BACK AGAIN: GOTHIC / WAVE / DARK-WAVE

BAT ATTAKK – Teratophobia
BAT ATTAKK – Thecreepingteenagemutant...

BAT ATTAKK – Teratophobia (CD-EP 2005)

(www.bat-attakk.com)

Nach der ersten, selbst produzierten CD mit einem unaussprechlichen Namen, hat die deutsche Band BAT ATTAKK den Hörern gegenüber diesmal Gnade walten lassen, und einen aussprechbaren Namen für das neue Werk gewählt. Ansonsten bleibt fast alles gleich. Die beiden Horror-B-Movie-Fans Dr. G. Metzel und Riediger haben sich einmal mehr in ihren modernden Keller zurückgezogen und neue Songs produziert. Dabei bekommt man wieder ziemlich genau das geboten, was der Bandname, das Artwork und die Songtitel versprechen: puren Halloween-Rock, der eher zum Gothic, als zum Punk neigt. Dabei tendiert die Band diesmal aber mehr in Richtung (synthetischer) Death-Rock, was mir sogar noch besser gefällt, als auf der ersten CD, alles wirkt irgendwie trashiger, und das im positiven Sinne. Songtitel wie „Zombie-Disco“ (ein echter Hit!), „This Is A Bat Attakk“ und natürlich „Triple Six-Zero“ (noch so ein zukünftiger Klassiker!) könnten direkt aus den Grüften von Bands wie 45 Grave, The Cramps oder den frühen Morticia stammen und auch, wenn BAT ATTAKK an diese Größen des Genres noch nicht ganz heran kommen, so sind die Grundlagen doch da und die Tracks von „Teratophobia“ dürften in der Death-Rock-/Batcave-Szene schnell viele Freunde finden.

Schön wäre es, wenn die Songs mit noch mehr Druck produziert werden würden, aber ich nehme an, dass hier alles direkt in den PC eingespielt wurde und da geht dann leider doch immer etwas von der eigentlich Energie verloren. „Zombie Disco“ und „Triple Six-Zero“ in einem richtigen Studio aufgenommen und abgemischt und als 7“ veröffentlicht würden der Band ganz schnell gigantischen Kultstatus bescheren, da bin ich absolut sicher. Bis es soweit ist, sind aber auch die CDs sehr schönes, blutiges Gedärmefutter für die deathrockgeile Kreatur , die in den tiefen Gemäuern der Burgruine angekettet ist und auf ihre Befreiung wartet, um grausame Rache an dem Wissenschaftler zu nehmen, der sie in seinen verbotenen Experimenten geschaffen hat. Würde mich übrigens nicht wundern, wenn die Musiker ansonsten in anderen Bands spielen würden und hier mal ihre Liebe zu B-Movies  ausleben. (A.P.)


BAT ATTAKK – Thecreepingteenagemutantvampiresofdoomcoming-
fromouterspaceinvadeearthforthethirdtimeusingplannineagain (CD-EP 2004)

(Privat Release www.bat-attakk@web.de )

Bandname, Cover, CD-Titel, Songtitel und die Namen der Musiker Riediger (Das Faktotum) und Dr. G. Metzel machen schon ohne das Anhören der Musik klar, was man in etwa erwarten darf. B-Movie-Horror-Trash-Goth-Punk-Rock oder so ähnlich. Selbst nennt die Band ihren Stil Sci-Fi-Horror-Synth-Trash. Die Misfits dürften zu den Vorbildern gehören und legendäre Filme wie Ed Wood´s „Plan 9 From Outer Space“ dürften einen nicht geringen Einfluss auf die Musiker gehabt haben. Das klingt doch alles schon mal richtig gut. Man legt also gespannt und voller Vorfreude die CD ein und bekommt im Prinzip auch das Erwartete geboten, nur, dass es sich weniger um punkige, harte Klänge, als um relativ normalen Gothic-Rock mit Horror-Themen handelt. Nicht, dass das jetzt jemand falsch versteht: die Musik trifft ziemlich genau meinen Geschmack, aber ich hätte irgendwie durch das ganze Drumherum etwas deutlich Trashigeres erwartet. Die Soundqualität der selbst produzierten CD-R ist einwandfrei, nur vielleicht etwas zu glatt abgemischt und zu wenig druckvoll. Ich nehme stark an, dass die Band live weitaus mehr rockt. Vier Tracks (plus vier jeweils dazugehörige Intros), die perfekt als Soundtrack für die „Munsters“ passen würden, aber von denen ich ehrlich gesagt aufgrund der Aufmachung etwas mehr Power erwartet hätte. Aber das wird schon noch und live würde ich mir die Band sofort ansehen, wenn sich mal die Gelegenheit bietet. Wer auf Death-Rock und die dazugehörigen Partys und Konzerte steht, sollte die Band mal antesten. Ach ja, einen so genannten „Hidden Track“ gibt es auch noch. (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden