BACK AGAIN: POP-REVIEWS

MUSIC INSTRUCTOR – Hymn (MCD 1995)

(Akropolis/Emi)

Das Projekt (oder sagt man hier Band?) MUSIC INSTRUCTOR besteht aus drei Herren, die sich da nennen Mike Michaels, Mark Dollar und Mark Tabak und veröffentlichten im Jahre 1995 ihre erste Maxi-CD „Hymn“. Im Zuge der zu dieser Zeit grassierenden Billig-Techno-Coverversionen ist das Stück auch gut angekommen und ein echter Erfolg gewesen, vor allem, weil der Musikanleiter hierbei eine Anleitung gab, wie man einen Hit schreibt. Nun kommt das Hihat, nun kommt die Bassdrum, nun der Sequenzer und nun die Stimme, die wir um ein paar Töne nach oben pitchen. So einfach ist das. So einfach klang es auch. „Hymn“ ist nicht nur eine absolut billige Coverversion des ULTRAVOX-Klassikers (wenn man einen geklauten Refrain überhaupt als Coverversion bezeichnen kann), sondern auch ein billig gestricktes und ziemlich fantasieloses Stück „Ich mach mal schnell was“-Musik. Es gibt eine einzige Sache, die mich bislang davon abgehalten hat, diese Maxi-CD auf den Müll zu werfen. Das ist ein ganz einfacher Synthesizer, der beim Refrain eine unglaublich nette Melodie spielt. Manchmal sind es halt die kleinen Dinge. Es ist erstaunlich, denn die LP ist noch viel grausamer und billiger, doch was MUSIC INSTRUCTOR später mit „Super Sonic“ und „Get Freaky“ auf den Dancefloor brachten, war eine absolute Wandlung in Richtung Fetzigkeit und Professionalität. Heute produzieren die Mannen um MUSIC INSTRUCTOR andere Leute, wie zum Beispiel den grausigen AYMAN. Mir schüttelt es. (H.H.)