BACK AGAIN: POP-REVIEWS

BAND OHNE NAMEN vs. MILKA – Girl 4 A Day
BAND OHNE NAMEN – See My Life

BAND OHNE NAMEN vs. MILKA – Girl 4 A Day (MCD 19.08.2002)

(X-Cell Records/Sony)

Dies ist nun die bereits dritte Auskopplung aus dem zweiten Album und dieses Mal muss man ihnen zugestehen, dass sie ein glückliches Händchen bei der Auswahl bewiesen haben, denn „Girl 4 A Day“ ist das beste Stück darauf. Der besondere Clou an der Sache ist, dass hier, wie auch auf dem Album, VIVA VJ MILKA für den weiblichen Rap-Teil im Stück verantwortlich ist. Wieso sind die beiden ausgerechnet auf MILKA gekommen, denn meines Erachtens hat sie sich bis heute nicht musikalisch hervorgetan. Die Wahl fiel deshalb auf sie, weil die drei ein gemeinsames Erlebnis hatten. MILKA hatte im Juni 1999 ihre erste Folge „Viva Interaktiv“ und litt unter enormen Lampenfieber. Ebenso hatten Guy Gross und Claus Capek ihren ersten Auftritt in „Interaktiv“ und da alle drei gemeinsam zitterten, verband sie fortan dieses Gefühlserlebnis. Die MCD bietet insgesamt vier Stücke, wobei es mit dem „Video Mix“ startet. Der darauf folgende „Caribbean Mix“ unterscheidet sich nicht grundlegend von der bekannten Version und dann folgt die „Karaoke Version“, die im Grunde der „Video Mix“ ist ohne Stimmen. Zu guter Letzt gibt es noch ein interessantes Stück, nämlich „One Minute“, welches man live in Kassel aufgenommen hat. Ich wette, diese Single wird hoch in die Charts einsteigen, ganz besonders, weil es einfach das beste Stück der LP ist. (H.H.)


BAND OHNE NAMEN – See My Life (CD 21.05.2002)

(X-Cell Records/Sony)

Ende 2001 meldete sich die BAND OHNE NAMEN wieder zurück mit einer neuen Maxi-CD namens „Slipping Into You“, die es auf Anhieb in die Top 25 schaffte. Einen Monat vor dem neuen, zweiten Album haben Guy und Klaus eine zweite Auskopplung namens „Missing You“ auf den Markt gebracht und im Mai nun folgt das langersehnte Album „See My Life“. Man muss den beiden sympathischen Jungs zugestehen, dass sie ihrem Stil treu geblieben sind und weiterhin deutsche Texte mit englischen Refrains im Schmuseballadenstil machen. Dadurch ist auch das neue Album ein Album, welches man nicht nur in einem Rutsch hören kann, sondern sogar auch sollte, und natürlich auch mehrere Male, denn nur so erschließen sich die Stücke, die man beim ersten Mal hören gar nicht so gut fand. Erfahrungsgemäß sind gerade die Stücke, die man erst nach einiger Zeit lieb gewonnen hat, auch die Stücke, die man lange Zeit mag und sich nicht so schnell abnutzen. Erwähnen muss man noch, dass die Musik der beiden heute erwachsener klingt, als noch auf ihrer ersten Platte. Die Texte erscheinen wieder sehr persönlich und mit dem letzten Track „I Can See The Light“ wurde auch noch ein Lied speziell für die Fans als Dankeschön geschrieben. Weiterhin erwähnenswert ist „Girl 4 A Day“ (mit Milka) und „Just Let Me In“, neben der Auskopplung “Missing You” die besten Stücke de CD. Einzig “Free As A Bird” ist nicht so toll, aber ein kleines Tal muss es ja auch mal geben. Alles in allem eine gelungene Fortführung und „See My Life“ zeigt, dass die BAND OHNE NAMEN keine Eintagsfliege ist. (C.H.)