BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE
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CATASTROPHE BALLET – Test Of
Time CATASTROPHE BALLET – Test Of Time (CD 2003) (Oblivion/SPV)
In wirklich gutem Livesound gibt es jede Menge Hits zu hören, die fast durchgehend gothic-rockiger erscheinen, als auf den letzten Alben und von der Power beinahe an eine Punkband erinnern, auch wenn es musikalisch natürlich etwas anderes ist. Manchmal ist eine leichte Verwandtschaft zu den Liveauftritten von Girls Under Glass zu hören, aber letztlich sind die beiden Bands ja auch seit Urzeiten so eine Art Weggefährten. An Klassikern der Gruppe mangelt es dieser CD keinesfalls, so gibt es eine neue Version von „House Of Hate“ zu hören und natürlich das kultige „The Garden Of Decay“ und das Sigue Sigue Sputnik-Cover „21st century Boy“. Und weil die Coverversionen von CATASTROPHE BALLET immer etwas Besonderes hatten und haben, gibt es auch gleich noch Songs von den Sex Pistols und Pink Floyd. Erstmals auf CD sind auch drei Tracks vom Debutalbum „Monologues Of The Past And The Future“. Mehr passte dann leider auf die CD nicht drauf, sonst hätte es der Vollständigkeit halber sicher auch noch die anderen beiden Tracks gegeben, aber man kann nicht alles haben und so darf man sich als früher Fan der Band und Besitzer des Original-Vinyls doch noch ein wenig exklusiv fühlen, da hat das hohe Alter doch mal einen Vorteil. Auch, wenn´s jetzt schwülstig klingt: CATASTROPHE BALLET waren eine Band, die mich einen nicht unbeträchtlichen Teil meines Lebens begleitet haben, so dass ich sie lieb gewonnen habe, auch, wenn ich die letzten Alben gar nicht so richtig kenne. Wie es sich für so eine Rückschau auf die bisherige Karriere der Band gehört, ist das Booklet voller Fotos, Discographie und Bandbiographie. Damit wird „Test Of Time“ zu einem rundum gelungenen Album einer Band, die immer ihren eigenen Weg gegangen ist, da darf man doch mal eine kleine, nostalgiegeschwängerte Träne verdrücken, oder? Und weil´s so schön war, gibt es hier gleich noch ein paar uralte, unveröffentlichte Fotos der Band, die beim Klotz-Rock-Festival 1993 und der Zillo-Festival-Tour 1992 aufgenommen wurden. (A.P.) CATASTROPHE BALLET – Pandemonium (CD 1992) (Etage Records/Efa)
1992 frönte man noch ausgiebig dem klassischen Gothic-Rock, hier und da mit Gitarren-Wave Anleihen und dem eigenwilligen Gesang von Eric Burton, der der Gruppe einen hohen Wiedererkennungswert verleiht. Im Schatten der damals übermächtigen Love Like Blood konnten sich CATASTROPHE BALLET eine eigene Fanbasis aufbauen, vor allem durch stetiges Live spielen. Vielleicht standen sie sich aber für größeren Erfolg durch ständige Wechsel der Bandbesetzung auch etwas selbst im Weg und hätten bei mehr Kontinuität früher zu den „Großen“ in Deutschland zählen können. Auf jeden Fall ist „Pandemonium“ ein erster Beweis für das Potential der Gruppe gewesen und wahrscheinlich die „gotischste“ Platte der Band bis heute. Allerdings muss ich gestehen, dass der Sound mich nicht vollständig überzeugt, bei der Produktion fehlt ein wenig der Druck, was einem besonders auffällt, wenn man die Band damals mit all ihrer Power auf der Bühne erlebt hat. Bemerkenswert sind vor allem der Song „House Of Hate“, der sich zu einem kleinen Klassiker entwickelt hat, und die A Flock Of Seagulls-Coverversion „Nightmares“. Dies sollte aber nur die erste von einigen weiteren guten Coverversionen in den folgenden Jahren sein. Eigentlich hätte ich dieses Album gerne als Vinyl, auch, weil das wirklich schöne Cover da bestimmt noch besser wirken würde. Aber man kann nicht alles haben. (A.P.) CATASTROPHE BALLET – Monologues Of The Past And The Future (Mini LP 1991) (Etage Records-Strange Ways)
Da darf auch keiner verlangen, hier den perfekten Sound von heute geboten zu bekommen, denn die Möglichkeiten waren noch eher beschränkt, aber dafür ist die Platte praktisch komplett in Eigenregie entstanden und vertrieben worden und dürfte unter Fans heute ein gesuchtes Sammlerstück sein. Musikalisch huldigte die Gruppe Anfang der 90er noch dem lupenreinen Gothic-Rock, der gar nicht so sehr nach Christian Death klingt, wie man aufgrund des Bandnamens vielleicht vermuten mag. Die Songs rocken ordentlich nach vorne los und ich verbinde mit ihnen so manche Erinnerung an eine lebendige (sic!) Gothic-Szene, die damals in Deutschland gerade im Aufbruch war und viel Spaß gemacht hat. Seit dem haben nicht viele Gothic-Rock-Bands überlebt, vielleicht mal abgesehen von Garden Of Delight, The House Of Usher und den wieder belebten Dronning Maud Land. Es ist richtig schön, nach langer Zeit mal wieder diese Platte zu hören, und auch wenn es natürlich überhaupt nicht stimmt: früher war alles besser! Ich erinnere mich noch gut, dass diese Platte mal im guten alten Glasnost Magazin furchtbar verrissen wurde und in der nächsten Ausgabe dann ein bitterböser Leserbrief der Band abgedruckt wurde. Daraus entstand ein netter Kleinkrieg zwischen Zeitschrift und Band. Man was haben wir darüber gelacht! Heute lachen Band und ehemaliger Heftmacher sicher auch darüber...damals meinten die das wohl ernst. (A.P.) |
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