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LIEBESEXXXAMOUR – Compilation (CD 2002)
(Pumpkin Records/Hoanzl/www.kuerbis.at)
Das
österreichische Label Pumpkin Records hat vor einiger Zeit einen
Themensampler mit dem Titel „Heimat“ auf den Markt gebracht. Nun folgt ein
weiterer Sampler, der sich dieses Mal das Thema „Liebe“ vorknöpft. Auf der
CD sind ausschließlich österreichische Bands vertreten. Der Track von TMD
ist wohl nur als Intro gedacht und, außer das es etwas geräuschmäßig brummt,
passiert in den 39 Sekunden nicht viel. Besser wird es da schon mit GELÉE
ROYALE und ihrem „Sex Machine“. Treibend und einfach, fast dadaistisch.
ULTRASCOPE ist ein wunderbares kleines Liedchen mit Damengesang und
80er-Jahre Flair sowie deutschem Text. Dies begeistert. TIGER S. schlägt ein
bisschen in die gleiche Bresche und MONDOROBS ist wieder wunderbarer
Damenpop, verträumt und süßlich. FRANZ ADRIAN WENZL erinnert mich ein wenig
an Schmertz der Welten mit diesen seltsamen Texten, dem unschuldigen Gesang
und dieser synthielastigen Begleitung. Es folgt DER SCHWIMMER mit einer sehr
ruhigen Stück, das leider auch nicht sehr aussagekräftig oder bewegend ist.
DIE SONNTAGSKINDER bringen mit ihrer Akustikgitarre Hippyatmosphäre und
CLEMENS HAIPL feat. GALIBENDO GNÁSDOVIL präsentiert den alten Schlager
“Amor”, recht elektronisch schräg, aber langsam tanzbar. WOLFGANG CAPELLARI
+ DORIT CHRYSLER bringen ebenfalls sehr schräges Songmaterial mit Akkordeon
und seltsamen Stimmen und FEJU macht sehr düstere Background-Musik, die man
problemlos für einen Bladerunner-ähnlichen Film nutzen könnte. PORTNOY
bringen das beste Stück des Samplers. Ebenfalls wieder Damengesang, sehr
schräge Musik und ein stampfender, aber nicht elektronisch-technoider
Rhythmus, sondern handgemacht. PHILIPP KÖNIG und MAMA CURIOSA erscheinen mir
für meinen Geschmack etwas zu wirr und EGOTRIP und 4EXP2 klingen wie
Homeprojekte aus alten Tapezeiten, minimalistisch und etwas nervig. YLI
JÄRVI präsentiert einen gruseligen Track mit singender Säge und LASSOS
MARIACHIS präsentieren Musik, die wie minimalistischer Schlager klingt.
Alles in allem ist dieser Sampler eine gelungene Mischung aus verschiedenen
Stücken, die eine Mischung zwischen Pop, Schlager und Wave sind, aber in
keine der Schubladen ganz passen, weil es doch immer wieder irgendwelche
Ecken und Kanten gibt, welche die Musik interessant machen. Das macht diesen
Sampler zu einer sehr homogenen Geschichte und es macht keine Probleme, ihn
durchgängig durchzuhören. (H.H.)
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