BACK AGAIN: POP-REVIEWS

KRITIK 1
KRITIK 2

THE GO-BETWEENS – Bright Yellow Bright Orange (CD 2003)

(Clearspot/Efa)

Die GO-BETWEENS scheint es schon immer zu gegeben zu haben und irgendwie sind sie, wie gute Freunde, die einen durchs Leben begleiten. So auch auf der neuen CD „Bright Yellow Bright Orange“. Natürlich darf man nicht irgendwelche innovativen Neuerungen erwarten, aber möchte man das überhaupt?

Der Gitarren-Pop, den sie spielen, ist eigentlich simpel und immer ohrwurmträchtig, richtige Sommermusik eben. Aber gerade, weil die Band es schafft, ganz einfache, aber perfekte Melodien mit leichten Gitarrenklängen und ungekünsteltem Gesang zu verbinden, muss man sie einfach lieben. Unzählige Bands wurden nachhaltig von den GO-BETWEENS beeinflusst und haben diese qualitativ nie erreicht, auch wenn sie vielleicht kommerziell erfolgreicher waren. Textlich gibt es kleine Geschichten aus dem Leben, die zwar niemandem wehtun, aber müssen sie das immer? Ich kann gar nicht verstehen, dass jemand dieses Album, beziehungsweise die Band an sich, nicht mag. Wer der Gruppe Böses will könnte schreiben, dass sie sehr seicht klingen, aber ich finde das nicht schlimm. Dies ist eine CD für jede Gelegenheit, die ich in Zukunft sicher nicht täglich hören werde, aber bestimmt immer mal wieder in den Player schiebe, wenn ich auf gar nichts anderes Lust habe. Wer kennt nicht die Situation, dass man vor seiner CD-Sammlung steht und nicht weiß, was man hören soll? Genau in diesen Momenten ist „Bright Yellow Bright Orange“ das Richtige.

Ich find´s immer wieder schön, wenn die Helden der eigenen Jugend sich nicht verkauft haben und auch nach über 15 Jahren, so lange kenne ich die Band inzwischen, auch, wenn ich nie ein „Sammler“ geworden bin, Musik produzieren, mit der man sich identifizieren mag. (A.P.)


THE GO-BETWEENS – Bright Yellow Brigth Orange (CD 2003)

(Clearspot/Efa)

Nach einer längeren Pause nach einem kurzen Split dürfen wir nun das achte Studioalbum der Australier Go-Betweens hören. Das Duo, bestehend aus Robert Forster und Grant McLennan kann immer noch gut miteinander harmonieren und kombiniert ihre unterschiedlichen Kompositionscharakteristika auf hervorragende Weise, hat sich im Stil aber zum letzten Album „The Friends Of Rachel Worth“ aus dem Jahr 2000 nicht groß verändert. Man merkt schon, dass sie im Gegensatz zu früher, zu ihren ersten Alben, viele Schritte reifer geworden sind. Nicht unbedingt von der Instrumentierung her, sondern von der gediegenen Melancholie in den einzelnen Stücken her, die irgendwie erwachsener wirken. Die Stücke sind irgendwie düster, ein bisschen traurig, aber oft auch so federleicht, das man immer wieder erstaunt ist. Der beste Track der CD ist in meinen Augen „Too Much Of One Thing“ und ich denke, mit dieser Meinung werde ich nicht alleine dastehen. Gut ist außerdem „Caroline & I“. „Bright Yellow Bright Orange“ ist ein entspanntes und durchweg feinsinniges Werk, welches tatsächlich eine wunderbare und poetische Wärme ausstrahlt. Natürlich ist es Pop, aber eine Art Pop, die unter die Oberfläche endlos abgenudelter Phrasen geht. (H.H.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden