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D.H. –
Kurze Hose, Holzgewehr (LP 2002)
(Matatu Records / Flight 13)
Kurz
und prägnant ist der Name dieser Punkrock-Band, die sich musikalisch vom
Skater-Einerlei der letzten Jahre abhebt. Das liegt daran, dass D.H. sehr
melodisch und melancholisch sind. Ich würde sie als eine Mixtur aus den
Boxhamsters und But Alive ansehen, was ein großes Kompliment ist, denn But
Alive gehören für mich zu den besten Punkrock-Bands der letzten Jahre, auch
wenn es sie inzwischen nicht mehr gibt. Ähnlich gelungen sind auch die Texte
von D.H., die nicht nur sehr persönlich, sondern auch sehr intelligent und
hintergründig daherkommen. Das ist auch definitiv ein Album, das man beim
ersten Hören nett findet, beim zweiten mal gut und schon beim dritten mal
großartig. Lasst Musik sprechen, sage ich da nur. Etwas schade ist
allerdings, dass dieses Album ausschliesslich auf Vinyl erscheinen wird, was
dem Erfolg der Band garantiert im Wege stehen wird. Wenigstens ist nicht
ausgeschlossen, dass eine CD irgendwann noch einmal folgen wird. D.H.
gehören für mich zu den Entdeckungen des Jahres und jetzt höre ich auf zu
schreiben, denn ich muss mir die Platte jetzt noch einmal in Ruhe anhören
und ich wette, dass sie dann von „großartig“ auf „meisterlich“ steigen wird.
(H.H.) |