BACK AGAIN: POP-REVIEWS
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SCARLET - Naked (Wea)
Die CD enthält zehn Titel, die musikalisch irgendwo zwischen Shakespears Sister, Letters To Cleo und vielleicht t.A.T.u. (um mal eine Band zu nennen, die heutige Teenies auch kennen), wobei es keinen einzigen Ausfall gibt. Musik zum immer hören, durchweg melodiös, eingängig und erfreulich, ohne dass man das Gefühl hat, es hier mit Fließband-Produzenten-Pop zu tun zu haben. Immerhin haben Parker/Youle alle Songs selber geschrieben, was bei heutigen Gruppen, die beispielsweise im Fernsehen mit Hilfe der Zuschauer zusammengestellt werden, kaum noch der Fall ist. Dies ist eine der CDs, wenn ich mal keine Lust auf die Weltuntergangsstimmung von Gothic-Rock, Dark-Wave, Industrial oder Früh-NDW habe. Sommermusik halt und einfach wunderbar. (A.P.) SCARLET – Independent Love Song (MCD 1994) (Warner Music)
Der zweite Song auf dieser Maxi ist die melancholische Pianoballade „The Fall“, die einfach die Sonne aufgehen lässt, wenn man sie hört. Als Dreingabe gibt es noch den „3 am Mix“ von „Independent Love Song“, der ebenfalls recht gelungen ist und sich auf die akustische Komponente konzentriert. So ergibt sich eine schlicht und einfach perfekte Pop-Maxi, die einem nach einmaligem Hören wohl nie wieder aus dem Ohr geht. Schade, dass man von der Gruppe, bestehend aus Joe Youle und Cheryl Parker (beides Frauen) nach einem guten Album nicht mehr gehört hat (zumindest hier in Deutschland). Eigentlich waren SCARLET die legitimen Thronfolger der unvergleichlichen Shakespears Sister und auch mit den Bangles möchte ich sie auf eine Stufe stellen. Vielleicht ist „Independent Love Song“ sogar „the most singable song ever“! Natürlich neben The Evasion On Stakes „I Wish My Baby It Was Born“. (A.P.) |
| KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |