BACK AGAIN: DIVERSE

AAVIKKO – History Of Musysic: Selected Non-Album Material 1995-2003 (CD 2004)

(9PM Records / Indigo)

AAVIKO ist eine der schrägsten Bands aus Finnland, noch schräger als ihre Gesinnungsgenossen Eläkeläiset. AAVIKKO sind drei Herren, von denen zwei auf billigen Heimorgeln (Bontempi oder ähnliches) spielen und einer das Schlagzeug bedient. Gesang gibt es keinen, alles ist Instrumental. Mit dieser CD nun gibt es eine Zusammenstellung von raren und auch bislang unveröffentlichtem Material. Die erste 7“ und die erste Demokassette sind unglaublich: Total übersteuert, zerkratzt und tinitus-fördernd bratzen die Finnen auf ihren Instrumenten, es ist eine wahre Freude. Danach gibt es ein paar Outtakes aus der CD „Derek“, die ein bisschen an die 70er-Jahre-Funky-Discosounds erinnern, ebenso der Remix für Stereo Total und ihrem Song „Holiday Inn“. Ziemlich genial dann auch noch das letzte Stück der CD, wo die Finnen mit den afghanischen Schlagersänger Kabar in Las Vegas eine Nummer aufgenommen haben. Das hat wirklich Stil. Dieser bunte Reigen ist für mich persönlich nicht nur eine schöne Übersicht über die Entwicklung der Band, sondern darüber hinaus auch noch ein echt ultimatives Geschichtsalbum, durch das die Band für mich enorm an Ansehen gewonnen hat, kannte ich sie doch bislang erst durch die CD „Derek“. Die abschließenden Worte dieser Kritik sind zwar Klischee-Abschlussworte, ich muss sie aber trotzdem schreiben, denn es ist tatsächlich so: Das ist wahre Partymusik!!! (H.H.)


AAVIKKO - Derek! (CD)

(Humppa Records/SPV)

Finnland. Das Land der Lappen und der seltsamen Bands. HUMPPA RECORDS, das Label, bei dem all die seltsamen Bands Unterschlupf finden. Mit der Band AAVIKKO hat HUMPPA RECORDS die bisher seltsamste Band auf einen Tonträger gebrannt. Die Band besteht aus drei Menschen, nämlich einem Schlagzeuger und zwei Elektronische Orgelspieler. Als Gastinstrumente hört man hier auch noch Saxophone und anderes. Geboten wird Musik, die mich am ehesten an den Zirkus erinnert, vermischt mit tausendunddreitrilliarden diversen Einflüssen aus aller Herren Länder. Das Ganze ist einfach unglaublich, ob unglaublich gut oder unglaublich schlecht, sei jedem selbst dahingestellt. In jedem Fall aber ist es Zirkusmusik, die nicht nur fröhlich ist, sondern auch sehr experimentell und irgendwie manchmal auch düster. Ach Mist, es läßt sich so schlecht erklären, daß ich Euch einfach nur raten kann, Eure Lauschlappen aufzustellen und sich dieses mal anzuhören!!! (H.H.)