BACK AGAIN: POP-REVIEWS

MAGENTA – All Over (MCD 2002)

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MAGENTA sind sicherlich eine meiner Entdeckungen des Jahres 2002 im Bereich Popmusik und ihr Album „Little Girl Lost“ ist wirklich wunderschön und voller einwandfreier Popsongs. Genau aus diesem Album wurde die vorliegende Maxi ausgekoppelt, die mit „All Over“ und „Mermaid“ die beiden besten Songs des Albums enthält. „All Over“ ist ein Lied aus der Kategorie „perfekter Popsong“, ein schön gitarriger Ohrwurm, der normalerweise großes Chartspotential hätte. „Mermaid“ baut im Stile vom dritten This Mortal Coil-Album eine wunderbar relaxte Atmosphäre auf und durchbricht diese dann kurz bevor es kitschig wird mit schrägen Sounds, bei denen man sich beim ersten Anhören fragt, ob nun die Boxen durchgeknallt sind. Großartig. Der dritte Song „Heroine“ stammt nicht vom Album und führt den begonnenen Weg fort. Irgendwie ein perfekter Song für einen Road-Movie-Soundtrack. Drei Songs, drei Hits und eine schlichte, aber edel wirkende Digi-Pak-Gestaltung, was will man mehr. Diese Band müsste eigentlich mal ganz groß werden, nicht nur, weil Sängerin Vilde Lockert die am meisten einschmeichelnde Stimme hat, die ich seit langer Zeit gehört habe! Zeitlose, perfekte Songs... (A.P.)


MAGENTA – Little Girl Lost (CD 24.06.2002)

(Re:Pop www.re-pop.com/shop )

Auch, wenn diese CD nicht mehr ganz aktuell ist und bereits von (H.H.) hier besprochen wurde, bin ich erst vor Kurzem auf sie gestoßen, genau genommen durch einen Samplerbeitrag von MAGENTA, der mich so begeistert hat, dass ich gleich das Label angemailt habe. Das Duo stammt aus Norwegen, und dass von dort schon viel gute Popmusik gekommen ist, weiß ja nun wirklich jeder. Pop machen auch MAGENTA, laufen dabei aber nie Gefahr, in langweilige Chartsgefilde zu treiben. Vielmehr schaffen sie aus allen möglichen Einflüssen ihren eigenen Kosmos, der natürlich zum großen Teil von Sängerin Vilde´s großartiger Stimme geprägt wird. Da ist es fast egal, ob die Musik rockiger Gitarrenpop ist, oder melancholischer Electropop. Auch trancige Elemente mit Anne Clark-artigem Sprechgesang gibt es zu hören und gaaaaanz viel 80er-Jahre Feeling. Mal klingen die guten alten Throwing Muses durch, mal fühlt sich das Ganze ziemlich abgespacet an. Im Großen und Ganzen klingt aber alles ziemlich entspannt und , warum auch immer, fühle ich mich gelegentlich an „Wohnzimemr“-Musiker wie Barbara Morgenstern oder auch 2-Raumwohnung erinnert, wobei der Begriff „Wohnzimmer-Musiker“ absolut nicht beleidigend wirken soll, sondern sich auch die gleichnamige Compilation auf dem Berliner Label Monika Enterprises bezieht. Diese CD hätte in den 90ern auch gut bei 4 AD erscheinen können. Meistens ist bei MAGENTA die Musik auf das Nötigste beschränkt und klingt wahrscheinlich deshalb so vertraut. Um die Sache auf den Punkt zu bringen und in zwei kleine Worte zu kleiden: einfach schön! In einer besseren Welt wäre ein Song wie „All Over“ in den Top 10 vertreten. (A.P.)


MAGENTA – Little Girl Lost (CD 24.06.2002)

(Re:pop/Nova Media Distribution)

Das Label RE:POP ist brandneu und beginnt mit der Veröffentlichung von zwei CDs. Einmal ist es die Maxi von MAGENTA namens „All Over“ und einmal das Album „Little Girl Lost“. Manch einer mag denken, dass es doch gerade eine Lady namens Pink in die Charts geschafft hat und nun MAGENTA? Seien wir mal ehrlich, Pink ist im Grunde keine schlechte Pop-Musik, doch MAGENTA ist wirklich ein Hammer. Manch einer sagt mir ja nach, dass ich immer zu positiv über CDs schreibe, was gut sein kann, doch dieses Mal kann man einfach nur positives schreiben. MAGENTA kommen aus Norwegen und gibt es schon seit einiger Zeit. Sängerin Vilde und Gitarrist und Songwriter Anders Odden hatten vor zwei Jahren einen schweren Autounfall und haben seitdem pausiert. Nun kommt wieder ein neues Album, für mich ist es allerdings das erste, ich kannte die Band vorher nicht. Positiv in erster Linie ist, dass es sich um ein modernes Popalbum handelt, welches sich aber einen Dreck um Konventionen schert. Vergleiche fallen mir schwer, doch oftmals erinnert mich die Musik an die alte 80er-Band Book Of Love, was Melodien und Stimme von Vilde angeht. Die Musik selbst ist zwar Pop, streckenweise recht eingängig, doch größtenteils sehr eigenständig und verspielt, wobei mir auch fast der Vergleich zu Björk einfällt. Ich kann wirklich nur empfehlen, mal in das Album reinzuhören und dabei folgende Titel zu testen: „All Over“ (ist bereits am 27.05. als Auskopplung erschienen), „Never Fall Again“, „Mermaid“ und „Green Dragon“. Wenn Euch diese Kritik ein wenig neugierig gemacht haben sollte, kann ich Euch fest versprechen, dass Ihr nicht enttäuscht sein werdet. Schön, dass es so was noch gibt. (H.H.)