BACK AGAIN: ROCK
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ZOMBIE JOE -
Sukkubus (MCD 28.05.2001) Mit der Sünde
beginnt der Beischlaf des Teufels!!! Newcomerband
„ZombieJoe“ präsentieren Debüt - Single „Sukkubus“
Die Newcomerband
löst durch sentimentale und melancholische Textpassagen ganz
verschiedenste Stimmungen aus, woraus sie wenige Sekunden später schon
wieder ausbricht und mit Wut und aufgestautem Hass ihre Songs bis zum
Exzess steigern. Kein Funken ist berechnet oder mit klaren Linien
versehen, Spontaneität, auch live, oberstes Gebot. Sie gehen
verschwenderisch und zerstörerisch mit sich um, ihre ganze Energie, ihre
Wut und Aggression bzw. innere Zerrissenheit geht in den Gesang und die
Instrumente. „ZombieJoe“
existiert schon seit zwei Jahren, als ein Versuch sich musikalisch gegen
die immer größer werdende Berechenbarkeit und Kontrolle des Menschen zu
wehren. „Es kam für uns eines Tages der Punkt, an dem wir bemerkt haben
wie leicht sich Menschen kontrollieren lassen. Offensichtlich ist es
angenehm bestimmten Trends oder Imagen zu folgen. Unbewusst sich
kontrollieren zu lassen, den eigenen Willen aber zu verlieren. Ich als
sehr expressive Person eckte immer wieder an damit“, gibt der Sänger
Cornelius Ochs (22) zu. Ihr Bandname wurde zum Konzept, versinnbildlicht
er doch genau den Menschen dieser chaotischen Zeit. „Inhaltlich wie
musikalisch versinnbildlichen wir mit unserer Art von Musik, die
Unberechenbarkeit und Lebendigkeit eines jeden. Nicht kontrollierbar zu
sein, sondern spontan reagieren zu dürfen und nicht zum wandelnden Zombie
zu werden. Einen Funken Wahnsinn und eigenen Willen besitzen zu können.
Unsere Musik ist die Möglichkeit das Publikum zu öffnen, sich nicht
verleiten zu lassen, sich selbst aufzugeben, sondern von unserem Klang
erfasst zu werden und dabei nicht zu wissen was als nächstes kommt. Auch
wenn unsere Musik mal ruhige Züge aufweißt, so ist sie nach außen hin
gewalttätig und zerstörerisch. Gegen uns selbst genauso, wie gegen das
Publikum und eine Gesellschaft mit der wir uns nicht identifizieren können,
“erklärt Cornelius die Motivation und das Gerüst auf das sie bauen. All ihre Texte
sind autobiographischer Natur, beschreiben den Weg, einen Platz in einer
unwirtlichen Welt zu finden. Alle sind die Gedanken, Erlebnisse und
Verarbeitungen von Cornelius Ochs, der wie er selbst sagt seinen persönlichen
Platz im Leben noch keinesfalls gefunden hat. „Ich kann nur über das
schreiben was ich selbst empfinde. Momentan ist es blanke Wut und
Aggression gegen das Zombietum. Oftmals finden sich in meinen Texten ganz
verschiedene Gefühlsfacetten irgendwie wieder, wie etwa Melancholie und
Ausweglosigkeit, und als Gegenstück die Wut.“ Auch die Titel sind
bewusst nicht deutsch gewählt. Der Titel Sukkubus etwa ist das
lateinische Wort für Weibsteufel, die Liebschaften mit Schlafenden haben.
„Ich finde es wichtig, dem Song durch den Titel noch eine weitere Ebene
zu verleihen. Das Publikum ist genötigt, wenn es interessiert ist, sich
damit auseinander zusetzen. Und somit befindet er sich schon in den
Gedanken die ich beim schreiben hatte, „meint Cornelius. Die bisherigen Reaktionen auf die Musiker waren extrem zweischneidig. „Die einen hassen uns, und kommen aber interessanterweise trotzdem wieder, vielleicht um sich selbst noch darin zu weiden, und die anderen kommen, weil sie es gut finden. Im Grunde ist das genau die Provokation, die wir erreichen wollen. Wir werden auf unserem Weg auch mit dem Hörer keinesfalls freundlich umgehen, sondern lassen ihm keine Minute Entspannung. Auch auf dem folgenden Album im September nicht!!„ (Maximilian Nitzschke) |
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