ELEMENT OF CRIME – Irgendwo im Nirgendwo...
(MCD 15.05.2000)
(Motor Music)
10
Jahre gibt es diese Band schon und ich muß ehrlichgesagt sagen, daß
ich nur eine einzige Veröffentlichung der Band vor vielen Jahren einmal
gehört habe. Ich fand sie schrecklich, kann mich heute aber nicht
mehr genau erinnern, woran das lag. Nun, da diese Maxi-CD vorliegt, fällt
mir alles wieder ein, es liegt daran, daß ELEMENT OF CRIME irgendwie
wie Pur klingen, eine rockige Variante von Pur genauergesagt. Immer bemüht,
eine tolle Aussage zu bringen, aber dabei trotzdem immer ins Fettnäpfchen
treten, weil dies einfach nur peinlich rüberkommt. Das Glück,
das beiden Bands zugute kommt, ist die Tatsache, daß der Deutsche
an sich auch ein recht geschmackloser Mensch ist und auf solche Geschichten
vollkommen abfährt. Wer schon einmal auf einem Pur-Konzert war, wird
dies bestätigen können, ich kann es! Betroffenheits-Pop und im
Fall von ELEMENT OF CRIME ist es Betroffenheits-Rock. Wahrscheinlich bin
ich viel zu subjektiv, aber hier kann ich nicht anders. Doch noch ein paar
Fakten: Die vier Songs sind für ein Theaterstück namens „Peter
Pan“ geschrieben worden, welches von Leander Haußmann inszeniert
wird. Hier handelt es sich nicht um eine Kinderversion, sondern um eine
erwachsene Ausarbeitung der Geschichte, die recht brutal und tiefsinnig
ist. Die Tracks auf der CD sind themenbezogen, das Titelstück „Irgendwo
im Nirgendwo...“ ist die Hymne für Nimmerland, „Immer nur geliebt“
bezieht sich auf Käptn Hook, „Home Sweet Home“ ist für Wendy
geschrieben und zuguterletzt das Peter Pan-Erkennungslied „Wer immer du
auch bist“. Ich denke mal, wer ELEMENT OF CRIME schon immer mochte, wird
sicher wieder begeistert sein. Auch wenn mir persönlich die Musik
nicht gefällt, hat sie mich aber neugierig auf das Theaterstück
gemacht. (H.H.)
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