ANTON BARBEAU - 17TH CENTURY FUZZBOX BLUES (CD
2000)
(Frigidisk)
Der Mann ist ja sowas von fleißig. Nicht nur,
daß man fast täglich von ihm Newsletter im E-Mail-Postfach hat mit den diversesten
Ankündigungen, daß er mal wieder überall in den USA rumspielt, nein, es gibt auch schon
wieder eine neue CD von ihm. Anton wird immer rockiger und verzichtet nach und nach auf
alle Gadgets, die man auf seinen früheren Alben hören konnte. Dadurch verlieren die
Songs leider auch wenig von dem speziellen Etwas und reiner Rock-Pop tönt aus den
Lautsprechern entgegen. Trotzdem ist es immer noch recht schöner amerikanischer
Alternative Pop/Rock mit netten Melodien, den man sich gefahrlos anhören kann, ohne daß
man sich ärgern muß.
ANTON BARBEAU - A Splendid Tray (CD 1999)
(Frigidisk)
Hier haben wir die vierte CD von ANTON BARBEAU
bekommen, inzwischen sind aus den Popsongs Rocksongs geworden, ohne daß der Popaspekt
verloren gegangen wäre. Die Gitarren sind fetter und dominanter geworden und alle Songs
erschließen sich meist schon nach dem ersten Hören, werden aber immer besser, je öfter
man die CD abspielen läßt, weil so viele kleine Details eingebaut sind, so daß man
immer wieder etwas anderes zu hören bekommt. ANTON BARBEAU übrigens kommt aus Sacramento
in Kalifornien (wenn ich richtig liege) und hat schon diverse Auszeichnungen bekommen, wie
z.B. den Sacramento´s Sammie Award als Songwriter of the Year und seine CD "Antology
Vol. 1" wurde das "Alternative Pop Release Of The Week" bei Audiocafe. Es
gibt eine Menge toller Lieder auf "A Splendid Tray zu hören", ich zähle Euch
mal "Black And White Elvis" auf, genial ist "Creepy Tray" und der
"The Banana Song", bei dem man ein kaltes Großstädter-Synthie-Solo á la
Rheingold hören kann. Am schönsten aber ist "Once In Royal David City". Im
Internet könnt Ihr mal schauen unter http://www.antonbarbeau.com. Es lohnt sich. (H.H.)
ANTON BARBEAU - Antology Vol. 1 (CD)
(Lost Arts Productions)
Seltsame CDs kommen einen nicht oft auf den
Tisch. Gute und schlechte okay, aber wirklich seltsame? ANTON BARBEAU ist merkwürdig, es
klingt irgendwie poppig, aber irgendwie ist es für Pop unterschwellig zu bösartig und
trotzdem naiv und einfach. Irgendwie sind das kleine Popsongs mit Gitarre und etwas
dünner Akustik. Das ist eine CD, von der ich einfach nicht weiß, was ich von ihr halten
soll. Textlich ganz genau das gleiche und wenn man diesen Typen dazu noch sieht, sieht aus
wie ein arroganter Streber aus´m Gymnasium mit einem roten Overall an und einer Schaufel
in der Hand. Alleine das Cover ist so einfach und geschmacklos, daß es wirklich fast
schon wieder gut ist. Irgendwie wirkt die Musik, als sei sie von einem dieser unendlich
oft auftretenden Tapekünstler, der nun das erste Mal auf CD gebrannt wurde. Probiert es
einfach selber aus und hört mal rein, wenn Ihr die Gelegenheit habt. (H.H.)
Hier eine kleine Reaktion auf diese Kritik vom Künstler selbst:
hey, i stumbled upon the review of my
"Antology" record, and wanted to say thank you. i ran the text through a
translation program, and while much of the review made sense, some of it came out
quite funny. we all wonder what an "arrogant apple polisher" is. (...)
thanks again,
anton |