BACK AGAIN: POP-REVIEWS

ZOOT WOMAN – s.t. (CD 2003)

(Wall Of Sound/Labels)

Strange, this…würde der englische Gentleman sagen, wenn er diese CD hörte. Überall liest und hört man nur gutes über die Engländer ZOOT WOMAN. Eine Offenbarung für 80er Jahre Fans sollte die Band sein, ist dies etwa endlich das dauernd beschworene, aber nicht stattfindende 80er-Revival? Eine neue Band im alten Stil? Nein, nicht wirklich und soooo genial, wie viele schwärmen finde ich ZOOT WOMAN auch nicht, aber doch gut genug, um das Album zu mögen. Klar klingt das alles schon stark nach den guten alten 80er Jahren, aber man merkt doch an der ganzen Produktion, dass sie eben 2 Jahrzehnte später entstanden ist, als die ersten Alben von Tears For Fears, Talk Talk, Heaven 17 und anderen alten Helden.

Einen direkten Vergleich mit anderen Bands gibt es kaum, was ZOOT WOMAN freuen dürfte, denn wer wird schon gerne mit Oldies in einen Topf geschmissen? Müsste ich dieses Debutalbum beschreiben (und das wird ja wohl hier von mir erwartet), würde ich es mit einer unglaublichen Mischung aus A-Ha (vor allem die hohe Stimme) und Sigur Ros (hier und da die verschrobene Atmosphäre) mit einem Schuss Coldplay (einige der Melodien) versuchen und gleichzeitig scheitern. Keine Frage, ZOOT WOMAN haben einen recht eigenen Stil entwickelt und alleine das macht sie zu einer guten Band, in meinen Ohren aber nicht zu einer genialen. Man muss aber auch bewundernd sagen, dass das Album von Anhören zu Anhören wächst und man sich drauf einlassen muss, denn obwohl das alles Popmusik ist, sind die Klänge nicht leicht verdaulich und manche Melodie braucht Zeit, sich in die Ohren einzubrennen. Wie gesagt: Strange, this… (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden