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A.O.K. – Kinderlieder frei ab 18 (CD
29.03.2004)
(Locomotive Music)
Lange
Zeit ist es her, da hat eine Band namens A.O.K. versucht, Skandale zu
provozieren. Ohne Kenntnis von Instrumentenbeherrschung und einem
anarchischen Gespür für Geschmacklosigkeiten bretterte man durch die
Landschaft und kreierte einen Sound, den sie selbst „Nothingcore“ nannte.
Die Auftritte waren genauso chaotisch wie die Musik, doch das Konzept hat
sich schnell abgenutzt. Aus diesem Grunde hat man sich eine zeitlang zur
Ruhe gesetzt und mal begonnen, sich die Instrumente, die man auf der Bühne
bediente, mal richtig anzuschauen und man zu gucken, was man denn damit so
alles machen kann. Das hat mehrere Jahre gedauert und nachdem JBO und auch
KNORKATOR entsprechende Erfolge feiern konnten, haben sich A.O.K. auch
wieder an die Front gewagt. Kinderlieder sind an der Reihe, aber Kinder
sollten sich das nicht anhören, wenn sie keine bleibenden psychischen
Schäden erleiden wollen. Da werden Gartenzwerge gebraten und auf dem Cover
die Biene Willi geköpft, dass ganze zu Hardcore-Musik, die manchmal mit
Kinderlieder-Samples vermischt wird. Definitiv gewöhnungsbedürftig, aber
eines ist klar: Schön ist das nicht. Soll es ja auch nicht und darf es ja
auch nicht. Die CD lebt von ihren Widersprüchen und Gegensätzen und hat
nicht nur neue Songs, sondern auch neueingespieltes älteres Material zu
bieten, wie zum Beispiel die 2003-Version von „Brombeerhagel“. Wer an
KNORKATOR hauptsächlich die Hardcore-Instrumente und die teilweise sinnlosen
Texte mag, dürfte hier bei A.O.K. genau richtig sein. (H.H.) |