|
ANTIMATTER – Lights Out
(CD 2003)
(Prophecy Productions)
Das
Cover zeigt praktisch nichts, die CD beginnt mit Luftalarmsirenen, die in
ein extrem nihilistisches, minimalistisches Stück übergehen, zu dem
gefühllose Stimmen Kryptisches von sich geben. Bis hierher denkt man
beinahe, es mit einem neuen Untoten-Album zu tun zu haben. Stattdessen ist
dies hier ein Konzeptalbum von ANTIMATTER und ich hatte, vorurteilsbeladen,
wie ich nun mal bin, mit einer Metalband gerechnet. Ich weiß nicht, was
ANTIMATTER sonst für Musik machen, aber hier fühle ich mich eher an die
Rockopern der Progressive-Rock-Bands der 70er Jahre erinnert. Die meist sehr
ruhigen Stücke, die sowohl Gitarren, als auch Klavier und elektronische
Instrumente benutzen und männlichen und weiblichen Gesang bieten
transportieren eine Atmosphäre, die voller Hoffnungslosigkeit ist und wenn
das das Ziel dieser CD sein sollte, so muss man anerkennen, dass das perfekt
umgesetzt wurde. Ich könnte mir tatsächlich die Aufführung dieses Werkes auf
einer Bühne mit Spielszenen vorstellen. Die Songs können kaum einzeln für
sich stehen, sondern sollten grundsätzlich zusammenhängend angehört werden
und man muss sich erst einige mal die ganze CD anhören und sich auf die
Musik einlassen, aber dann erschließt sich dem Hörer ein ungewöhnliches und
interessantes Werk. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ANTIMATTER mal eine
echte Filmmusik schreiben, das dürfte ein hochinteressantes Experiment sein.
Schön, dass Prophecy Productions auch solche Alben veröffentlicht, die
möglicherweise etwas „schwierig“ erscheinen. (A.P.) |