BACK AGAIN: POP-REVIEWS

ENIGMA – The Cross Of Changes (CD 1993)

(Virgin/Emi)

Das erste ENIGMA-Album “MCMXC a.D.” war ein Riesenerfolg, verkaufte sich 12 Millionen Mal und trotzdem hat sich MICHAEL CRETU, der Mann hinter ENIGMA (griechisches Wort für „Rätsel“), satte drei Jahre Zeit gelassen, ein weiteres Album auf den Markt zu werfen. Um kein Risiko einzugehen, hat MICHAEL CRETU das gleiche Strickmuster wie bei der ersten Platte angewandt. Die Musik ist sehr mystisch und spirituell, fast ein bisschen indianisch, orientalisch und meditativ, unterlegt mit langsamen House-Rhythmen. Die Songs klingen oftmals sehr monumental und orchestral, aber alle Instrumente kommen aus dem Synthesizer. Meist sind die Tracks instrumental, aber auch oft mit Gesang, wobei man meist SANDRA hören kann, die mit dem Meister verheiratet ist. Die Texte wirken auch oft recht mystisch, doch beim genaueren Hinsehen ist die nur oberflächlich und sie sind oftmals eher ziemlich sinnlos. Auch „The Cross Of Changes“ war ein großes Erfolg, der allerdings nicht an das Erstlingswerk anschließen konnte, denn es wurden 4 Millionen Einheiten weniger verkauft, was bei 8 Millionen verkaufter Platten aber natürlich immer noch sensationell war. Die besten Stücke sind die beiden Auskopplungen „Return To Innocence“ und „Age Of Loneliness (Carly´s Song)“, die wahrscheinlich jedermann kennt. (H.H.)