|
SKIN
DIARY – Divert (EP 01.01.2004)
(Eigenproduktion)
SKIN DIARY aus Berlin
stellen eine äußerst positive Überraschung für mich dar. Schade, dass das
Quartett nach einem selbstbetitelten Demo (2003) und der ersten, mir
vorliegenden EP „Divert“ noch immer keinen Plattenvertrag in der
Tasche hat. Die Musik der Band mag leicht gewöhnungsbedürftig und sicher
nicht jedermanns Sache sein, aber dennoch weisen SKIN DIARY technisch
gesehen hohes Potenzial auf. Sie verstehen es, durch liebevoll ausgeprägte
Details zu glänzen, und verleihen ihrem Sound, nicht zuletzt wegen der
fabelhaften Produktion, einen frischen, lebendigen Charakter. Dies wissen
sie vorbildlich mit einem dünnen, melancholischen Touch zu verbinden.
Vollends überzeugend zeigt sich auch Sängerin Jessica, deren Stimme sehr
markant und intensiv ist. Zudem beweist sie starke gesangliche Variabilität.
Eine sehr feine EP also, die man sich auf Grund der kurzen Spielzeit ruhig
mal voll und ganz zu Gemüte führen kann. Übrigens enthält die Promo sogar
die Lyrics, was durchaus selten und daher verdammt lobenswert ist. (Daniel
Hinrichsmeyer) |