BACK AGAIN: POP-REVIEWS

MILO – DARKSIDE OF THE RUMOURS (CD 2004)

(www.gloomytunes.com)

MILO haben wir hier ja schon mal vorgestellt und ihn wegen seiner großen Stilvielfalt gelobt. Das hier, mit dem angedeuteten Velvet Underground-Cover, führt das fort, was MILO auf dem ersten Album begonnen hat. Elf neue Songs des Atlanter Lofi-Künsters, die wiederum bersten vor unterschiedlichen Genres. Pop, Folk, Rock und vieles mehr, doch ich muss sagen, dass es inzwischen ein bisschen mehr in die Countryecke geht, gepaart mit ein bisschen Violent Femmes. Die Produktion ist dieses Mal auch nicht so Lofi, wie auf dem Debüt, der Sound ist voller und wärmer und wer sich weiter über das vielseitige Album informieren möchte, sollte mal die Webseite www.gloomytunes.com besuchen. (H.H.)


MILO – Smell The Parade (CD 2002)

(www.gloomytunes.com)

Ab und an erreichen uns CDs von Bands, die man auf Anhieb überhaupt nicht einordnen kann und die noch die Hoffnung aufleben lassen, dass es mitunter etwas neues unter der Sonne gibt und nicht alles sofort in Schubladen einsortierbar ist. MILO ist solch ein Typ, obwohl auch er die Musik nicht neu erfunden hat, vielmehr mixt er unendlich viele Musikstile zusammen, was sicherlich nicht dazu gediegen ist, ein breites Publikum zu finden. MILO jedenfalls kommt aus den Staaten, genaugenommen aus Atlanta, ist ein sogenannter Lo-Fi-Producer, was wohl so viel heißt, dass man nicht das Geld hat, sich teuere Anlagen zu kaufen oder teure Studios zu mieten, doch es gibt ja tatsächlich eine Lo-Fi-Szene, in die wir nun MILO ebenfalls einordnen. MILO macht ganz alleine Musik in seinem Wohnzimmer und mischt dabei Blues mit Rock mit Punk mit Swing mit Country mit Folk mit Pop mit Indiegitarren mit NDW (wenn man das einem Ami-Projekt mal zugestehen darf). Das ergibt ein unglaubliches Gewusel und Kuddelmuddel, das aber durchaus seine interessanten Reize hat. „Smell The Parade“ ist das erste MILO-Album und dürfte über die oben angegebene Internet-Adresse zu beziehen sein. Mein Anspieltip der CD lautet „Cheated Lied Left“, weil es so schön düster ist. (H.H.)