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LEAF
– Circle Of Ways (CD 24.05.2004)
(Locomotive
Music)
Es ist
nicht ganz einfach, den Sound von LEAF genau zu kategorisieren. In erster
Linie ist es kraftvoller, rifforientierter Rock in moderner Ausprägung,
wobei auch ein paar leichte Metal-Einflüsse vorzufinden sind. Zudem meine
ich dünne Elemente aus dem Alternative- und Hardcore-Genre heraushören zu
können. Das deutsche Quartett um Sänger Jamie Scholz veröffentlicht mit „Circle
Of Ways“ sein Debütalbum. Zuvor steuerte man einige Songs für den
Soundtrack des Kurzfilms „Das Amulett“ bei, und spielte ein
4-Track-Demo ein, das auf sehr erfreuliche Kritiken stieß. Die 13 Songs auf
„Circle Of Ways” sind größtenteils sehr druckvoll und dynamisch,
nicht zuletzt wegen des hervorzuhebenden Drummings von Marcel Römer.
Trotzdem beweisen LEAF auch ein Gespür für emotionale, melancholische Parts,
die recht ordentlich arrangiert sind. Auch vor elektrischen Klängen wird
nicht zurückgeschreckt, so fällt aber z.B der kurze Elektro-Beat bei „Changin“
etwas störend aus. Der Gesang von Jamie ist zwar ein bisschen dominant,
jedoch nicht zu weit in den Vordergrund gedrängt. Stimmlich ist der Mann
sehr zu loben, sei es bei gefühlvollen Versen oder energischen Shouts (--->
Coverversion von SISTERS OF MERCY’s „Temple Of Love“). Die
Gitarrenarbeit von Timo Brauwers bewegt sich ebenfalls auf gehobenem Level.
Erfreulich sind auch die gut durchdringenden Basslinien, für die Martin
Rollmann verantwortlich ist. Die Tracks darf man allesamt als gut
strukturiert, wenn auch nicht allzu innovativ bezeichnen. Wiederrum ein
Pluspunkt stellt die glatte, professionelle Produktion der Platte dar.
Zugleich ein weiterer Grund, warum „Circle Of Ways“ bei der breiten
Masse vermutlich gut ankommen wird. Musikalisch ein grundsolides Machwerk,
in das man ruhig mal hineingehört haben sollte. (Daniel Hinrichsmeyer) |