BACK AGAIN: ROCK

SASCHA GUTZEIT – Immer Woanders
SASCHA GUTZEIT – Ölpumper

SASCHA GUTZEIT – Immer Woanders (CD 2004)

(Valve Records www.valve-records.com )

In meiner Besprechung zum Album „Ölpumper“, der Vorgänger-CD zu diesem neuen Album von SASCHA GUTZEIT, habe ich geschrieben, dass der sympathische Kerl „ehrliche“ Musik macht. Das kann ich hier auch wieder unterschreiben! SASCHA rockt, bluest und singt, ohne auf Konventionen zu achten, und wenn im Waschzettel steht, dass die Songs „Rock´n´Rohdiamamnten“ sind, so trifft das absolut zu, nicht glatt gebügelt und seicht, sondern rockig und rau, wie es sein muss.

Im Großen und Ganzen bleibt alles, wie gewohnt: deutschrockige Roadmovie-Songs mit guten Texten, die immer noch kleine Alltagsgeschichten erzählen. Wie gehabt gefallen mir die ruhigeren Tracks besser, beispielsweise „Auf Meiner Seite Der Stadt“.

Wenn ich das Album in drei Worten beschreiben sollte, wären das „solide“ und wie schon erwähnt „sympathisch“ und „ehrlich“. Dazu gibt es wieder ein ausgesprochen schönes Artwork, diesmal in schwarz-weiß. SASCHA GUTZEIT ist wahrscheinlich zu gut, um jemals den kommerziellen Durchbruch zu schaffen, aber das weiß er garantiert selber, insofern versucht er gar nicht erst, seine Musik dem Massengeschmack anzupassen, denn das sollte ein echter Musiker sowieso niemals tun! (A.P.)


SASCHA GUTZEIT – Ölpumper (CD 2003)

(Valve Records www.valve-records.com )

SASCHA GUTZEIT gehört nun sicher nicht zu den Musikern, die man ständig in den Charts, im Radio oder auf den Muikkanälen im Fernsehen hört oder sieht. Er ist aber ein grundsolider Musiker, der seit Jahren auf vielen Hochzeiten tanzt, eigene Songs veröffentlicht, Musik für Hörspiele schreibt, Auftragsarbeiten für Fernsehsendungen komponiert, selber Hörspiele produziert und gerne live auf der Bühne steht. Dabei ist er musikalisch vielseitig, was man besonders gut erkennen kann, wenn man den Soundtrack der „Sieben Siegel“-Hörspielserie mit diesem neuen Soloalbum vergleicht. Während das eine elektronisch-atmosphärisch ist, findet man auf der CD „Ölpumper“ absolut bodenständige, deutschsprachige Songs, irgendwo zwischen Blues und Rock.

Zunächst einmal muss ich den wirklich gelungenen CD-Titel „Ölpumper“ loben, das ist ein wirklich großartiges Wort! Dazu gibt es eines der wirklich schönsten Covermotive, die ich in letzter Zeit gesehen habe.

Subjektiv betrachtet ist die Musik auf dieser CD alles andere, als das, was ich sonst mag. Diese Mischung aus „Easy Rider“-Attitüde, der Waschzettel schreibt dann auch was von einem „musikalischen Roadmovie“, und rockig-bluesigem Deutsch-Rock ist einfach nicht meine Welt.

Objektiv kann ich aber sicher sagen, dass SASCHA GUTZEIT musikalisch einiges drauf hat, vielseitig ist und das Publikum, das auf diese Musik steht, mit Sicherheit überzeugen wird.

Einige Songs finde ich sogar richtig gut, vor allem einige der ruhigeren Titel. Gut gefällt mir auch, dass die Texte häufig kleine, sympathische Geschichten erzählen und nicht zu abstrakt sind. Musik muss nicht immer aufwendig und kompliziert sein. Erst wenn man bei einer Komposition jeden Schnickschnack weglässt und sie dann immer noch überzeugt, ist ein Song wirklich gut.

Ich gebe offen zu, dass die CD wohl nicht allzu oft bei mir laufen wird, aber ich kann, ohne mich zu verbiegen, sagen, dass hier absolut ehrliche Musik geboten wird und wer so etwas mag, sollte mal reinhören. (A.P.)

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KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden