BACK AGAIN: POP-REVIEWS

ERASURE – I Say, I Say, I Say (CD 1994)

(Mute Records)

Fast neun Jahre gibt es zu diesem Zeitpunkt schon das Duo ERASURE bestehend aus Vince Clarke und Andy Bell. Auch wenn auf dem 1994er-Album (das sechste bislang) die großen Hits „Always“ und „Run To The Sun“ zu hören sind, mag während der ganzen Zeit keine rechte Begeisterung aufkommen. Sicherlich ist auch kein wirklich schlechtes Lied bei herausgekommen, doch alles vermengt sich so nach und nach ein bisschen zu einem Einheitsbrei, der sicherlich immer noch sehr gut unterhalten kann, denn selbst das schlechteste ERASURE-Lied ist immer noch überdurchschnittlich, aber wenn man die Band mit sich selbst vergleicht, ist es im Ganzen dann doch ein etwas schwächeres Album. Die beiden haben gemerkt, womit sie Erfolg haben und diesen Stil haben sie perfektioniert und, Entschuldigung, auf diesem Album breitgetrampelt. Natürlich haben sie ihren Platz in der Musikgeschichte, natürlich haben sie maßgeblich die Popmusik beeinflusst, aber sie sind stehengeblieben in ihrer Entwicklung. Das macht „I Say, I Say, I Say“ jedenfalls sehr deutlich. Erfreulich jedenfalls ist, dass sie es selbst bemerkt haben und auf ihrem nächsten Album dann auch einen kleinen Abstecher in dunklere Gefilde machten. (H.H.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden