BACK AGAIN: POP-REVIEWS

ELKIE BROOKS – Shangri-La (CD 26.01.2004)

ELKIE BROOKS & HUMPHREY LYTTELTON – Trouble In Mind (CD 26.01.2004)

(Slave To The Rhythm Records)

Ich muss gestehen, dass mir der Name ELKIE BROOKS bislang nicht geläufig war, obwohl sie laut „Guiness Buch der Rekorde“ die erfolgreichste englische Albumkünstlerin der letzten 20 Jahre ist. Ihre Karriere begann bereits in den 60ern, arbeitete in den 70ern mit Robert Palmer zusammen, dann mit einer Band namens Wet Willie und dann begann sie solo zu arbeiten. Unzählige Alben folgten in den nächsten Jahren und in den 90ern begann sie neue, vor allem klassische Wege zu gehen. Ich muss immer noch gestehen, dass mir auch keines der Alben ein Begriff ist, aber es ist ja auch nicht meine Musikrichtung und vielleicht liegt das auch daran, dass die Künstlerin hauptsächlich Coverversionen präsentiert. Nun veröffentlicht die offenbar sehr fleißige Damen gleich zwei Album auf einen Streich. Das erste hat sie mit ihrem Mentor Humphrey Lyttelton aufgenommen und bewegt sich im angenehmen Big Band-Bereich mit Jazz-Einflüssen im Stile der 40er Jahre, wo einem wirklich warm ums Herz wird. Einen anderen Weg geht sie mit „Shangri-La“. Hier bringt ELKIE BROOKS eigene Kompositionen und zeigt, dass sie auch anders kann als gefällige Liedchen zu trällern. „Shangri-La“ beeindruckt durch interessante Collagen aus Blues, Weltmusik, Tribal-Drums und Blues und ihre Stimme bewegt sich dabei auch des öfteren im Bereich des Experimentellen. Ein bisschen indisches, orientalisches und auch asiatisches und so kann man wirklich nicht umhin, hier mal genauer reinzuhören. Ist natürlich auch gewöhnungsbedürftig, aber so sollte Musik ja sein. Ich stehe nämlich immer auf dem Standpunkt: Musik sollte zwar Unterhaltung sein, aber in erster Linie sollte Musik Kunst sein. (H.H.)

 

KONTAKT ZU DEN AUTOREN: (A.P.) = Alexander Pohle   (H.H.) = Haiko Herden