BACK AGAIN: POP-REVIEWS
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MORRISSEY – You Are The
Quarry MORRISSEY – You Are The Quarry (CD + DVD 2004) (Attack Records/Sanctuary Records)
Klar, der Mann ist auch älter geworden, was man ihm ansieht und auch ein wenig an seiner Stimme hören kann, aber wen stört´s? Er nimmt immer noch mit die schönsten Popsongs auf, die in einer Zeit voller gecasteter „Superstars“ in der Musikwelt umherschwirren. Seien es potentielle Nummer 1-Hits wie die Single „Irish Blood, English Heart“, „First Of The Gang To Die“ oder „I Like You“, seien es melancholische oder chansonhafte Perlen wie „Come Back To Camden“, „I´m Not Sorry“ oder „The World Is Full Of Crashing Bores“ oder seien es rockige Tracks wie „How Can Anybody Possibly Know How I Feel?“ und „All The Lazy Dykes“. Dazu noch ein paar „typische“ Tracks wie „America Is Not The World“ und You Know I Couldn´t Last“ – alle Songs sind wirklich gut und Ausfälle sind nicht zu verzeichnen. „I Have Forgiven Jesus“ ist ein langsamer, fast filmischer Song, während „Let Me Kiss You“ große Gefühle zu einem rhythmischen Song transportiert. Auch textmäßig ist natürlich wenig neues zu vermelden, vielleicht ist mehr persönliches und weniger politisches dabei, aber im grossen und ganzen sind die Inhalte und die Umsetzung gleich geblieben. Neben der normalen CD-Version gibt es auch noch eine limitierte Papphülle, die als Bonus eine DVD enthält, die den Videoclip zu „Irish Blood, English Heart“, eine hübsche Bildergalerie und die Texte enthält. Für Fans eine schöne Zugabe. „Totgesagte leben länger“ sagt man wohl zu so etwas...MORRISSEY bleibt einer der ganz Großen! (A.P.) MORRISSEY – Irish Blood, English Heart (MCD 2004) (Attack Records/Sanctuary Records)
Die Single ist nichts anderes, als die Rückkehr des perfekten zweieinhalb Minuten-Popsongs, schlicht, eingängig und aussagekräftiger, als bei anderen Künstlern ganze Alben. Dabei ist „Irish Blood, English Heart“ musikalisch deutlich härter, als die Sachen, die man von Morrissey sonst so kennt, dabei aber trotzdem poppig und dann diese Stimme...etwas gealtert, aber unverkennbar und grandios. Irgendwie erinnert mich der Song ein wenig an das erste Album von The Convent. Zum Titeltrack gibt es noch zwei Non-Album-Titel, zum einen „Munich Air Desaster 1958“, einen mittelschnellen, recht typischen Mozzer-Song und zum anderen die wunderschöne Ballade „The Never Played Symphonies“. Sowohl Fans der guten alten Smiths, als auch heutige Teenies, die eher die Epigonen Coldplay, Interpol und Franz Ferdinand verehren, dürfen dem wieder gekehrten Meister huldigen, so gut wie er macht es sonst keiner! (A.P.) |
| KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle (H.H.) = Haiko Herden |