BACK AGAIN: POP-REVIEWS

NEONMAN – All Weak (12“ 2004)

(1st Decade Records www.1stdecade.de )

Der Bandname NEONMAN hat bei zunächst die Erwartung ausgelöst, dass ich auf dieser 12“ elektronische Musik zu hören bekomme, aber weit gefehlt. Zwar finden sich durchaus einige elektronische Spielereien in den einzelnen Liedern wieder, aber in erster Linie wird hier doch Wave-Rock geboten. Der Titeltrack „All Weak“ fängt an wie Fisher Z´s „Berlin“ und mit dem tanzbaren, funkigen Bass hält man den Stil konsequent durch. Ein schöner Ohrwurm. Weiter geht´s auf der A-Seite mit akustischen Gitarren in „Fill Your Cup“, wobei die im Waschzettel erwähnte Lagerfeuerromantik aber eigentlich nicht so die richtige Beschreibung für die Musik ist. Vielmehr kommen dem Hörer blitzschnell Velvet Underground in den Sinn, oder, wenn man wieder auf die New Wave-Zeit verweisen will, die 39 Clocks.

Auf der B-Seite gibt es beim Remix von „All Weak (Lasse Lovelace Rmx)“ dann doch noch Elektronik zu hören, und zwar extrem tanzbar, so dass es wahrscheinlich eher diese Version in die Clubs schafft, als das Original. An sich klänge das schon wie ein völlig eigenständiges Lied, wenn der Gesang und Text nicht wären. Das klingt zwar alles schön eingängig, ohne oberflächlich zu sein, aber mir gefällt dann doch die gitarrige Version besser. Trotzdem, eine sehr schöne 12“, die sicher ihre Fans finden wird. (A.P.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden