CARTER THE UNSTOPPABLE SEX MACHINE - Live (CD
1998)
(Cooking Vinyl)
Nach der Live-Bonus-CD zum Worry
Bomb! Album liegt hier ein zweites offizielles Live-Album der legendären CARTER USM
vor, erschienen 1998, bestückt allerdings mit Live Aufnahmen hauptsächlich von 1992/93.
Der Sound ist gut und die Songauswahl repräsentiert die frühe CARTER-Discographie. Neben
dem ewigen Hit Do Re Mi (So far so good) und Growing old
disgracefully finden sich eine Reihe weiterer Hits der zumindest in England
sehr erfolgreichen Band. Dazu kommt ein grandioses Cover vom Pet Shop Boys Hit
Rent. Guter Sound und gute Songauswahl machen diese CD zu einer guten
Live-Platte. (A.P.)
CARTER – THE UNSTOPPABLE SEX MACHINE – A World Without
Dave (CD1997)
(Cooking Vinyl)
Nachdem es Mitte der 90er Jahre etwas ruhiger um CARTER USM geworden war,
legten sie mit „A World Without Dave“ 1997 ein Spätwerk vor, das etwas
schwerer zu fassen ist, als die frühen, hymnenhaften Alben und Singles.
Ich tue mich etwas schwer damit, zu schreiben, dass die CD
anspruchsvoller geworden ist, denn oberflächlich waren ja auch die früheren
Werke nie. Vielleicht kann man es reifer oder erwachsener nennen. Dabei
haben CARTER USM aber ihr Talent für gute Melodien bewahrt, nur dass man „A
World Without Dave“ mehr als einmal hören muss, um sie zu entdecken. Hat man
aber erstmal den Zugang dazu gefunden, bietet die Band alle ihre Stärken
auf. Das Album scheint konzeptionell angelegt zu sein und einen roten Faden
durch alle Songs zu haben. Hat ein bisschen was von einem Musical. Die
Stimmung ist etwas schwermütiger geworden und so ist es nicht überraschend,
dass die Gruppe die Erfolge der früheren Jahre nicht wiederholen konnte. Das
ändert aber nichts daran, dass auch „A World Without Dave“ ein qualitativ
absolut gelungenes Album ist. Mit „And God Created Brixton“ ist auch noch
ein echt guter Hit auf der CD, der fast ein bisschen nach den guten alten
Pet Shop Boys klingt. (A.P.)
CARTER – THE UNSTOPPABLE SEX MACHINE – 1992 – The Love
Album (CD1992)
(Chrysalis)
CARTER USM, wie sie von den faulen Fans liebevoll genannt wurden, waren
Ende der 80er Jahre und in den 90ern so etwas wie die Vorreiter des ganz
großen Brit-Pop Booms und hatten ein paar Jahre lang zumindest in England
großen Erfolg, ohne jedoch auch in Deutschland den Durchbruch zu schaffen.
Auf „1992 – The Love Album“ haben sie ihre Mischung aus punkigen Gitarren
und poppigen Electrokängen perfektioniert. Dabei klingen sie ur-britisch und
wie eine Mischung aus New Order, The Jesus And Mary Chain, Soft Cell und Sex
Pistols und erschaffen unwiderstehliche Ohrwurmmelodien. Songs wie „Suppose
You Gave A Funeral And Nobody Came“ oder „Do Re Mi So Far So Good“ sind
ewige Pop-Hymnen, die auch nach über 10 Jahren nichts von ihrer
Eingängigkeit eingebüßt haben. Dabei könnten solche Songs auch großartige
Fußballhymnen im Stile von „World In Motion“ oder „Football´s Coming Home“
(ich, weiß, der Song heißt anders, fällt mir aber gerade nicht ein) sein und
für Stimmung in den Stadien sorgen. Hinzu kommt eine ordentliche Prise
Sarkasmus und Humor.
All das macht „1992 – The Love Album“ zu einem grandiosen Popalbum der
90er Jahre mit Ohrwurmgarantie. (A.P.)
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