RAGE AGAINST THE MACHINE -
The Battle Of Mexico City
RAGE AGAINST THE
MACHINE - Renegades
RAGE AGAINST THE MACHINE
- The Battle Of Los Angeles
RAGE AGAINST THE MACHINE -
Evil Empire
RAGE AGAINST THE MACHINE - Rage Against The Machine
RAGE AGAINST THE MACHINE
- The Battle Of Mexico City (DVD 03.12.2001)
(Sony Music)
Die DVD "The Battle Of
Mexico City" enthält das grandiose Konzert von Rage Against The Machine vom
27.10.1999 sowie eine Dokumentation, in welcher Zack de la Rocha durch
Mexiko reist und einem die teils armen Verhältnisse verdeutlicht. Außerdem
gibt es noch ein paar Special Video Features, darunter ein Background
Interview. Kommen wir aber zu dem atemberaubenden Live-Konzert, welches
einem auf Englisch, wahlweise mit Englisch oder Spanisch als Untertitel,
sowie in Dolby Digital 5.1 Surround Sound oder PCM Stereo präsentiert wird:
Das kurze Intro macht schon mal etwas Stimmung, kurze Konzert-Ausschnitte
mit Sounds aus "Testify" und Versen aus "Guerrilla Radio". Danach sieht man
das Sports Pavilion von Mexiko City gleich brodeln, die nur 5.000 Fans
(viele Hundert bereiten noch einen Aufstand vor den Zäunen des Pavilions)
fordern mit Mittelfingern und anderen Gesticken sowie dem Ausruf "Rage" die
Band auf die Bühne. Als dann Zack & Co. die Bühne stürmen ist erster Jubel
zu hören und nach kurzer Begrüßung fängt die Band mit "Testify" an das
Publikum aufzuheizen, welches gleich fieberhaft mitgeht. Der Sound ist
glasklar, übertönt Zack de la Rocha's Vocals zu Anfangs deutlich. Dies
bessert sich aber, als schließlich "Guerrlla Radio" folgt und Gitarrist Tom
Morello vor den riesigen Verstärkern knieend, die anfänglichen Riffs durch
die Halle prasseln läßt. Zack fegt darauf wie von der Tarantel gestochen
über Bühne (sowieso ein Wunder, dass er nie über das Mikro-Kabel stolpert),
die mexikanischen Zuschauer hüpfen, als hätten sie Tabasko im Hintern,
fanatisch immer auf und ab. Nach dieser fast kultigen Nummer folgen "People
Of The Sun", "Calm Like A Bomb" (dieser ist übrigens auf dem Soundtrack zu
"Matrix: Reloaded" enthalten) und "Sleep Now In The Fire", letzterer ist zu
den vielen Höhepunkten der DVD zu zählen. Nun aber ertönen diese
unglaublichen Riffs von "Born Of A Broken Man", Zack's persönlichstem Song,
die sich immer wieder mit melodischen Passagen abwechseln. Jetzt droht der
Kessel wirklich überzukochen. Weiter gehts mit "Bombtrack", der allerersten
Veröffentlichung der Band. Mit "Know Your Enemy" folgt danach wieder ein
Highlight, auch hier starke Riffs. Im Anschluss daran gibts den ersten
No-Album Song, "No Shelter", der sich nur auf dem Godzilla-Soundtrack findet
und es mir persönlich sehr angetan hat. Der andere Song heißt "Zapata's
Blood" (die vorletzte Darbietung) und spricht, genauso wie "War Within A
Breath", der auf "No Shelter" folgende Track, das mexikansiche Volk wohl am
meisten an. Weiter gehts mit "Bulls On Parade". Bei den Versen "Fuck you, I
won't do what you tell me!" in "Killing In The Name" ist es dann eine
einzige Mittelfinger-Show von den Fans sowie Frontmann Zack de la Rocha. Mit
den letzten hyperaggressiven Schreien von "Freedom", nach denen Zack
showmäßig auf dem Bühnen Boden liegt, ist es aber noch nicht gegessen: Nach
einigen Sekunden Besinnung und Erholung erhebt er sich unter göllendem
Beifall des Publikums für ein paar Schluss-Passagen aus "Township
Rebellion", die vor Genialität nur so strotzen. Hinterher verlässt die Band
die Bühne. Ich möchte im Endeffekt betonen, dass jeder, der dieser Band auch
nur ein bisschen abgewinnen kann, sich diese DVD zu legen sollte. Wäre das
Menü auch noch mit Musik hinterlegt, wäre sie nämlich perfekt. Einer der
beeindruckensten Live-Gigs die ich je gesehen habe! (D.H.)
BEI
AMAZON BESTELLEN
RAGE AGAINST THE
MACHINE - Renegades (CD
November 2000)
(Epic/Sony)
2000
veröffentlichen "Rage Against The Machine" mit "Renegades" ihre letzten
gemeinsamen Studio-Aufnahmen. Danach steigt Sänger und Frontmann Zack de la
Rocha aus. Zum Abschluss allerdings hat man wieder ein klasse Album
vorgelegt. Ungewöhnlich ist es trotzdem, dass "RATM" nach nur einem Jahr
erneut eine Platte rausbringen. Auch wenn es zuerst unkreativ und deshalb
sehr schade erscheint, dass es sich bei den Songs um stark veränderte
Coverversionen handelt, muss man zugeben, dass die Songs wirklich total
gelungen sind. Die Eröffnung mit "Microphone Fiend"(ursp. Erik B. und Rakim)
gehört eindeutig zu den besten der enthaltenen Tracks. Darauf folgt dann "Pistol
Grip Pump" von "Volume 10", aus dem man einen wirklichen Hit gemacht hat:
Ein wahnsinnig guter Rhytmus, überschwappender Bass und schleppende, "funky"
Gitarrenpassagen. Desweiteren ist Cypress Hills "How I Could Just Kill A
Man" ein echter Hinhörer! HipHop mit energisch rockigem Refrain wie auch
Track.1 "Microphone Fiend" und Nr.6, "I'm Housin" von EPMD. Außerdem sind
"Rage Against The Machine"-ierte Versionen von Bruce Springsteens "The Ghost
Of Tom Joad", "Down On The Street" von "The Stooges" und einem Rolling
Stones Song der 60er, "Street Fighting Man", enthalten. Witzig ist auch "Beautiful
World", eigentlich von Devo, bei dem sich Zack im Singen versucht.
Vielleicht sollte man noch erwähnen, dass "RATM" hier die Songs gecovert
haben, die tatsächlich als abtrünnig bezeichnet wurden, daher ja auch der
Name "Renegades". Mit "Rage Against The Machine" hat sich auf jeden Fall
eine ganz große Band verabschiedet, doch "Renegades", genauso wie ihre
anderen genialen Alben sorgen nochmal für ein riesen Echo, welches noch
immer wacker schallt, sodass diese Musik hoffentlich ewig modern bleibt. Es
existiert auch noch eine Limited Edition mit zwei Bonustracks. (D.H.)
Korrektur/Nachtrag: "Renegades"
wurde im Dezember 2000 von den übrigen drei Bandmitgliedern veröffentlicht,
somit also 2 Monate nach dem Ausstieg von Zack de la Rocha, mit dem man die
Scheibe zuvor noch eingespielt hatte.
RAGE
AGAINST THE MACHINE - The Battle
Of Los Angeles (CD 01.11.1999)
(Epic/Sony)
Mit
"The Battle Of Los Angeles" bringen "Rage Against The Machine" Ende'99 erst
ihr drittes Album heraus. Lange durfte man warten, doch es hat sich
natürlich gelohnt: Nach dem relativ enttäuschenden "Evil Empire" (besonders
im Vergleich zum Debüt-Album "RATM") haben Zack de la Rocha & Co. wieder
eine Rock-Scheibe hingelegt, wie sie sein soll.Die Eröffnung mit "Testify"
und "Guerrilla Radio" ist grandios, die Songs sind auf jeden Fall gute Tipps
zum reinhören. Kreissägen-ähnliche Geräusche besonders am Anfang und der
energische, teils gewollt nervige Gitarrensound machen "Testify" zu einer 'heavy'
Powerbombe. Auf diesen Eröffnungssong folgt dann "Guerrilla Radio", ein sehr
bekannter Track, arg gegen die amerikanische Demokratie gerichtet. Auch hier
muss man sagen: Das "rockt"!Der dritte Track ist ebenfalls einen Reinhörer
wert, denn bei "Calm Like A Bomb" legt der verspielte Tom Morello wieder
einen flotten Gitarrensound hin. Außerdem sehr gelungen sind "Sleep Now In
The Fire" und "Born Of A Broken Man". Also, vom Sound her hat sich wenig
verändert. 12 Tracks, nach Aussage von Tom Morello "heavier" den je.
(D.H.)
RAGE
AGAINST THE MACHINE - Evil Empire (CD April 1996)
Ganze
vier Jahre haben die damaligen Newcomer "Rage Against The Machine" auf ihr
zweites Album warten lassen. Und ich muss zugeben, dass ich anfangs ein
bisschen enttäuscht von der Platte, nach einer Zeit allerdings total
zufrieden war! Trotzdem vorweg: "Evil Empire" toppt das Debüt-Album nicht.
Egal, solange einem elf brilliante, brandneue "RATM"-Tracks geboten werden.
Am Stil hat sich nicht viel verändert: Energische Raps, funky
Gitarrenkunststücke - das sind wahrlich musikalische Wutausbrüche, wie
gewohnt gegen die Politik usw. gerichtet. "Evil Empire" enthält eine Menge
guter Songs, wie z.B die Eröffnungsgranate "People Of The Sun" oder
darauffolgend "Bulls On Parade", der von der US-Army handelt. Krass sind
vorallem auch "Vietnow" und "Year Of Tha Boomerang", mit letzterem nimmt das
Album sein Ende. All diese eben genannten Tracks sind totale Megagrooves,
viele dieser sind mit einigen Punk-Elementen versehen. Alle "RATM"-Alben
sind unglaubliche Kracher, so auch dies, ganz egal ob vielleicht das
schwächste von den vieren. Hoffentlich verkaufen sich die CD's der Band auch
weiterhin wie Eier zu Ostern! (D.H.)
RAGE AGAINST THE
MACHINE - Rage Against The Machine (CD November 1992)
(Epic/Sony)
"Rage
Against The Machine" gehören unumstritten zu den ganz großen Metal-Bands der
90er Jahre. Zugleich sind die vier Kalifornier wohl die Schöpfer des
modernen Crossover-Stils. Ihre revolutionäre Verbindung zwischen Heavy Metal
und Hip-Hop, mit Punk und Jazz Elementen ist einfach unverkennbar. Dazu
kommen Frontmann Zack de la Rocha's extrem sozialkritische Lyrics, die er
wütend "herausrappt und Tom Morellos ausgefallener, filigraner
Gitarrensound, beides, begleitet von Brad Wilks beeindruckenden Beats und
Tim Commerfords Bass. Die Politik der Band ist "links" einzuordnen, so
unterstützen sie z.B. Demonstrationen usw. oder setzten sich für Randgruppen
ein.Musik also, hinter der auch noch eine Menge Engagement steckt. Ihr
Debüt-Album, "Rage Against The Machine", ist ein vorbildlicher
Hardrock-Silberring! Intelligent, aggressiv und teils so richtig funky, höre
man sich nur den Eröffnungssong "Bombtrack" an. "Bullet In The Head", "Fistful
Of Steel" und "Township Rebellion" sind aber auf jeden Fall bessere
Beispiele hierfür. Als Anspieltip möchte ich "Killing In The Name" nennen.
Es folgen noch drei, ebenfalls geniale Alben. Zum Entsetzen der Fans
verlässt Sänger Zack de la Rocha 2000 die Band. Seitdem wartet man auf sein
angekündigtes Solo-Album. Die restlichen drei Mitglieder gründen mit
Ex-"Sound-Garden"-Sänger Chris Cornell eine neue Band namens "Audioslave".
(D.H.) |