BACK AGAIN: PUNK
KINAHMO
NATURE SUCKS
KAPUTTHEIT

KONTAKT

KUMIKAMELI - Kinahmo (CD 2004)

(Humppa Records/Indigo)

KUMIKAMELI sind ja auch hier, jedenfalls bei mir, ein fester Begriff. Das Label Humppa Records, ansässig bei Tug, hat sich ja des finnischen Punks verschrieben (um hier einfach mal einen Genrebegriff in den Raum zu werfen). Das Gummikamel aus Joensuu veröffentlicht das bereits 14 Album und mittlerweile hat man sich von der Punk- zur Rock- und inzwischen fast schon zur Metalband gemausert. Ich persönlich bin ja gar kein Metalfreak, aber der Metalanteil bei KUMIKAMELI ist noch durchaus ertragbar und an vielen Stellen sogar durchaus passend und begeisterungswürdig. Wie die Herren aus dem Norden es immer wieder schaffen, in so kurzer Zeit so viele neue Stücke hinzubekommen, die allesamt ihre kleinen Genialitäten in sich bergen (das Songwriting ist ehrlich sehr gekonnt), ist einfach immer wieder erstaunlich. Ich denke, dass der große Durchbruch in Deutschland deshalb nicht stattfindet, weil in finnisch gesungen wird, doch natürlich macht gerade das auch den Reiz der Platte aus. Einzelne Songs herauszuheben fällt schwer, doch mein persönlicher Favorite ist „Sönder“. (H.H.)


KUMIKAMELI - Nature Sucks (CD 23.04.2001)

(Humppa Records/Indigo)

Hier ist dann die neueste Veröffentlichung der finnischen Band KUMIKAMELI, was auf Deutsch soviel heißt wie "Gummikamel". Zur Geschichte der Band könnt Ihr in den Reviews zu den vergangenen CDs "Kaputtheit" (ein Best Of) und "Kontakt" nachlesen. Die Musik hat sich nicht besonders geändert, wie gewohnt sind es recht rockige Rhythmen, die in Richtung Punk gehen und. Was erfreulich ist, ist die Tatsache, daß dieses Mal Texthilfen in Form von englisch Zusammenfassungen eingefügt sind, aus denen man ersehen kann, um was es bei den Liedern geht. Es sind herrlich bösartige Geschichten mit zynischen Texten und einer eigenen Art von schwarzem Humor, eine Schande, daß man kein finnisch kann. Das ist eine Art von Humor, der deutschen Bands leider völlig abgeht und den man schmerzlich vermisst. Eine Tour durch Deutschland wäre wünschenswert, denn einen Auftritt vor Publikum kann ich mir sehr gut vorstellen. (H.H.) 


KUMIKAMELI - Kaputtheit (CD)

(Humppa Records/SPV)
Auf dem CD-Cover prangt ein Schriftzug "Die dunkle Seite von ELÄKELÄISET". Dunkel ist die Musik sicherlich nicht gerade, aber weitaus ernsthafter als die von ELÄKELÄISET. Auf jeden Fall handelt es sich, wie bei HUMPPA RECORDS ja üblich, um eine finnische Band, hier mit zwei Mitgliedern von ELÄKELÄISET. Gegründet 1986 als "Band ohne Gitarrenspieler", heute jedoch mit Präsenz dieser wichtigen Saiteninstrumente. Das Info beschreibt die Musik der Band mit "gekonnter, perfekt arrangierter Unterhaltungsmusik", was den Kern der Sache hundert Prozent auf den Nagel trifft. Ein Mischmasch tausender Stilrichtungen, Punk, Pop, Folk, Rock und was das Herz sonst noch so begehrt. Textlich gibt es ebensolches Mischmasch. Es geht über Familientexte über Gore, Science Fiction-Märchen, gesundes Kochen, verschiedene Dramen, Kriegs-Dokumentation und noch vieles mehr. Schade, daß man außer den kärglichen Fragmenten abgedruckt im Booklet nicht mehr verstehen kann als Nicht-Finne. Zehn Jahre KUMIKAMELI hat die Welt gesehen, hier ist das Album zum Jubiläum, mit kompletter Auflistung aller Tonträger, Compilation-Beiträgen und Bandautos sowie einer kurz umrissenen Bandgeschichte. Hier die Web-Adresse zur Band: http://apollo.lpg.fi/kumikameli. (H.H.)

KUMIKAMELI - Kontakt (CD)

(Tug Records/TIS)

Finnische Bands werden in Deutschland derzeit ja so richig gepuscht. Hier kommt eine weitere, die sich KUMIKAMELI nennt und vom Label als die dunkle Seite der grandiosen ELÄKELÄISET angekündigt wird. Was an dieser Musik dunkel sein soll, weiß ich nicht unbedingt (naja gut, manchmal doch ein wenig), wahrscheinlich kommt das deshalb, weil KUMIKAMELI nicht so sehr albern daherkommen wie ihre Vergleichsband. Oder kann es vielleicht sein, daß die Band sogar direkt was mit ELÄKELÄISET zu tun hat? Aus diesem Info und aus dem Booklet wird man einfach nicht schlau. Gegründet jedenfalls wurde die Band 1986 als "Band ohne Gitarrenspieler". Nach drei Jahren war man dies satt und plopp, da beugte man sich doch dem Druck und ließ Gitarren den Einlaß. Und nun haben wir dieses Album, daß ziemlich interessant ist und sogar erstaunlich vielfältig, was Stilrichtungen angeht. Textlich geht es um lustige, kleine Stories, die im Inneren des Booklets kurz umrissen werden. Und was ich sonst nicht verstehe: Wieso ist hinter jedem Songtitel auf dem Cover ein (deutscher) Vorname abgedruckt (z.B. "Jarrko/Erika" oder "Varma, Signe/Helga"). Tja keine Ahnung, aber ich wünsche Euch trotzdem viel Spaß. (H.H.)