BACK AGAIN: PUNK

VERBRANNTE ERDE – Fotoalbum (LP 2004)

(Matatu Records/Flight 13)

VERBRANNTE ERDE sind nun auch schon fast ein Jahrzehnt in der Punkszene unterwegs und konnten sich mit einigen Veröffentlichungen und Konzerten eine treue Fangemeinde erspielen. Der leidige EA80-Vergleich wird die Band wahrscheinlich auf ewig verfolgen, was eigentlich unfair ist, denn zum einen befinden sich EA80 jenseits aller Vergleiche und zum anderen haben VERBRANNTE ERDE im Laufe der Zeit durchaus einen eigenen Stil entwickelt. Das musikalische Spielfeld beider Bands bleibt aber das gleiche: solider Punk-Rock mit Düsterfaktor, guten Melodien, hervorragenden Texten und sehr eigenem Gesang. Mit den Mönchengladbachern verglichen zu werden ist aber nun wirklich keine Schande, vor allem, wenn man dabei so gut abschneidet, wie VERBRANNTE ERDE, zumal die Band aus Gera auch noch um einiges humorvoller ist.

Das dritte Album der Band dürfte alle Fans zufrieden stellen, geht es doch den bisherigen Weg konsequent weiter. Die Musik rockt, ist dabei gleichzeitig finster und die Texte treffen genau auf den Punkt. Seltsam, dass derartige Klänge in Deutschland von vielen wirklich guten Bands wie Muff Potter, Razzia, Oma Hans, Turbostaat und anderen produziert werden. Ist das vielleicht der „typisch deutsche“ Punk-Rock?

Einzelne Songs hervorzuheben macht keinen Sinn, denn das Album klingt wie aus einem Guss, was auch durch die gute Produktion kommt, die den Songs ihren Druck und vor allem eine gewisse Rauheit lässt. Konsequenterweise wird auch dieses Album wieder nur auf Vinyl veröffentlicht und kann sich als weiterer Meilenstein in der Bandgeschichte festsetzen. Kein Deutsch-Punk, sondern lupenreiner deutscher Punk-Rock mit dem gewissen Etwas. (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden