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KRITIK 1
KRITIK 2
TEMPLE
OF TWILIGHT – Moon Attraction (MCD 2003)
(www.temple-of-twilight.de
)
TEMPLE
OF TWILIGHT nennen sich selbst „Gothic-Rock-Kollektiv aus dem Ruhrgebiet“
und rein optisch kann man das bei dieser selbst produzierten CD schon mal
unterschreiben. Da man auf Grund der Bandfotos annehmen kann, dass es sich
bei den fünf Musikern nicht mehr um 20-jährige Nachwuchs-Gothic-Metaller
handelt, sondern um gestandene Männer, durfte man annehmen, dass sie wissen,
was der Begriff Gothic-Rock ursprünglich bedeutete. Musikalisch ist diese
ausgesprochen schön und professionell aufgemachte CD dann auch wirklich
gelungen. Gut, es ist kein purer Gothic-Rock, wie man ihn von den großen
englischen Bands der frühen und mittleren 80er kannte, aber doch kommt die
Stimmung ziemlich gut rüber. Die Gitarren sind meist sehr schön, das Tempo
ist selten mehr als mittelschnell und die Rhytmussektion ist kraftvoll.
Unterstützt wird die Musik durch nette Keyboardsprengsel. Dass die Band so
einige Rock-Einflüsse aus den 70er und 80er Jahren verarbeitet, sei ihr
verziehen. Was mich aber leider kaum mitreißen kann ist der Gesang, der dann
doch zu sehr auf der normalen Rock-Schiene fährt. Es ist ja nicht schlecht,
dass der Sänger „den Schatten etablierter "Gothic-Sänger" meidet, aber
deswegen gleich wie bei einer x-beliebigen Schweine-Rock-Band zu singen,
hätte ja auch nicht sein müssen. Besonders unangenehm finde ich das bei dem
Song „Into The Light“, der sich wohl zumindest live als Hit der Band heraus
gestellt hat. Für mich ist das gerade der Song, der mit Gothic-Rock am
wenigsten zu tun hat. Besser ist der Gesang schon bei „Firewalking“, das
insgesamt ein wenig an die frühen Catastrophe Ballet erinnert. Wirklich
gelungen ist auch „Poison“ (kein Alice Cooper-Cover), das eine nette
new-wavige Stimmung verbreitet und direkt aus den 80ern stammen könnte…bis
der Refrain kommt, der dann wieder die erwähnten Schwächen beim Gesang
zeigt. Eine Spur „klischeehafter“ wäre hier dann doch nett gewesen. Im
Großen und Ganzen ist „Moon Attraction“ eine solide Gothic-ROCK“-CD, die
hier und da halt ein paar Anklänge an Spät-70er Queen und einige 80er Jahre
Hard-Rock Kapellen hat. Live dürften TEMPLE OF TWILIGHT aber ziemlich gut
abrocken, sofern die Metal-Anklänge nicht zu übermächtig werden. (A.P.)
TEMPLE
OF TWILIGHT - Moon Attraction (CD 2003)
(www.temple-of-twilight.de)
Die
Band TEMPLE OF TWILIGHT kommt aus Dortmund und hat sich, wie man sagt, dem
Gothic-Rock verschrieben, was ich wirklich nur bedingt unterschreiben kann.
Die fünf Herren sehen mir schon ein bisschen reifer aus und sollten deshalb
den Gothicrock noch in seiner Reinkultur erlebt haben, doch weder dort noch
in die moderne Form des Gothicrocks kann TEMPLE OF TWILIGHT wirklich passen.
Der Sänger hat leichten The Cult-Charakter, könnte auch in Melodic-Metal-
oder in Progressive Rock-Bands singen. Dazu gibt es dann eine Gitarre, die
ebenfalls zwischen Gothic und 80s Wave schwebt und auch einige Metal- und
vor allem Rockzüge trägt. Dazu kommt eine ganz gehörige 80er Attitüde, die
ganz besonders bei "Poison" rüberkommt. Ich persönlich würde TEMPLE OF
TWILIGHT viel eher in die Rockecke einordnen, da passen sie am ehesten hin,
musikalisch, als auch optisch. Damit will ich die Musik aber auf keinen Fall
abwerten, denn was die Dortmunder präsentieren, ist in jeden Fall eine
gelungene Sache. Ihre Songs sind sehr ausgereift und haben einige spannende
Arrangements, die vor allem durch den retroliebenden Keyboarder ihren Sinn
für das Außergewöhnliche bekommen. Am besten gefällt mir der Song "Firewalking",
weil er in seiner Vielfalt eine gelungene Komposition ist. Das Tempo wird
mehrfach gewechselt, die Stimmung des Songs variiert und der Sänger gibt
alles. Wer in die CD mal reinhören möchte, kann dies auf o.g. Website tun,
da gibt es mp3-Samples und über diese Seite kann man die CD auch bestellen.
(H.H.) |