| SINEAD
O´CONNOR – Universal Mother (CD 1994)
(Chrysalis/Emi)
Das
ist die vierte CD von SINEAD O´CONNOR und leider muss man sagen, dass sie
von CD zu CD abgebaut hat. Die erste war ein Meisterwerk, die zweite noch
sehr nett mit einem echten Evergreen versehen, die dritte so la la und die
vierte hier im Grunde ziemlich langweilig. Das ist sicherlich ziemlich
bitter für die Frau, die immer zwischen tough und zerbrechlich ihren Platz
suchte, denn auf diesem Album hier wirkt sie sehr verletzbar, denn es
beinhaltet fast ausschliesslich sehr persönliche Lieder. Sehrminimal
instrumentiert wirken die orchestralen Stücke mit hellem, klaren Elfengesang
irgendwie ein wenig an Enya. Vielleicht ist hier einfach zuviel Intimität
hineingesteckt worden, so viel, dass es schon fast penetrant wirkt, man
denke da nur an „Am I Human“, dass von ihrem kleinen Sohn dargeboten wird.
Okay, das ist fies, aber mir persönlich kommt es so vor, als wollte die
Künstlerin ihr Meisterstück abliefern und soviel Herzblut hineingesteckt
hat, dass das Endprodukt darin versinkt. Sicherlich werden mir Fans von
SINEAD O´CONNOR den Kopf abreissen, denn „Universal Mother“ wird von ihnen
abgöttisch verehrt. Ich gebe zu, alles ist sehr gekonnt inszeniert, sehr
klassisch, sehr profihaft, doch der rechte Funken will bei mir einfach nicht
rüberspringen. (H.H.) |