne Popsongs. Laut Info hat man aus allem möglichen seine Einflüsse gezogen, von Blues, über Pop, Country und Rock bis hin zu modernen Dancerhythmen. Es kommt zwar eine recht eigene Mischung dabei heraus, aber mehr als eine arg verkommerzialisierte Musik, die manchmal, mit viel Wohlwollen, an Lorrena McKennit (schreibt man die so?) erinnert kommt leider nicht dabei heraus. Im Studio wurden alle Ecken und Kanten weggemischt, so daß es meistens eine Spur zu glatt wirkt. Sicherlich spekuliert man mit dieser CD auf Radioeinsätze und eventuell einen ersten kleinen Charterfolg, ob das aber gelingen wird, wage ich zu bezweifeln. Vielleich als erwachsenere Alternative zu X-Perience??? Mit Wave oder Underground in irgendeiner Art und Weise hat das nun aber auch absolut nix zu tun, das ist reinste Popmusik, nicht unbedingt das richtige für mich, aber doch mit dem Potential (in Zukunft: Potenzial) für eine breitere Hörerschicht. (A.P.)