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TOBIAS
BIEDERT – Ich Möchte Popstar Sein (MCD 2004)
(www.tobiasbiedert.de)
Nach
einigen selbst produzierten und offenbar recht gut von der Presse
aufgenommenen Alben hat TOBIAS BIEDERT, inzwischen übrigens kein
Solokünstler mehr, sondern eine komplette Band, nun eine neue Maxi mit
vier Titeln veröffentlicht. Viermal sehr poppiger Rock, hier und da mit
minimalen Punk-Einflüssen, alles mit unpeinlichen deutschen Texten. Das
ist alles sehr gut produziert und erinnert mich ein bisschen an ähnliche
Veröffentlichungen von Sascha Gutzeit, nur eben poppiger, während Gutzeit
eher dem Blues zugeneigt ist. Es ist nicht fair, hier den Namen Pur zu
erwähnen, aber die Schleimpopper besetzen in Deutschland nun mal diesen
Musikstil als einzige Band kommerziell erfolgreich. Während bei Pur aber
lediglich aufs Zielpublikum hin produzierter Betroffenheits-Rock heraus
kommt, wirken TOBIAS BIEDERT weitaus frischer, ehrlicher und kraftvoller.
Sicher, Musik und Texte könnten so einige Ecken und Kanten gebrauchen und
etwas eigenständiger könnte das Ganze auch sein, denn auf dem jetzigen
Stand kommt man nicht umhin zu sagen: alles schon mal gehört, kaum
Wiedererkennungswert, obwohl drei der vier Songs beim Anhören zu gefallen
wissen (lediglich „Amerika“ ist nicht so mein Fall). Ein Popstar wird man
mit dieser Musik heute wahrscheinlich nicht mehr, dafür ist sie nicht
oberflächlich genug, aber im Untergrund und mit Sicherheit auf den
Clubbühnen der Nation (und vielleicht auch auf Stadtfesten und ähnlichen
Anlässen) wird die Gruppe bestimmt viele Freunde gewinnen. Solide, aber
unspektakulär. (A.P.)
TOBIAS
BIEDERT – Alle Zeichen steh´n auf Sieg (CD-R 2003)
(Eigenproduktion,
www.tobiasbiedert.de)
Und hier ist dann bereits das dritte
Demo-Album von TOBIAS BIEDERT. Wiederum ist sie komplett allein gemacht
worden, selbst komponiert, selbst gespielt, selbst aufgenommen und selbst
auf CD gebracht. Den Stil, den Tobias betreibt, ist immer noch mit dem
Schlagwort „Deutschrock“ zu umschreiben, die Texte sind immer noch recht
intelligent und persönlich und im Grunde durchgängig positiv. Überhaupt
wirkt das ganze Album extrem positiv, worauf ja auch schon der Titel der
CD-R schließen lässt. Dies färbt auch auf die Musik an sich ab, sie ist
definitiv poppiger geworden. In diesem Zusammenhang möchten wir auch noch
einmal auf seine Webseite aufmerksam machen. Hier kann man sich jede Menge
weiterführende Infos holen und fast das komplette Album (9 der 10 Songs)
sogar runterladen. Das ist Service am Fan. Was bleibt abschließend zu
sagen? Hoffen wir, dass sich ein Label mal für Herrn Biedert interessiert.
(H.H.)
TOBIAS
BIEDERT – Einmal im Leben (CD 2001)
(Eigenproduktion)
TOBIAS
BIEDERT ist eine Ein-Mann-Rock-Kapelle, der seine Aufnahmen mit einem
Vier-Spur-Rekorder macht. Dafür ist der Sound aber gar nicht so schlecht.
Jedes einzelne Instrument ist von ihm eingespielt worden und auch die
Aufnahmen wurden selbst gemacht. Dafür alleine schon mal Kompliment,
TOBIAS ist ein echter Allrounder. Die Texte sind durchgehend in deutsch,
ganz intelligent geschrieben und, wie es erscheint, auch recht persönlich.
Viele werden sich jetzt vielleicht mit Grausen abwenden und TOBIAS in die
Deutschrock-Ecke drücken, was sicherlich auch partiell richtig ist, doch
TOBIAS hat mehr als Pseudo-Betroffenheits- und Lehrmeister-Phrasen á la
Pur zu bieten und versinkt auch erst recht nicht im Schweinerock eines
Peter Maffay. TOBIAS BIEDERT schafft einen eigenen, sehr poppigen Stil,
der ihn von dem Einerlei der deutschen Pop- und Rockszene abhebt. Mitunter
erinnert mich das Ganze an eine etwas rauhere und grobere Art von But
Alive. In jedem Fall lohnt sich der Besucher seiner Webseite www.tobiasbiedert.de,
da kann man mal erfahren, was eine wirklich ausführliche Biografie ist.
Im übrigen kann man hier natürlich mp3s downloaden und natürlich die CD
bestellen. (H.H.)
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