BACK AGAIN: ROCK

JUD

PORTRAIT
Steve ist 29 und bedient den Baß, zu seiner Person sagt er folgendes: „Ich lebte in vielen verschiedenen Staaten und Städten, wie z.B. Colorado, Tennessee, Delaware, Maryland und Virginia. Das begann, als ich noch jung war und mein Vater für IBM arbeitete und wir sind immer dahin gezogen, wo er arbeiten mußte. Mit 15 habe ich angefangen Baß zu spielen und mit verschiedenen Partybands in Richmond zu spielen. Dann bin ich nach der High School nach Virginia umgezogen und viele Jahre später wieder zurück nach Richmond. Einen Monat darauf dann nach L.A. mit David Clemmons, meinem alten Freund. Die letzten 10 Jahre habe ich mich mit allen möglichen Jobs herumgeschlagen, um in L.A. bleiben zu können und um weiter Musik zu machen. Habe sogar in meinem Auto geschlafen. Ich habe mit allen möglichen Bands und Musikern gespielt und eine Band namens ROYAL PAIN gegründet.“
Hobbies? Im Originalton: „Smashing mailboxes, punching drunks, pissing off the police, spending other people´s money and crashing cars“. So, so. 
Als nächstes ist da David, der Schlagzeuger. Er erzählt dieses: „Ich habe mit 13 angefangen Schlagzeug zu spielen in diversen lokalen Bands bis ich 17 wurde. Dann bin ich mit der Band BAD INFLUENCE auf Tour gegangen, da war ich dann 20 Jahre alt. Wieder zu Hause angekommen gründete ich die Band BLACK WIDOW, die einen kleinen Deal mit Enigma Records hatte. Als ich 22 war, bin ich nach L.A. gezogen und spielte wieder mit BAD  INFLUENCE,  die  dort  recht erfolgreich waren.“ Nach einigen guten Erfahrungen kam er dann zu JUD. 
Hobbies wieder im O-Ton: „Working out, mountain biking, jogging, getting in bar fights“.
Als letztes kommen wir zur Frontperson der Band, die den Künsternamen Zinc hat und 27 Jahre alt ist. In Richmond geboren und aufgewachsen, seine Mutter ist die Tochter eines echten Coalminers, sein Vater ist ein Tischler (ein verdammt guter). „Mit 13 habe ich angefangen zu spielen. Habe aber auch all die idiotischen Dinge gemacht, die Kinder sonst auch tun, Zeitungen ausgetragen, Modelflugzeuge gebaut und zerstört (keine Messerschmitts), viel am See meiner Oma gefischt. Nachdem ich Fußball gespielt habe, entdeckte ich die Gitarre. Ich habe in vielen verschiedenen Bands Sabbath- und andere Coverversionen gespielt. Ein paar zähle ich auf: Murdercar (mit Dave McClain, jetzt Machine Head), Ministers Of Angee (ebenfalls mit Dave McClain), Damn The Machine (ist sogar etwas bekannter geworden mit Touren und MTV-Auftritten). 
Ich habe eine Schwester namens Sheryl, die einen kleinen Sohn namens Ethan (1 Jahr alt) hat und ich habe eine 8 Monate alte Tochter namens Miranda Clemmons. Sie ist eine Schönheit. Steve und ich sind Freunde seit der vierten Klasse und spielen zusammen seit wir 14 waren. Ich habe David in den späten 80ern kennengelernt, bevor ich und Steve nach L.A. gezogen sind. Wir haben uns in L.A. dann zusammengetan mit David und sind als JUD drei Jahre zusammen. Wir proben bei mir zu Hause in Venice in der Garage, die wir „Die Höhle“ nennen. Ich spiele die ganze Zeit. Wenn JUD gerade mal nicht proben oder spielen, spiele ich in allen möglichen Akustik-Performan-ces in und um L.A.“.
Und abschliessend noch die Hobbies im O-Ton: „working on my house and my vard, building things and breaking things, flying on the rings at muscle beach, beating up women (just a joke), getting haircuts, eating, drinking german beer“.
(H.H.)

JUD - I Loved (Single)

JUD - Something Better (CD)

 (Nois-O-Lution/Vielklang/Efa)

Erst einmal was zur Single, denn die kommt vor der CD auf den deutschen Markt. Es ist eine neue Single aus dem sogenannten „Nois-O-Lutions Lonley Art Club Bands Seven Inch Vinyl Singles Club“. In dieser Reihe erscheinen einige rockige Bands auf schwarzem, klassischen Plastik, die Cover sind dann jeweils von speziellen Künstlern entworfen worden, in diesem Falle von einer SAMMY, die sich im Umfeld des Berliner Comicladens „Grober Umfug“ und der „Honk Studios“ bewegt. Das Cover ist auch richtig klasse geworden, schwarzsilbern mit musikalischen Astronäutchen. Musikalisch ist es richtig eine Band, die in das Konzept von NOIS-O-LUTION hineinpasst, gitarrenbetont, amerikanisch und ein wenig der Zeit hinterherhinkend (ist jetzt nicht negativ gemeint). Insofern also eine Rockband, aber keine üble, sondern eine mit Ecken und Kanten und vor allem auch teilweise recht düster, aber ohne dabei irgendwie weinerlich zu wirken, eher ein wenig grungig mit teilweise brachialen Gitarrenwänden und einem dunklen Baß. 
Die Band stammt übrigens aus den Vereinigten Staaten des Amerikas, aus einer Gegend, die sich Virginia nennt. Später umgezogen nach Los Angeles (wohin sonst?) produzierte man die ersten zwei Stücke noch auf 16-Spur-Technik, die der Band übrigens zu ihrem Vertrag verholfen haben. Diese zwei Tracks sind übrigens auch die zwei Tracks auf der Single. Mein persönlicher Lieblingssong der CD ist übrigens „Pussi“, der ist so monströs-getragen von einem sägenden Baß und einer bohrenden Gitarre. Echt nicht übel! (H.H.)